DIE PHILOSOPHIE DER GRIECHEN

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Popular passages

Page 574 - Wo sollen wir dann aber jene unveränderliche, ewige, in das leibliche Leben nicht verflochtene, in unablässiger Denkthätigkeit begriffene Vernunft suchen, wenn sie weder mit dem göttlichen Denken noch mit dem der menschlichen Individuen zusammenfällt? Um nichts geringer sind aber auch die...
Page 606 - Individualität gab, ebensowenig giebt uns seine Psychologie einen solchen über die Persönlichkeit. Wie es dort unentschieden blieb, ob der Grund des Einzeldaseins in der Form oder im Stoff liege, so bleibt es hier im Dunkeln, ob die Persönlichkeit in den höheren oder den niederen Seelenkräften , in dem unsterblichen oder dem sterblichen Theil unserer Natur liegt; und das Richtige ist nur, dass uns bei jeder von beiden Annahmen Schwierigkeiten in den Weg treten, zu deren Beseitigung der Philosoph...
Page 380 - Wesen als ebenso viele eigene Substanzen unterscheide, der würde sich durch die Annahme, diese seien von Ewigkeit her von jener geschaffen, in einen greifbaren Widerspruch verwickeln, da die Schöpfung als ein von einem persönlichen Willen ausgehender Akt notwendig in die Zeit falle.
Page 788 - Platonismus vorzugsweise begründet ist 4); und auch wo er sie 'aufs Praktische anwendet, sind es immer nur sittliche, nicht religiöse Antriebe, die er daraus ableitet. Seine ganze Weltansicht geht darauf aus, die Dinge möglichst vollständig aus ihren natürlichen Ursachen zu erklären; dass die Gesammtheit der natürlichen Wirkungen auf die göttliche Ursächlichkeit zurückzuführen sei, bezweifelt er nicht im...
Page 501 - Aristoteliker, macht den Übergang vom Leblosen zum Lebendigen so allmählich, daß durch die Stetigkeit desselben die Grenze zwischen beiden und die Stellung der Mittelglieder unsicher wird.
Page 394 - Sodann hat jeder Körper seinen natürlichen Ort, in dem er bleibt und nach dem er hinstrebt, und eben hierauf beruht der Unterschied des Schweren und Leichten; es muss überhaupt jeder Körper in einem bestimmten Räume, an einem Ort sein; im Unendlichen dagegen ist kein bestimmter Ort, kein Unterschied des Oben und Unten, der Mitte und des Umkreises, des Vorn und Hinten , des Rechts und Links *). Wenn ferner der Augenschein zeigt, dass die Körper sich theils im Kreise bewegen, wie die Himmelskugel,...
Page 197 - Vertiefung unserer Erkenntniss, im Fortgang vom Besonderen zum Allgemeinen, von der Erscheinung zum Wesen, von den Wirkungen zu den Ursachen, bestehen kann. Das Wissen, welches uns weder als ein fertiges...
Page 374 - Ursache nnr weil er Zweckursache ist. Um diese Auffassung zu widerlegen, genügt es nicht, dass man Stellen aufzeigt, in denen die Gottheit nur überhaupt als das bewegende oder wirkende Princip bezeichnet wird — dass sie...
Page 262 - Kategorieen daraus, dass diese „abgelöste Prädikate" seien, jene dagegen „kein reales Prädikat" ausdrücken. Mir scheint gerade das Umgekehrte der Fall zu sein: die Kategorieen sind nicht selbst unmittelbar Prädikate, sondern sie bezeichnen nur den Ort für gewisse Prädikate...
Page 336 - Und da nun diese einwirkenden Umstände doch immer in der Beschaffenheit der materiellen Mittel, durch welche eine Zweckthätigkeit sich vollzieht, und in dem Naturzusammenhang, dem dieselben angehören, zu suchen sind, so Hesse sich der Zufall im Sinn unseres Philosophen auch als Störung der Zweckthätigkeit durch die Mittelursachen definiren. Eine Zweckthätigkeit ist aber diejenige , in welcher das Wesen und der Begriff eines Gegenstandes sich verwirklicht *) ; was nicht aus der Zweckthätigkeit...

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