Das zeitalter des sonnengottes, Volume 1

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Walter De Gruyter Incorporated, 1904 - Messiah - 420 pages
 

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Page 167 - Und der Herr sprach: Dich jammert des Rizinus, daran du nicht gearbeitet hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, welcher in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb; und mich sollte nicht jammern Ninives, solcher großen Stadt, in welcher sind mehr denn hundertzwanzigtausend Menschen, die nicht wissen Unterschied, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?
Page 20 - In einem am Amazonas sehr verbreiteten Märchen2) macht der Urubü-Geier mit der Jabuti-Schildkröte eine Wette, wer rascher nach dem Himmel, wo gerade ein Fest gefeiert wurde, gelangen könne. Die Schildkröte schmuggelt sich in den Proviantkorb des Geiers ein, kommt glücklich an und empfängt den Geier, als dieser von einem Spaziergang durch das festliche Treiben zurückkehrt, mit der Behauptung, daß sie bereits seit langer Zeit oben sei und auf ihn warte.
Page 103 - Jahu hat dich gefressen.« Mit dem Ronuro wollten sie nichts mehr zu tun haben. Keri ließ eine Ente kommen und befahl ihr, das Wasser mitzunehmen. So geleitete die Ente den Fluß wieder weiter, und die beiden Knaben begaben sich zu Keris Paranatinga, der noch geduldig wartete. »Das ist das Wasser«, sagte Keri, »das wir mitnehmen wollen.
Page 103 - Wasserschlange gehörten. In den Töpfen war Wasser; in zweien war gutes Wasser, aber in dem dritten war schlechtes, von dem man nicht trinken kann, ohne zu sterben. Diesen dritten Topf ließen sie ganz; sie wollten gutes Wasser haben. Die zwei anderen Töpfe zerschlugen sie. Das Wasser, das aus dem einen abfloß, war der Paranatinga, das Wasser des anderen der Ronuro und Kulisehu. Keri nahm sich des Paranatingawassers, Kame des Ronuro-Kulisehuwassers an.
Page 236 - Bakairf -Fingerknochen, von denen viele im Hause waren, weil Oka sie für seine Pfeilspitzen gebrauchte und viele Bakairi tötete, deren Fleisch er ass. Von den Fingerknochen und nur von diesen, nicht von Oka wurde die Frau schwanger.
Page 203 - Das Alter des Gottes bewegte ihm den Mund, es warf seinen Speichel ihm auf die Erde, und was er ausspie, fiel auf den Boden. Das knetete Isis mit ihrer Hand zusammen mit der Erde, die daran war; sie bildete einen ehrwürdigen Wurm daraus und machte ihn wie einen Speer. Sie wand ihn nicht lebend um ihr Gesicht '), xondern warf ihn zusammengerollt (?) auf den Weg, auf dem der grosse Gott wandelte nach Herzenslust durch seine beiden Länder.
Page 335 - Sünde? Warum willst du uns vernichten? Warum willst du uns trennen?" Aber was kümmerte dies Tane? Aufwärts sandte er den Einen, abwärts die Andere; und daher sagt man: „Tane stiess, und Himmel und Erde wurden geschieden.
Page 30 - ... schließt sich hieran unbedingt die Frage, woher denn die Vaterschaft komme, wie dies Weib zu der Schwangerschaft gelangt sei. Und da nun dies Weib dasselbe symbolisiert wie der Fisch, nämlich das Meer (indem wir von einer Annahme ausgehen, daß die Sonne sowohl im Meer untergeht als aus dem Meer emporsteigt), so ist die urmerkwürdige Antwort, daß dies Meer ja vordem die alte Sonne verschluckt habe. Es bildet sich demnach die Konsequenz mythe, da das Weib „Meer" vordem die Sonne verschluckt...
Page 30 - Frobenius (Das Zeitalter des Sonnengottes, S. 30) sagt: „Tritt nun für den blutigen Sonnenaufgang etwa die Anschauung auf, daß hier eine Geburt stattfindet, die Geburt der jungen Sonne, so schließt sich hieran unbedingt die Frage, woher denn die Vaterschaft komme, wie dies Weib zu der Schwangerschaft gelangt sei. Und da nun dies Weib dasselbe symbolisiert wie der Fisch, nämlich das Meer (indem wir von einer Annahme ausgehen, daß die Sonne sowohl im Meer untergeht als aus dem Meer emporsteigt),...
Page 241 - ... anderes gethan?» Die Alte sprach: «Was ich gethan habe, verberge ich nicht; die Sünde, die ich begangen, ist nur die: ich habe sie hinaus ins Freie geführt. Von dem Tage an, wo ich sie hinausgebracht, ist sie schwanger geworden. Des Fürsten Frau sprach: «Wenn du keine böseThat begangen hast, so will ich das vor dem Fürsten schon selbst verantworten.

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