Beiträge zur bildenden Gartenkunst: für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber

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Jos. Lindauersche Buchl., 1825 - Gardening - 280 pages
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Popular passages

Page 1 - Die Natur ist es, die den neueren Gärten zum Muster dient; ihre so mannigfaltigen, unzähligen Bilder, die die schöne Erde zieren, schmücken nun auch unsere Gärten, aber ohne daß sie den allergeringsten Zwang einer ängstlichen Nachahmung fordern. Diese Bilder der Natur stellet nur die Kunst, im Einklange mit ihr, in mehreren zusammengesetzten Landschaften in den Gärten auf, die eine mit Geschmack verbundene Haltung in ein Ganzes vereint. Dieses Ganze, bereichert im Zusammenfluß vieler ausländischer...
Page 200 - Jasminen umherführen, während andere, die des Schicksals harte Laune empfinden mußten, die bald die Freundschaft oder die Liebe täuschte, sich aus den frohen Zirkeln zu entfernen suchen, diese, mit den schönen Kindern der Flora, der Rose, die ihre Dornen verbarg, fliehen und eher in düstere Wälder, in heilige Haine, wo Ruhe, Einsamkeit und hoher Ernst wohnen, hineilen. Hier ist ihre Stimmung im...
Page 4 - Joch mathematischer Formen, wodurch der Architekt die leblose schwere Masse beherrscht. Der Baum mußte seine höhere organische Natur verbergen, damit die Kunst an seiner gemeinen Körpernatur ihre Macht beweisen konnte. Er mußte sein schönes selbständiges Leben für ein geistloses Ebenmaß und seinen leichten schwebenden Wuchs für einen Anschein von Festigkeit hingeben, wie das Auge sie von steinernen Mauern verlangt.
Page 200 - Maßen, die ein heiliges Dunkel bewahren, mit freistehenden Gruppen von ehrwürdigen Bäumen, die bald Hügel krönen oder ihre Abhänge mit stolzen Massen überschatten, mit den heiligen Hainen, wo die Phantasie die Bardensänger höret, wo sie Altäre der grauen Vorzeit im geheimnisvollen Dunkel gewahret, zeigen.
Page 201 - ... Zwischenräume ausfüllen und kräftige Wasserfälle die feierliche Stille dieser Wälder unterbrechen; Seen, von sanften Ufern umschlungen und von lieblichen Gesträuchen überhängt, die sich in den Fluten spiegeln und ihr schönes Bild verdoppeln und noch reiner wieder zeigen; anmutige Inseln, die zum Besuch auf Kähnen einladen und wo, abgesondert von der lärmenden Welt, die süße Einsamkeit wohnet; wo die Natur, nur wenig besucht, noch unverdorben in ihrem schönen Gewande pranget; geöffnete...
Page 200 - Daher muß ein Volksgarten, wo nicht alle, doch die größte Zahl seiner Lustwandler und ihren verschiedenen Geschmack zu befriedigen vermögen. Menschen, die die Welt noch nie betrübte und die ein beständiger Frohsinn beglückt, sehnen sich vorzugsweise nach den lieblichen Bildern der Natur; sie suchen jene Wege auf, die am Rande ausgedehnter Wiesen im Blütenduft schön blühender Gruppen, zwischen Rosen und...
Page 39 - Die Lagen der Ruinen sollten gewöhnlich in fernen Gegenden der Parks, vorzüglich auf Anhöhen und da gewählt werden, wo sich die Natur in ihrem ernstlichen feierlichen Charakter...
Page 199 - ... zweiten Hoheit, Würde und Ernst und verbinden beide bildlich. Allein solche Gärten befassen sich nicht mit dem ganz feinen und delikaten Teil der Gartenkunst, sie nehmen keine Pflanzungen auf, die eine besondere Pflege und Schutz erfordern. Die Pflanzungen in Volksgärten müssen sich auch in großen Massen entfalten, ihr vorzüglicher Charakter sollte sich eher den Parks, nämlich der großen Natur nähern. Da in den öffentlichen Gärten der Art das Volk gesehen, gefallen und bewundert werden...
Page 7 - Naturgärtcheu zu verwandeln , wenn sie diesem nur jene Naturgegenstände zu geben trachtet , die ihm die Natur selbst würde gegeben haben , und welche da ihren gehörigen Raum finden , um sich ausdrücken und entwickeln zu können.
Page 76 - Erde gekehrt ist. ln dieser aufrechten Haltung, mit dem vorwärts nach der bestehenden Localität und den bereits durch den Plan bestimmten Hauptpuncten, denen seine Linie (im Falle sich keine Hindernisse entgegenstellen) begegnen soll, hingerichtetem Blicke, folget er dann mit starken Schritten der schönen Wellen=Linie nach, die ihm seine geübte Einbildungskraft vorbildet, und gleichsam vor ihm herschweben läßt

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