Bavaria: bd., 1. abth. Oberfranken

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Wilhelm Heinrich Riehl
Cotta, 1865 - Bavaria (Germany)
 

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Page 1064 - ... Werkstätten gewöhnlich vermittelst Zetteln mit bestimmter Lieferzeit. Dabei ist derselbe aber keineswegs blos Commissionär; er versorgt die Gewerbsleute gelegentlich mit neuen Mustern, hält häufig Lager, läßt Vieles auf Spekulation arbeiten, sendet Reisende aus, und ist gewissermaßen als Fabrikherr anzusehen, obwohl die Personen, welche für ihn arbeiten, unabhängige Leute sind und seine Aufträge annehmen oder ablehnen können. Solche 89 Beeg S. 1059 ff. 90 Mayr (L 50) S. 19 f. 91 Beeg...
Page 943 - Mittelfranken haben sonst die jungen Leute die Eisenberta vorgestellt. Einer steckte sich in eine Kuhhaut mit den Hörnern, hatte Äpfel, Birnen und Nüsse bei sich und in der Hand einen halben Besen als Rutenbüschel. Dieser war die Eisenberta, welche nachts mit noch andern jungen Leuten von Haus zu Haus zog, fleißige, gute Kinder mit Früchten belohnte, faule, unartige aber mit ihren Ruten strafte. Mal, als die Eisenberta mit ihrem Gefolg von zehn jungen Leuten in Holzberndorf umgezogen war, wollte...
Page 1186 - Bürgervolk mit Verachtung heruntersahen. Da wurde dem neuen Ankömmling die Einbürgerung erschwert und die Theilnahme am Stadtregiment ganz unmöglich gemacht. Der freie stolze Bürgergeist wurde kleinliche feige Spießbürgerei. Die Geschlechter wollten es früher dem Adel , jetzt den hohen Fürstendienern gleich thun. Sie nahmen prunkende Titel, Gnadenketten, Orden an. Sie spielten die Diplomaten, die Feinen, die Geheimen, und ließen sich doch übertölpeln oder bestechen.
Page 910 - Einmal kam der König Wenzel mit seinem Gefolge nach Rotenburg an der Tauber. Damals hatte ein reicher Mann, Namens Toppler im Tauberthal, das Rosenthal angelegt. Da gefiel es dem Wenzel gar wohl und er nahm hier seinen Sitz. Von dieser Hofhaltung hat sich im Volke eine dunkle Erinnerung erhalten. Denn wenn der Knecht oder die Magd aus dem Dienste geht und sie ein paar Tage daheim auf der faulen Haut liegen, bevor sie den neuen Dienst antreten, so heißen das die Landleute: „Wenzeln.
Page 1064 - ... Seite fällt es auch dem Kaufmann schwer, der sich mit Nürnberger Kurzwaaren versorgen will, seine reiche Musterkarte bei den einzelnen Meistern zu assortiren. Hier tritt nun der Kaufmann des Ortes vermittelnd ein; er empfängt die auswärtigen Aufträge und bestellt nach denselben die mannigfachen Artikel bei den verschiedenen Werkstätten gewöhnlich vermittelst Zetteln mit bestimmter Lieferzeit. Dabei ist derselbe aber keineswegs blos Commissionär; er versorgt die Gewerbsleute gelegentlich...
Page 1063 - ... und kaufmännischem Management anschaulich beschrieben: „ ein wohlassortirtes Manufakturwaarenlager unserer Zeit zählt wohl über 14 000 Nummern, wobei die Größenverschiedenheiten noch ungerechnet sind. Die Erzeugung eines großen Theils derselben geschieht in der Regel zwar fabrikartig, aber doch zugleich auch handwerksmäßig, indem sich das Handwerk ebensowohl für die einzelnen Artikel, als sogar für manche Manipulationen in vielfacher Weise zergliedert hat. Die Werkstätten sind daher...
Page 1064 - ... ähnlicher Weise aus gleichen Ursachen auch in anderen Industriestädten, namentlich Paris, Birmingham, Berlin etc. sich ausgebildet hat. Der kleine Gewerbsmann kann nämlich den mercantilen Vertrieb seiner Produkte aus mancherlei Gründen nicht wohl selbst besorgen; auf der anderen Seite fällt es auch dem Kaufmann schwer, der sich mit Nürnberger Kurzwaaren versorgen will, seine reiche Musterkarte bei den einzelnen Meistern zu assortiren. Hier tritt nun der Kaufmann des Ortes vermittelnd ein;...
Page 984 - Der Friesel ging über Land; da begegnet ihm. der Herr Christus und fragt den Friesel: wo willst du hingehn? Der Friesel spricht: ich will in die Menschen gehen.
Page 919 - Reckt an selbigen bekommen würde ; siele er hingegen einwärts , so verbliebe er der Stadt. Wie weit dieses der Wahrheit gemäß, oder woher es rühre, kann man so genau, in Ermangelung mehrerer Nachrichten, nicht sagen, doch mag es so gar sonder allen Grund nicht sein, sondern zum wenigsten etwas Wahres dahinter stecken, ob man gleich nicht weiß, was es eigentlich sei, oder woher es rühre. 837. Das Steinkreiy.
Page 1176 - . 1349—1407. mochten geschaden. hetten auch die burggrafen ein Hoffnung, sie möchten in diesen leuften die stat erobern, in der sie auch sich etlicher recht und freiheit hetten underzogen; doch die schenk, die in geschickt was, namen sie mit frölicher Stirn, doch...

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