Die Genealogie der Handschriften des Sachsenspiegels

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K. Akademie der Wissenschaften, 1859 - Sachsenspiegel - 204 pages
 

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Page 82 - Gelesen in der Akademie der Wissenschaften am 16. December 1858. Die Seitenzahl bezeichnet die laufende Pagina des Jahrgangs 1858 in den Abhandlungen der philosophisch -historischen Klasse der Königl. Akademie der Wissenschaften.
Page 83 - Zunge hinaus verbreitet, leiten und lenken diese Bücher die Ueberzeugungen des Volkes, die Findung des Rechtes. So vermögen sie den Mangel ihrer Zeit an einheimischen umfangreichen Reichs- oder Landesgesetzen, wenn gleich in zwangloserer Weise zu decken ; so verbinden sie überhaupt Eigenschaften, welche bei unsern sonstigen Hauptrechtsquellen nie zusammen wiederkehren. Vor dem fremden geschriebenen Recht haben sie den heimathlichen Boden und Laut, vor den deutschen Reichsgesetzen die Ausdehnung...
Page 136 - Einen Zweifel erregt ihm jedoch, ,dass Tammo's Wirksamkeit erst in die Zeit um 1426 gesetzt wird,' 2 während schon die Jenaer Nr. 346 von 1410 diese Form kennt, aber freilich in zugefügten Artikeln, deren genaues Alter nicht erhellt'.
Page 83 - Erfolg" so unvergleichlich der Altmeister auf diesem Felde äusserte: In zahllosen Abschriften, selbst über das Gebiet der deutschen Zunge hinaus verbreitet, leiten und lenken diese Bücher die Ueberzeugungen des Volkes, die Findung des Rechtes.
Page 137 - Recension folgt'.2 Neben der Berliner Handschrift ist zu deren Ergänzung ausser der Bocksdorf'schen Glosse eine andere Quelle gebraucht. Die Beweise für diesen Sachverhalt sind folgende. a) Wie bereits...
Page 182 - Berichte als diz geschieht, so clage erz deme vronen boten in des richteres stat. Hat her dirre clage gezug, des ersten tages als der richter wider in sin gerichte kümt, man vervestet ienen, als ab die tat des selben tages gesehen si.
Page 132 - Homeyer die Möglichkeiten, III. 81. §2 ,sei unglossiert geblieben, oder die Glosse sei nur angefangen, oder eine frühere hier wiederholt worden'. Er nimmt an, ,die rechte Glosse sei uns in Handschriften der II. Ordnung erhalten', und betrachtet die I.Ordnung als ,eine zu fällig mangelhafte Gestalt'.
Page 83 - ... schildern kann? Und was sollte denn auch überhaupt eine dergleichen Bestätigung bei deutschen Rechtsbüchern für einen Sinn haben? schriftstellerischen Darstellungen des Rechts, gegenüber den von der öffentlichen Gewalt gegebenen Ordnungen, wobei ferner vorausgesetzt ist, dass sie auf ganze Rechtsgebiete, nicht auf einzelne Lehren sich erstrecken, nicht minder dass sie von ihren Verfassern zu allgemeiner Belehrung bestimmt waren, also bei Privatarbeiten, über deren „wunderbaren Erfolg...
Page 182 - Swen der gogreve vervestet der siner gogrefschaft an daz gerichte zihet. gezuget her sine vestunge vor deme greven, her erwirbet des greven vestunge über ienen alzuhant.

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