Aus dem Lager der Verbündeten

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Deutsche Verlagsanstalt, 1897 - Germany - 480 pages
 

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Page 409 - Straßburg, denn solange das nicht deutsch ist, wird es immer ein Hindernis für Süddeutschland bilden, sich der deutschen Einheit, einer deutsch-nationalen Politik ohne Rückhalt hinzugeben.
Page 276 - Untergang drohte. Gottlob! uns ist wieder ein Vaterland gezeigt worden, ein Ziel, worauf alle Deutschen als Volk schauen, wofür sie streben und arbeiten sollen. Immer aber gilt noch mit Recht die Klage, daß wir nicht politisch genug sind. Damit...
Page 195 - Loire abgehen. Verlassen Sie meinen Sohn nicht und denken Sie daran, daß ich ihn lieber in der Seine wissen möchte als in den Händen der Feinde Frankreichs. Das Geschick des Astyanax, des Gefangenen der Griechen, ist mir immer als das beklagenswerteste in der Geschichte erschienen.
Page 180 - Mangel leiden weiden ; die Einwohner werden durch den Verlust des Letzten, was sie noch haben, zur Verzweiflung gebracht. 4. Der Kaiser von Frankreich wird sich von seiner Bestürzung, worin er durch unser Vordringen gebracht ist, erholen und seine Nation wieder vor sich gewinnen.
Page 168 - Feldzugs liegt von nun an in Ihrer Hand. Ich und mit mir die verbündeten Monarchen rechnen mit Zuversicht darauf, daß Sie durch eine eben so kräftige als vorsichtige Leitung Ihrer Operationen das in Sie gesetzte Vertrauen rechtfertigen und bei der Entschlußkraft, die Ihnen eigen ist, es nie aus den Augen verlieren werden, daß von der Sicherheit Ihrer Erfolge das Wohl aller Staaten abhängig ist.
Page 277 - Überdies müssen wir dadurch die Meinung in Deutschland für uns gewinnen. So etwas erwirbt uns den Primat über die Geister. Der dreifache Primat: der Waffen, der Konstitution, der Wissenschaften — ist es allein, der uns zwischen den mächtigeren Nachbarn aufrecht erhalten kann.
Page 58 - Bundestruppen sich den seinigen angeschlossen und daß letztere allerorten die günstigste Aufnahme gefunden haben. Es erübrigte noch die Schwierigkeit, Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland den Verlauf eines Ereignisses vorzutragen, das er sich als ein unmögliches vorgestellt hatte. Der Kaiser Franz befahl mir, mich dieser Aufgabe am folgenden Tage, an welchem man die Ankunft seines Verbündeten erwartete, zu entledigen. Am 22. Dezember ging der Kaiser dem russischen Monarchen eine halbe Stunde...
Page 91 - Strategie ist die Wissenschaft des Gebrauchs von Zeit und Raum. Ich bin weniger geizig auf diesen als auf jene. Raum mögen wir wiedergewinnen; verlorene Zeit nie wieder. Daher zur Schlacht, ehe sich der Feind besinnt. Sie wird weder blutig noch gefährlich sein.
Page 6 - wir können die deutsche Erde wieder ansehen als den Bauin, von dem unsere Kinder und Enkel sich Kränze brechen dürfen; wir tonnen die Sonne wieder ansehen als das Licht, welches Ehre und Tugend wieder be
Page 232 - Ohne Irrtümer geht es nicht ab. Immerhin! Aber von dem Treiben der Diplomaten und von ihrer Sucht, Schwierigkeiten zu machen und Argwohn zu erregen, fürchte ich alles. Jeder sieht den Beuteanteil des anderen mit Scheelsucht an." Und Stein, der am 9. April von Dijon in Paris eintraf, der aufrichtige Bewunderer des Kaifels Alexander, läßt sich so vernehmen: „Diese unreine, unverschämte und unzüchtige französische Rasse mißbraucht schon des Kaisers Alexander Großmut; es ist...

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