Die mittelalterlichen bearbeitungen der Trojanersage: ein neuer beitrag zur Dares- und Dictysfrage. I. Benoît de Sainte-More

Front Cover
Universitäts-buchdr. (R. Friedrich), 1885 - Dictys Cretensis - 57 pages
0 Reviews
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Other editions - View all

Popular passages

Page 8 - historiam primus apud nos Moyses conscripsit, apud gentiles vero primus Dares Phrygius de Graecis et Trojanis historiam edidit, quam in foliis palmarum ab eo conscriptam esse ferunt«.
Page 42 - Körting (p. 106), wenn wir von seiner irrigen Voraussetzung absehen: »Hat Benoit wirklich nur die dürftige Andeutung unseres Darestextes zum Ausgangspunkt • der schönen Episode genommen, so hat er mehr poetische Erfindungsgabe besessen, als wir ihm zuzutrauen geneigt sind.« Hoffentlich ist es uns gelungen, dies zur Evidenz darzuthun. § 53. Interessant ist es, wie der Dichter den Bericht seiner Quelle p. 32, l f. sich zurechtgelegt hat. Dort heisst es in unserem Text: succedit P he r es...
Page 6 - ... dass ausser den griechischen Originalen noch ausführlichere lateinische Uebersetzungen cursierten, die Benoit, dem eigentlichen Vater der mittelalterlichen Trojadichtung, noch vorgelegen hätten. In diesem Punkte schliesst sich ihm, was Dares angeht, Jäckel in seiner Dissertation: Dares Phrygius und Benoit de Sie. More, Breslau 1875, unbedingt an und sucht noch andere Argumente vorzubringen. Noch weiter geht Fischer in seiner Arbeit: Der alt französische Roman de Troie des Benoit de Ste. More...
Page 6 - Homerus apud Grecos ejus historie puram et simplicem veritatem in versuta vestigia variavit fingens multa que non fuerunt et que fuerunt aliter transformando. Introduxit enim deos quos coluit antiqua gentilitas impugnasse Trojanos et cum eis fuisse velut viventes homines debellatos.
Page 2 - Classe vom Jahre 1866, wozu zu vergleichen ist Liter. Centralbl. v. Jahre 1869 p. 381. — Lüthgen: die Quellen und der historische Wert der frank. Trojasage, Bonn 1855 Dissert. — Lange: Untersuchungen über die Geschichte und das Verhältnis der nordischen und deutschen Heldensagen p. 171 ff. — Holland in Pfeiffers Germania II. 379. — Rieger ibid.
Page 32 - Schlachtengcmälde entworfen. Er berichtet zugleich die Gefangennahme des Thoas durch die Trojaner, um dadurch ein kleines Intermezzo vorzubereiten, wie denn auch die ganze Partie v. 11549-11874 selbständig von ihm hinzugefügt ist, um das ewige Einerlei der Schlachten etwas zu beleben. Priamus hält (v. 11625 — 11721) einen Kriegsrat über den gefangenen Thoas ab. Aeneas und Hector sind der Ansicht, man müsse ihn vorläufig am Leben lassen, vielleicht könne man ihn später einmal gegen einen...
Page 32 - Xantippnm (LG) Benoit, der wiederum genug Namen in seiner Quelle vorfand, hat auch hier, vielleicht unabsichtlich, gekürzt, denn von einer Tötung des Nireus durch Aeneas (D p. 26, 21), des Asteropaeus durch Achill und des Mesthles durch Diomedes (D p. 26, 22) berichtet er nichts. Dies konnte sehr leicht der Fall sein, die von jedem Helden Getöteten nach einander angiebt, nicht aber, wenn ihm ein ausführlicherer Text als Quelle diente, in welchem sicherlich die einzelnen Kampfscenen weiter ausgeführt...
Page 17 - Redaktion also müsstcn dieselben gestanden haben und zwar in ziemlicher Menge, denn sonst würde der Epitomator nicht die Mühe gescheut haben sie aufzuführen. Bei unserem Trouvere, der die Namen, die ihm seine Quellen bieten, stets aufnimmt, findet sich nun von alle dem nichts: er sagt nur v. 954 ff.: Venu furent li chevalier Ensemble o eis vait Herculei Et tuit li autre companion Qui parenz Jason esteit pri-i.
Page 5 - Fragen einzugehen, kann hier nicht unsere Aufgabe sein, wir glaubten nur der Vollständigkeit halber kurz darauf hinweisen zu müssen. § 9. War nun, wie oben gezeigt, durch die bei vielen Völkern nach Vorgang der Römer ausgebildete Sage der Abstammnng von den Trojanern das Interesse für die Begebenheiten vor Ilion wachgerufen und damit der epischen Dichtung ein weites und fruchtbares Feld erschlossen, so kann uns nicht Wunder nehmen, dass dieselbe mit Vorliebe die Darstellungen eines Dares und...
Page 13 - Benoit sich auf seine Quelle beruft, denen wir jedoch keinen grossen Wert beizulegen vermögen, da die mittelalterlichen Autoren in dieser Beziehung wenig gewissenhaft verfuhren und sich häufig auf ihre Vorlagen beriefen, um 'sich den Schein der Glaubwürdigkeit zu geben. Es wird indessen nicht überflüssig sein, an einigen Beispielen die Unglaubwürdigkeit solcher Berufungen nachzuweisen. De draa de aeie de cdlors Ovrez a bestes et a flors Furent vestu et affuble...

Bibliographic information