Der alte Orient: Ergänzungsband, Volume 2

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J. C. Hinrichs, 1907 - Egypt
 

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Page 160 - Hat er seines Nächsten Haus betreten, seines Nächsten Weib sich genaht, seines Nächsten Blut vergossen, seines Nächsten Kleid geraubt? War er mit dem Munde aufrichtig, im Herzen falsch? Mit dem Munde voller Ja, im Herzen voller Nein?
Page 84 - Wassers, fraß, watete (?), krächzte (?), kehrte aber nicht zurück. An dem Ausbleiben des Raben erkennt Utnapischtim, daß sich das Wasser gesetzt habe und der Boden trocken sei, er verläßt das Schiff und bringt feierliche Opfer dar, ein Schafopfer und ein Weihrauchopfer. Das Opfer ist den Göttern überaus wohlgefällig: Die Götter rochen den Duft, Die Götter rochen den guten Duft, Die Götter sammelten sich wie Fliegen um den Opferer.
Page 130 - Befehl niemand [ändert]; der da hält Feuer und Wasser, der da leitet die Lebewesen, welcher Gott käme dir gleich? Im Himmel, wer ist erhaben? Du allein bist erhaben!
Page 88 - Gilgames, warum rennst du herum? Das Leben, das du suchst, wirst du doch nicht finden. Als die Götter die Menschen schufen, haben sie den Tod den Menschen auferlegt, und behielten das Leben in ihren Händen.
Page 53 - Bel darüber gekommen, habe das Weib mitten entzwei gespalten und aus der einen Hälfte von ihr die Erde, aus der andern den Himmel gemacht und die zu ihr gehörigen Tiere vernichtet. Die wichtigste Variante gegenüber Enuma elisch ist das Fehlen der Theogonie; die Götter werden als bereits vorhanden vorausgesetzt, gerade wie in dem Schöpfungsbericht 82 — 5 — 22, 1048 (§ 14).
Page 88 - ... Schlacht erschlagen ward — das sahst du? ja ich dessen Vater und Mutter erheben sein Haupt [sah es! — und sein Weib auf Wessen Leichnam auf das Feld geworfen ward — das sahst du? ja ich sah es! — dessen Totengeist hat in der Erde nicht Ruhe. Wessen Totengeist keinen hat, der für ihn sorgt, — das sahst du? ja ich sah es! — Überbleibsel im Topfe, Reste von Speisen, was auf die Straße geworfen, muß er essen.
Page 83 - Als der 7. Tag herankam, Hess ich eine Taube hinaus und liess sie los. Es flog die Taube hin und her, da aber kein Ruheplatz da war, kehrte sie zurück. Da liess ich eine Schwalbe hinaus und liess sie los. Es flog die Schwalbe hin und her; da aber kein Ruheplatz da war, kehrte sie zurück. Da liess ich einen Raben hinaus und liess ihn los.
Page 232 - Wie feiste Stiere, denen Fußfesseln angelegt sind, so erschlug ich sie mit dem Beil und vernichtete sie, ihre Hälse durchschnitt ich wie beim Wild, ihr kostbares Leben schnitt ich ab gleich einem Faden und ihre Eingeweide ließ ich auf die weite Erde fließen. Die feurigen Rosse, das Gespann meines Wagens, versanken in ihrem dicken Blut wie in einem Strom, meinem Streitwagen, der niedergestampft Böse und Gute, klebte Blut und Kot an den Rädern. Die Leichname ihrer Helden, wie grünes Kraut bedeckten...
Page 146 - Der Herr hat im Zorn seines Herzens mich böse angeblickt. Der Gott hat im Grimm seines Herzens mich feindlich getroffen: die Göttin hat auf mich gezürnt, einem Kranken mich gleich gemacht. Der Gott, den ich kenne, nicht kenne, hat mich bedrängt; die Göttin, die ich kenne, nicht kenne, hat mir Schmerz angetan.
Page 87 - Weib, das du haßtest, schlage nicht! Dein Kind, das du liebtest, küsse nicht! Dein Kind, das du haßtest, schlage nicht!

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