Neue Vorlesungen über die Krankheiten des Nervensystems, insbesondere über Hysterie

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Toeplitz & Deuticke, 1886 - History - 357 pages
 

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Page 147 - Gedächtniss einzuschreiben und er sagte das Stück dann her, indem er im Geiste von der Seite ablas, welche sich ihm, so oft er wollte, in aller Deutlichkeit vorstellte.
Page 155 - Die Einen, vielleicht die überwiegende Mehrzahl, nehmen, wenn es sich darum handelt, einen Gedanken durch das entsprechende Zeichen auszudrücken, ausschliesslich das Klangbild in Anspruch, andere das Gesichtsbild, und andere wieder bedienen sich dabei direkt eines der beiden Bewegungsbilder.
Page 149 - Linien und die untere ist nach beiden Seiten hin abfallend und verlängert, um den Boden darzustellen. Es ist eine sehr kümmerliche Zeichnung. „Wenn Sie verlangen, dass ich ein Gewölbe zeichne, so werde ich's fertig bringen," sagt er, „denn ich erinnere mich sehr wohl, dass ein Rundbogen ein Halbkreis ist, und dass ein Spitzbogen durch zwei Bogenstücke gebildet wird, die sich im spitzen Winkel treffen. Aber wenn ich diese Dinge in Wirklichkeit sehe, weiss ich nicht, was sie sind.
Page 304 - Die Bewegungen der willkürlichen Muskeln sind von Empfindungen begleitet, aus welchen wir teils die Kraft, teils den Umfang der ausgeführten Bewegung ermessen können. Der Sitz der Bewegungsempfindungen sind höchst wahrscheinlich nicht die Muskeln selbst, sondern motorische Nervenzellen, da wir nicht nur von einer wirklich stattgefundenen, sondern auch von einer bloß intendierten Bewegung eine Empfindung haben; es scheint hiernach, daß unmittelbar mit der motorischen Innervation die Bewegungsempfindung...
Page 149 - Während unserer Unterhaltung hat sich Herr X. zu wiederholten Malen lebhaft über den Verlust des Farbengedächtnisses beklagt, der ihn mehr als alles andere zu bekümmern scheint. ,Ich bin vollkommen überzeugt, daß meine Frau schwarze Haare hat, aber es ist mir ebenso unmöglich, diese Farbe in meiner Erinnerung heraufzubeschwören, wie mir ihre Gestalt und ihre Gesichtszüge vorzustellen'.
Page 3 - ... die Hölle gemahnt, als ein paradiesisches »Museum von klinischen Fakten« bezeichnet, so wiederholt er damit nur Sprachregelungen von Charcot selbst. In seinen, von Freud übersetzten >Neuen Vorlesungen< wird dieses Asyl, das weit über fünftausend Kranke beherbergt, folgendermaßen beschrieben: Die klinischen Typen bieten sich dem Beobachter in zahlreichen Exemplaren, welche gestatten, das Krankheitsbild mit einem Blick in verschiedenen, gleichsam fixierten Stadien zu überschauen, denn die...
Page 197 - JEAN WIER. Histoires, disputes et discours des illusions et impostures des diables, des magiciens infâmes, sorcières et empoisonneurs, etc.
Page 13 - Bilder diese Kombinationen führen können; aber immer muß es dem, der im Besitz der Formel ist, leicht werden, alle Bilder auf den Grundtypus zurückzuführen [...]. [Im hysterischen Anfall ist] nichts der Willkür des Zufalls überlassen; im Gegenteil, alles geht nach Regeln vor sich, die immer die nämlichen sind, für die Spital-, sowie für die Privatpraxis, für alle Länder, für alle Zeiten, für alle Racen, die also wirklich universelle Giltigkeit...
Page 3 - ... Freud übersetzten >Neuen Vorlesungen< wird dieses Asyl, das weit über fünftausend Kranke beherbergt, folgendermaßen beschrieben: Die klinischen Typen bieten sich dem Beobachter in zahlreichen Exemplaren, welche gestatten, das Krankheitsbild mit einem Blick in verschiedenen, gleichsam fixierten Stadien zu überschauen, denn die Lücken, welche die Zeit in diese oder jene Gruppe reißt, werden alsbald wieder ausgefüllt. Wir sind mit anderen Worten im Besitz eines reich ausgestatteten, lebenden...
Page 147 - Herr X. hat viele Reisen gemacht. Er liebte es, die Gegenden und Aussichten, die ihm gefallen haben, zu skizzieren und zeichnete ziemlich gut. Seine Erinnerung bot ihm. so oft er es wollte, die getreue Wiedergabe der gesehenen Landschaften.

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