Geognostische Beschreibung des Königreichs Bayern: Abth. Geognostische Beschreibung des Fichtelgebirges

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Page 16 - Man glaubt sich auf einem hohen, nur mässig nach SW geneigten Plateau zu befinden, inmitten einer nur schwach hügeligen Landschaft. Schlägt man aber die querlaufende Richtung ein, so stehen wir rasch vor einer tiefeingeschnittenen Thalung, zu der wir nur über steilgeneigte Gehänge niedersteigen können. Ein gleich steiles Gehänge erhebt sich jenseits zu einem ähnlichen schmalen Rücken, wie der eben verlassene, und ebenso steil fällt das Gehänge wiederum zu einem neuen Thaleinschnitte ab....
Page 16 - Bergrücken, auf denen man stundenlang in gerader Linie fortwandern kann, ohne auch nur einer mäßigen isolierten Bergkuppe zu begegnen. Man glaubt, sich auf einem hohen, nur mäßig nach SW. geneigten Plateau zu befinden, inmitten einer nur schwach hügeligen Landschaft. Schlägt man aber die querlaufende Richtung ein, so stehen wir rasch vor einer tiefeingeschnittenen Talung, zu der...
Page 141 - ... Entwickelung ist kaum nach Analogie der Wollsackbildung zu erklären. Sie scheint vielmehr durch die Eigenart der Mineralaggregation bei dem Verfestigungsprozeß bedingt zu sein. Läßt sich doch eine Art zentrischer Struktur bis in das kleinste Detail der Dünnschliffe verfolgen. Gümbel schreibt: „Die über das ganze Verbreitungsgebiet an der Oberfläche zerstreut liegenden, ausgewitterten Blöcke werden gewöhnlich als Findlinge bezeichnet. Es verhält sich aber damit wie mit den Granitfindlingen....
Page 141 - ... Syenitgranit in der Tiefe unter der Oberfläche mäßig ausgebildet. In dieser Gesteinsmasse haben sich beim Festwerden des Gesteines einzelne härtere Kerne herausgebildet, welche das weniger festgebundene Material rings umgibt. Solche Kerne liegen bald näher bald weiter auseinander, sind bald größer bald kleiner. Indem weiter nach und nach durch die Zerstörung der Atmosphärilien, welche von der Oberfläche her fortschreitet, die weicheren, leichter auflockerbaren Teile entfernt wurden,...
Page 556 - Deshalb hat man vielfach Bedenken getragen, das Gestein hier als anstehend zu betrachten und hat die vorkommenden, auf der Oberfläche [des Culms — Verf.] liegenden Stücke als ausgewitterte Abkömmlinge aus der Breccie erklärt. Es liegt jedoch kein Grund vor, •das Anstehen des Porphyrs in Zweifel zu ziehen, um so weniger, da ein gleiches Gestein auch querschlägig von der tiefsten Grnndstrecke des Maxschachtes aus angefahren sein soll.
Page 186 - Eruptivgesteins, scharf an dem Nebengestein abbrechend und abweichend an demselben anstossend, dort aufs Innigste mit demselben verwachsen, mit gleichsam Schritt für Schritt verfolgbaren Übergängen seiner Lagerung angeschmiegt und nachgehend, als ob dasselbe nur eine etwas abweichende Ausbildungsform des Quarzites wäre. Plötzlich macht sich die in...
Page 479 - SO. einfallend, werden von mehreren dazwischen eingeschobenen Lagen oder Decken eines an grösseren Augitkrystallen reichen Diabases (früher oft als Augitporphyr angeführt) begleitet, und diese Art der Wechsellagerung ist es, welche auf das lebhafteste an das Bild von sich über Tuff zu wiederholten Malen ausbreitenden Lavaströmen erinnern. Der Diabas ist aphanitisch und geht stellenweis in sogenannten Perldiabas mit Einschlüssen veränderter Schiefertheilchen über. Einzelne Schalsteinlagen...
Page 484 - Pflanzengrauwacken mit Quarzadern. 4) Untere Reihe der Knollenkalke — untere Cypridinen- und Clymenienkalke und Orthoceratitenkalk. 5) Griffeiförmig brechender, meist hellgrünlich-grauer oder röthlicher Thonschiefer und Wetzsteinschichten, stellenweise Tuff- und Schalsteinlagen. Liegendes : Mitteldevonstufe. Der Charakter der Fauna ist ein durchaus oberdevonischer. Eine weitere Gliederung in Orthoceratiten-, Clymenienkalk u.
Page 332 - ... mit der Thalung aufwärts gegen Wunsiedel und Redwitz, wo ein nördlicher Zug an dem Granit der Centralkuppen abstösst , während der südliche Hauptzug , zwischen den Granitkuppen der Kösseine und des Steinwald-Gebirges eingezwängt, über Waldershof und die Einsattelung bei Langentheilen bis zum Fichtelnaab-Thal weiter streicht und, von Trevesen bis Ebnath sich ausbreitend , mit der von S kommenden Randzone sich wieder vereinigt...
Page 231 - Chloropitbestandtheil unterscheiden, da sie deutlich nadeiförmig ausgebildet — nicht etwa bloss Querschnitte von Schüppchen darstellend — , schwach dichroitisch sind und von Salzsäure nicht zersetzt werden. Sie verhalten sich wie die Hornblende- oder Strahlsteinnadeln im Epidiorit Dergleichen Schalsteine müsstui daher als Strahlstein-führende gelten, während die dem Palaeopikrit angeschlossenen diese Erscheinung nicht zeigen. Plagioklasnädelrhen kommen in beiden Abänderungen vor.

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