Über einem spiegel deutscher leute und dessen stellung zum Sachsen- und Schwabenspiegel: ein beitrag zur geschichte der deutschen rechtsquellen

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k.k. hof- und staatsdruckerei, 1857 - Sachsenspiegel - 176 pages
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Page 116 - Ich mache auf ein geschichtlich nicht unwichtiges Beispiel aufmerksam. A 110 sagt: Der bischolf von Triere ist kanzler über daz künicrich Arel; der hat die andern stimme an der kür. Der bischolf von K olle n der ist kanzler ze Lamparten unde hat die dritten timme an der kür.
Page 31 - Beweis führen zu können. Für die hier gewichtigste Frage, ob das Mehr im Dsp. durch Auslassungen im Swsp. oder durch Zusätze im Dsp. zu erklären sei, dürfte ein solcher zu Gebote stehen. Swsp. L 100, A 82 und entsprechend Dsp. 90 schliessen: Hat man der gezeugen niht, so sol man chemphen, als hie vor geredet ist. Dies passt nun sehr wohl im Dsp., wo in den unmittelbar vorhergehenden Capiteln weitläufig vom Kampfe die Rede ist. Im Swsp. aber fehlen diese Capitel; und dadurch, dass Swsp. L 99...
Page 36 - Ssp. 3, 24 § l und 23. Die Erweiterung im Dsp. und Swsp. ist allerdings so stark, dass der ursprüngliche Text sich fast ganz verliert; aber wenigstens eine Stelle gibt uns den erwünschten Beweis, dass der Dsp. dem Ssp. in der Fassung näher steht, als der Swsp. Es heisst: Ssp. 3, 24 § 1.
Page 80 - Got ruwede den sevenden dach. Die seveden weken gebot he ok to haldene, als he den joden die e gaf unde uns den hilgen geist. Den seveden manet gebot...
Page 124 - ... niht enphahen. Ob der chvnich stirbet. vnd ist der rihter dannoch an dem gerihte. der den pan enphangen hat. von dem chvnige. so der chvnich halt tot ist. so hat er den pan doch mit rehte. wirt im aber daz* gerihte genomen.* halt die wile so der chvnich lebet, vnd sol er ander weide da rihter werden, er mvz den pan ovch ander weide enphahen. nah des chvniges tode hat er den pan al die wile * vnd da
Page 27 - II 12 §. 13, verlässt aber mit L 118 so zu sagen in allen älteren Formen die Reihenfolge der Artikel des sächsischen Rechtsbuches, indem er auf III 52 desselben übergeht, dem dritten Buche bis zu dessen Ende folgt, und erst mit L 172 den abgerissenen Faden wieder aufnimmt. Gerade an derselben Stelle endet auch das Zusammengehen des sogenannten Schwabenund des Deutschenspiegels, indem der letztere auch weiter im zweiten Theile und im Lehenrechte, also im ganzen Verlaufe des Werkes, dem Sachsenspiegel...
Page 29 - Ssp. 2, 6, §. l wenigstens den Anstoss gegeben haben. Daraus folgt, dass bei Annahme der Priorität des Swsp. der Dsp. nochmals auf die erste Quelle, den Ssp. zurückgegriffen und seinen Stoff daraus gemehrt habe. Das ist nun an und für sich in keiner Weise unwahrscheinlich; es ist das auch unabhängig vom Dsp. in vermehrten Hss. des Swsp. mehrfach der Fall gewesen, so auch in der ziemlich alten Hs. K. Vergleichen wir aber für diese die...
Page 159 - Dit is de beteknisse, svat deme pavese widersta, dat he mit geistlikeme rechte nicht gedvingen ne mach, dat it de keiser mit wertlikem rechte dvinge deme pavese gehorsam to wesene. So sal ok de geistlike gewalt helpen deme wertlikem rechte, of it is bedarf . . . Mittelniederdeutsche Literaturgeschichte Hermann Jellinghaus, Geschichte der mittelniederdeutschen Literatur.
Page 155 - Siegel zu beglaubigen6, zuerst die Bischöfe, seit dem 13. Jahrhundert auch weltliche Fürsten und Herren, namentlich aber Stadtbehörden und die höheren weltlichen und geistlichen Gerichte. So schon der Deutschenspiegel: Ist daz ein lai insigels niht enhat, so sol man im der stat insigel geben, ob siz hat, oder seines rihters insigel oder eines gotes hauses; swelhes er hat, so ist er sicher".

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