Die Wahrheit über Ernst Haeckel und seine "Welträtsel": nach dem Urteil seiner Fachgenossen ; mit einem Anhang : offener Brief an Herrn Prof. Dr. Ladenburg in Breslau

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Müller, 1908 - 156 pages
 

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Page 101 - Weltgeschichte« dh der kurze Zeitraum von wenigen Jahrtausenden, innerhalb dessen sich die Kulturgeschichte des Menschen abgespielt hat, eine verschwindend kurze Episode in dem langen Verlaufe der organischen Erdgeschichte, ebenso wie diese selbst ein kleines Stück von der Geschichte unseres Planetensystems; und wie unsere Mutter Erde ein vergängliches Sonnenstäubchen im unendlichen Weltall, so ist der einzelne Mensch ein winziges Plasmakörnchen in der vergänglichen organischen Natur.
Page 114 - Es sind keine anatomischen Hindernisse, welche das Tier nicht zum Sprechen gelangen lassen. Aber sprechen lernen wird das Tier nur unter der Voraussetzung, daß es sich zum denkenden Wesen erheben könnte; dann wäre es aber nicht mehr Tier, sondern Mensch. Der Mensch spricht, aber kein Tier hat je ein Wort hervorgebracht. Die Sprache ist unser Rubikon, und kein Tier wird wagen, ihn zu überschreiten. Dies ist unsere auf Tatsachen ruhende Antwort, die wir denen erteilen, welche von Entwicklung reden,...
Page 103 - Welträtsel" auf, die Grenzen des Naturerkennens darstellen : 1. Das Wesen von Materie und Kraft. 2. Der Ursprung der Bewegung. 3. Die erste Entstehung des Lebens.
Page 94 - Jetzt glaube ich es nicht nur behauptet, sondern auch bewiesen zu haben, daß Professor Haeckel in dem von mir geprüften Kapitel seines Buches durch Verwertung elendester Schundliteratur, durch absprechendes Urteil bei ärgster Ignoranz und durch einen Ton, der für wissenschaftliche Erörterungen, ja überhaupt, unziemlich ist, gezeigt hat, daß er ein normales wissenschaftliches Gewissen nicht hat . . . Schon das XVII.
Page 42 - Liebe ergeben, so mag die Idee der Metamorphose ihn sicher leiten, solange sie ihn nicht verführt, Arten in Arten hinüberzuziehen, das wahrhaft Gesonderte mystisch zu verflößen. Von einem System des Organismus, von einer Metamorphose der Arten, von beiden kann nur symbolisch die Rede sein. Es ist ein gefährlicher Irrtum, ist Götzendienst des Verstandes oder der Natur, das Symbol mit der Sache selbst zu verwechseln, die es bedeutet.
Page 49 - Die Periode des Zweifels ist vorüber; es zweifelt jetzt so wenig jemand an sich selber als an Gott. Zudem sind die Natur Gottes, die Unsterblichkeit, das Wesen unserer Seele und ihr Zusammenhang mit dem Körper ewige Probleme, worin uns die Philosophen nicht weiter bringen
Page 97 - Das Weltall (Universum oder Kosmos) ist ewig, unendlich und unbegrenzt. 2. Die Substanz desselben mit ihren beiden Attributen (Materie und Energie) erfüllt den unendlichen Raum und befindet sich in ewiger Bewegung. 3. Diese Bewegung verläuft in der unendlichen Zeit als eine einheitliche Entwicklung, mit periodischem Wechsel von Werden und Vergehen, von Fortbildung und Rückbildung.
Page 41 - Dies also hätten wir gewonnen, ungescheut behaupten zu dürfen: daß alle vollkommnern organischen Naturen, worunter wir Fische, Amphibien, Vögel, Säugetiere und an der Spitze der letzten den Menschen sehen, alle nach einem Urbilde geformt seien, das nur in seinen sehr beständigen Teilen mehr oder weniger hin und her weicht und sich noch täglich durch Fortpflanzung aus- und umbildet.
Page 142 - Der Mensch empfindet, hat Gedächtniss und Bewusstsein, er denkt und baut eine geistige Welt auf. Da nun ' der Mensch aus Zellen, diese aus Eiweissmolecülen, diese aus Atomen bestehen, da jede höhere Stufe der Organisation sich aus der nächst niederen auf natürlichem Wege entwickelt, da das Denken aber nach dem Gesetz der Erhaltung der Kraft nicht auf irgend einer Stufe in die Welt gekommen sein kann, so muss auch die Zelle, so muss das Molecül, so muss zuletzt auch das Atom empfinden, Gedächtuiss...
Page 109 - H?1od»ts» 8?uä»ot^Iu8 singt in vollkommen reinen und klangvollen, halben Tönen eine ganze Oktave. Für den unbefangenen Sprachforscher kann es heute keinem Zweifel mehr unterliegen, daß unfere hochentwickelte Begriffs - Sprache sich langsam und stufenweise aus der unvollkommenen Lautsprache unserer pliocä'nen Affen-Ahnen ent

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