Kulturgeschichtliche Bilder aus Göttingen

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Manz, 1889 - Universities and colleges - 215 pages
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Page 184 - Weil es ihm vergebens scheint, erblichene Zeichen academischer Ehre, die sonst mit lebendigen Einrichtungen zusammenhingen, aufzufrischen. Das Zeitalter hat sie verworfen und den Gelehrten längst darauf angewiesen, im Geistigen seine Würde zu suchen.
Page 159 - Streitenden veranlafst, die anfangs verabredeten drei Schritt Barriere in zwölf Schritt zu verwandeln. Eigentlich zwar seien zehn Schritt verabredet, als er aber die Mensur genommen, habe er noch zwei Schritte zugesetzt und dies auch dem Arzte gesagt. Auch- habe gerade er die Mensur genommen, um sie möglichst lang zu machen.
Page 190 - Schreiben, mit einem viäi meiner verehrten Herren Collegen versehen, zu den Acten legen zu dürfen. Sollte Herr Hofrath Grimm, den wir alle aufrichtig hochschätzen und ich gewiß nicht am wenigsten, sich fortwährend beschwert erachten, so fordere ich ihn auf, seine Beschwerde bei dem Curatorium geltend zu machen; wie denn mir ja selber allein dieser Ausweg übrig bleibt, wenn der Versuch mißlingen sollte, eine auf Wohlwollen und die Voraussetzung beiderseitiger Ehrenhaftigkeit gegründete Discussion...
Page 190 - Wahrheit zu unterdrücken fchuldgegeben, mir aber Parteilichkeit wiederholt vorgeworfen wird. . . . Ich weiß recht wohl, daß ein Prorector gerüstet sein muß, auch heftigere Aufregungen zu ertragen, und ein hitziges Wort nicht zu hoch aufzunehmen; aber sollte es zum Amte des Prorectors gerechnet werden, daß er geflissentlich wiederholte ehrenrührige Verunglimpfungen seiner Amtsthätigkeit schweigend hinnehme, so wäre diese Würde keine Ehre länger, sondern ein Schimpf für Jeden, der fie bekleidet.
Page 194 - Jch erkläre, daß in den über die Talarangelegenheit von mir mündlich oder schriftlich gebrauchten Ausdrücken ich Niemandem eine Parteilichkeit oder absichtliche Entstellung der Sache habe zur Last legen wollen. Jac. Grimm.
Page 192 - Feier sich zurückzuziehen. Allerdings ist es meine Ansicht (die ich aber jetzt erst dem Senat ausspreche), daß man die für die einfache Kleidung streitende Meinung etwas besser hätte aufnehmen und sie mehr gewähren lassen mögen. So wenig geschehen ist es, daß Herrn Hofrath Albrecht und Herrn UniversitätZrath Kreuzhage's wahre Abstimmung hinterher erst an den Tag kommt.
Page 185 - Pro184 fessoren gemacht, so lange auch Studenten in ihnen erschienen. Professoren im Mantel und Studenten im Frack würden heute auffallend contrastiren. 2) Weil die neue Kleidung nur für die Tage des Jubiläums gelten, dann für immer am Nagel hängen würde. Wozu das Aufseheu?
Page 83 - Meister vom Schwert", in straffem Gehorsam gegliedert, beobachte bei seinen Zusammenkünften allerhand symbolische Formen, bei denen die Zahl Drei eine Rolle spiele, halte sich äußerlich sehr still, intriguire aber gern und strebe, indem er die beiden anderen vorhandenen Orden, Constantiner und Schwarze, aufeinanderhetze, seinerseits zu herrschen.
Page 191 - ... Herrn Prorector, um mich mündlich über die Sache auszusprechen, indem ich ihm mein Separatvotum zustellte. Den nächsten Tag wünschte er einige Ausdrücke in diesem Votum geändert, ich willfahrte seiner freundschaftlichen Anmuthung gern und sandte es ihm nach einigen Tagen zurück mit einem Briefe, worin ich mich nochmals über die Sache äußerte.
Page 193 - Jch weiß nicht, ob die Geschäftsordnung mir gestatten würde, nochmals auf die Sache zurückkommend bemerklich zu machen, wie sich gegenwärtig sechs Mitglieder für einfache Tracht, und nur fünf (da Herr Professor Gieseler der Abstimmung sich enthielt) für Talare sich erklärt haben, — ob die nunmehrige Majorität, mindestens Parität, ihre Ansicht in jenem Eingange des Berichts gehörig ausgedrückt finde? Doch ich lasse das fahren.

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