Zeitschrift fur Vergleichende Sprachforschung auf dem gebiete der indogermanischen sprachen Band XV Neue Folge Band V

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Page 424 - bildete sich ein allerdings streng systematischer parallelismus zwischen tonlosen und tönenden verschlusslauten (tenuesundmediae) und tonlosen und tönenden Spiranten heraus. Eine darauf begründete eintheilung des Systems der geräuschlaute würde allen anforderungen entsprechen, hätten wir es eben nur mit den genannten oder doch ähnlich entwickelten lautsystemen zu thun.« Das ist aber nach Sievers nicht der fall. »Die fortschreitende lautbeobachlung«, sagt er, »hat gezeigt, dass sehr viele...
Page 247 - Man muss«, sagt Brugman, morpholog. untersuch, l, 82 ganz richtig, »sich immer gegenwärtig halten, dass die bildung einer kategorie auf dem wege der analogie sich allmählich vollzieht. Wenn zb nach drei formen eine vierte gebildet ist, so bewirken nun die vier zusammen eine fünfte, die fünf zusammen eine sechste usw So können unter umständen von einer einzigen form hunderte von neuen formen ausgehen.
Page 299 - This is due to the absence of signs for the short e and o in the Devanägari alphabet, whence the following dilemma arose. If e or o was written, the quantity of the vowel was neglected, for a vowel preceding two consonants is always shortened, and e and o are signs of lang vowels. If, on the contrary, i or u was written, the quality of the sounds e and o was insufficiently rendered«.
Page 3 - Hier wird, ich muss wohl sagen gewohnheitsmäfsig, angenommen, das ursprüngliche a habe sich im europäischen in a und e gespalten. Es ist aber ganz ebenso möglich, dass in dem arischen a zwei ursprünglich verschiedene laute zusammengeflossen seien. Ausdrücklich dafür spricht der umstand, dass nur dasjenige arische a, welches europäischem e entspricht, sich öfter zu i schwächt, nicht aber das andere a, welches europäischem a gleich steht.
Page 125 - Spiranten ursprünglich auch je zwei verschiedene articulationen gehabt haben , eine andere vor i, ./, « als vor den übrigen lauten. Wir gewinnen so an stelle der oben s. 64 aufgestellten drei reihen vier, von denen je zwei durch einwirkung der folgenden laute aus einer zu gründe liegenden differenzirt sind. Bezeichnen wir die den palatalen Spiranten zu gründe liegenden laute mit griechischen buchstaben und ihre palatale affection mit einem accente, so haben wir an stelle unserer dritten reihe...
Page 426 - Mmpf'%, mäyfa, äste; aber zb gang neu, wenn das zweite wort hochbetont ist oder das erste bei sonstiger nachdruckslosigkeit nur musikalischen accent hat; bei exspiratorischem accent dagegen wieder ganz neu u. dgl. Auch verschlusslaute erhalten gelegentlich unter ähnlichen bedingungen analoge Verstärkungen, ohne dass jedoch dadurch die lenes mit den fortes dieser reihen zusammenfielen. Am deutlichsten ist die Verstärkung hier bei der gemination tönender mediae, wie in ebb$, dogge, edda, verglichen...
Page 66 - Da dies nur im ganzen zusammenhange der darstellung zur richtigen geltung kommt, gebe ich meine abhandlung unverkürzt, wie ich sie im frühjahr 1878 niedergeschrieben habe. III. Die palatalen. Ascoli hat festgestellt, dass den gutturalen der europäischen sprachen im arischen drei reihen von lauten entsprechen, welche, wenn wir die nur in zwei reihen auftretenden indischen tenues aspiratae (kh, ch) bei seile lassen, sich folgendermassen ordnen, im sanskrit dreigliedrig, im altbaktrischen , welches...
Page 424 - ... ahmt in der gewöhnlichen nord-, mittel- und süddeutschen aussprache, oder noch besser etwa schweizerisches mäne mahnen : manne menschen, male mahlen: falle fallen. Ja selbst im Norddeutschen und anderen sprachen, welche tenuis und media durch zuhülfenahme des stimmtones unterscheiden, finden sich abstufungen bei tönenden Spiranten, welche den letztgenannten ganz analog sind; vgl. zb die Verschiedenheit der tönenden s in norddeutschem dussein und rieseln oder engl. puzzle und measles oder...
Page 65 - ... palatale bewirkt haben, lehre ich seit dem mai 1877 [von mir gesperrt, verf.] in meinen Vorlesungen. Auf denselben gedanken sind auch andere gekommen und haben ihn bereits veröffentlicht: Collitz in Bezzenberger's beitragen II, 305, ausführlicher III, 177 ff., Hübschmann ztschr. XXIV, 409 anm., Osthoff morphol. unters. 116 anm. Die beiden letztgenannten haben ihn von Verner mitgeteilt erhalten. Endlich F. de Saussure, mem. de la soc. de linguistique de Paris III, 369 (1878). Hätte mir daran...
Page 65 - Dass die a, vor welchen skr. c, j, h statt k, g, gh stehen, den europäischen e entsprechen und durch ihre ursprünglich zwischen a und i liegende klangfarbe den Übergang der gutturalen in palatale bewirkt haben, lehre ich seit dem mai 1877 [von mir gesperrt, verf.] in meinen Vorlesungen.

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