Friedrich der Weise und die Anfänge der Reformation: eine kirchenhistorische Skizze mit archivalischen Beilagen

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Andreas Deichert, 1881 - Reformation - 75 pages
 

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Popular passages

Page 70 - Bring die Lade Gottes wieder in die Stadt. Werde ich Gnade finden vor dem Herrn: so wird er mich wieder holen und wird mich sie sehen lassen und sein HauS. Spricht 26 er aber also: Ich habe nicht Lust zu dir: siehe, hier bin ich; er mache es mit mir, wie es ihm wohlgefällt...
Page 27 - ... Kurfürsten Friedrich im eigenhändigen Schreiben vom 24. April — zwei Tage vor Luthers Wegreise aus Worms — an den Herzog Johannes: „werhe ess in meynem Vermügen, sso werhe ich gancz wyllig, martinus was er fugk had, zcu verhelffen, aber e. 1. glaube mir, das man Ime allsso zcuseczett und von leuthen, dar ab sych e. 1. verwondern werden, ich acht , man wird inen verjagen vnd vertreyben, vnd wer sych nuhen mercken lest, das er doctor martinus gudts gan (gönne) der ist ein Keczer. got...
Page 9 - ... kechin wahe sye ir Übe dan verjagen werde hoffte ich, mir worden auch ein par ader ij ausz der beuthe gegen der lochaw, das habe ich ewer lib alls vor aynen guthen schwanck fruntlicher maynung nit vorhalden wollen ewer lib dye wellen das auch nit anders vorr.iercken".
Page 17 - Reformators Auftreten gegen Lieblingsgedanken Friedrichs des Weisen diesen in seiner Stellung hätten irre machen können. Aber der Grund lag nicht, wie Luther annimmt, in einer „wunderbaren Neigung zu seiner Theologie". „Es war lediglich das Interesse an dem Aufschwung seiner Universität, sein Gerechtigkeitsgefühl, das Luther nicht unüberführt seinen Feinden in die Hände liefern wollte, schliesslich wohl auch die durch die Tradition hervorgerufene Ueberlegung, dass es unpolitisch sei, Luthers...
Page 9 - Ewer lib dje welle meyner Schwestern ewer hausfrawen mein willig dinst sagen vnd ewr lib darbey anzaigen das ich kain pfarrhe zu hessen haben wjl, dan ich höre das ir lib den pfaffhen alle Ire kellerin verjagen lest, wahe ich nuhe ein frumher pfarher sein suld wüst ich mich an ein frumhe kellerin ader köchin nit zu ernehren ich wolld gerne ir lib kueme in meins brudern vnd mein landt auch, dan syhe haben ein taylls fast schene kechin wahe sye ir Übe dan verjagen werde hoffte ich, mir worden auch...
Page 38 - ... interessiert, so sichtbar seine Liebe zur heiligen Schrift mehrfach entgegentritt, nirgends sehen wir ihn aus dem Rahmen der alten Kirche heraustreten. Die Feier des heiligen Abendmahls nach lutherischer Weise, noch kurz vor seinem Tode, „war das Einzige, wodurch er sich thatsächlich zum neuen Kirchenthum bekannte, und auch hierbei bleibt es zweifelhaft, ob er nach allem, was vorangegangen, den Schritt aus persönlicher Initiative that, oder nicht vielmehr dem Prangen seiner geistlichen Rathgeber...
Page 27 - Nisi venissent heri literae tuae, jam parabam secessum. mi Spalatine, sed et adhuc sum in utramvis partem paratus. Mira est hominum nostrorum de me sollicitudo et major, quam ipse ferre possim. Institerunt nonnulli magno hortatn, ut principi nostro me in captivitatem darem et ipse acceptum alicubi servaret scriberetque D. Legato, me captum et sistendum in loco tuto ad respondendum. Quale sit illud consilium, tuae committo prudentiae; ego in manibus Dei et amicorum sum.
Page 38 - ... Weise, noch kurz vor seinem Tode, „war das Einzige, wodurch er sich thatsächlich zum neuen Kirchenthum bekannte, und auch hierbei bleibt es zweifelhaft, ob er nach allem, was vorangegangen, den Schritt aus persönlicher Initiative that, oder nicht vielmehr dem Prangen seiner geistlichen Rathgeber nachgab. Wie dem aber auch sein mag, ihm bleibt der Ruhm, der erste Fürst gewesen zu sein, welcher, wenn auch erst im Tode, dem Papstthum und seiner Kirche Valet sagte. Aber das genügt doch nicht,...
Page 4 - ... Uebergangsperiode giebt, bezüglich deren wir weniger ausgiebig unterrichtet wären, als die vom Mittelalter zur Neuzeit. Diese Untersuchung ist aber nöthig, um die gewaltige Differenz auszugleichen, die in der Beurtheilung dieser Periode herrscht. Erst dann wird erklärlich, dass die ganze deutsche Nation wie mit einem Schlage in allen Schichten der Gesellschaft so intensiv von der religiösen Frage ergriffen werden konnte.
Page 56 - ... zcum' heyligen sacrament gehet: solchs und der gleichen woldt ich gern mit meynen vethern reden alhyr z cn Dreat es, dan.ich weis, das pratica vorhanden woRom.

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