Grundlinien zur Encyklopädie der philologie

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E. Anton, 1832 - Classical philology - 420 pages
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Popular passages

Page 56 - Das Innere, Eigentliche einer Schrift, die uns besonders zusagt, zu erforschen, sei daher eines jeden Sache und dabei vor allen Dingen zu erwägen, wie sie sich zu unserm eignen Innern verhalte und inwiefern durch jene Lebenskraft die unsrige erregt und befruchtet werde...
Page 47 - Niemand gehört als sittlicher Mensch der "Welt an. Diese schönen allgemeinen Forderungen mache jeder an sich selbst, was daran fehlt berichtige er mit Gott und seinem Herzen , und von dem was an ihm wahr und gut ist überzeuge er seine Nächsten.
Page 47 - Niemand gehört als sittlicher Mensch der Welt an. Diese schönen allgemeinen Forderungen mache jeder an sich selbst; was daran fehlt, berichtige er mit Gott und seinem Herzen, und von dem, was an ihm wahr und gut ist, überzeuge er seine Nächsten. Hingegen als das, wozu ihn die Natur besonders gebildet, als Mann von Kraft, Tätigkeit, Geist und Talent gehört er der Welt.
Page 29 - Menschen vorzüglich begünstigt zu sein scheinen. Denn indem sie sich nur mit dem Besten, was die Welt hervorgebracht hat, beschäftigen und das Geringe, ja das Schlechtere nur im Bezug auf jenes Vortreffliche betrachten, so erlangen ihre Kenntnisse eine solche Fülle, ihre Urteile eine solche Sicherheit, ihr Geschmack eine solche Konsistenz, daß sie innerhalb ihres eigenen Kreises bis zur Verwunderung, ja bis zum Erstaunen ausgebildet erscheinen.
Page 347 - Die Gelehrsamkeit soll in Abhandlungen über die Kunst der geringste Theil sein, wie denn dieselbe, wo sie nichts wesentliches lehret, vor nichts zu achten ist.« »Auch in diesem Studio wird man sich nicht in Kleinigkeiten verlieren, wenn die Alterthümer betrachtet werden als Werke von Menschen gemacht, die höher und männlicher dachten als wir und diese Einsicht kann uns bei Untersuchung dieser Werke über uns erheben.
Page 184 - Mitteilung ausbilden, büßen gewöhnlich so viel von ihrer Individualität ein, und verlieren also sehr oft von jener sinnlichen Qualität zum Auffassen der Erscheinungen. Überhaupt ist mir das Verhältnis der allgemeinen Begriffe und der auf diesen erbauten Sprache zu den Sachen und Fällen und...
Page 29 - ... vorschweben, eine Bemerkung hier wohl am rechten Platze, die wir auf unserm Lebenswege machen können, daß kein Gelehrter ungestraft jene große philosophische Bewegung, die durch Kant begonnen, von sich abgewiesen, sich ihr widersetzt, sie verachtet habe, außer etwa die echten Altertumsforscher, welche durch die Eigenheit ihres Studiums vor allen ändern Menschen vorzüglich begünstigt zu sein scheinen.
Page 25 - Ziel kein anderes als die Kenntniß der alterthümlichen Menschheit selbst, welche Kenntniß aus der durch das Studium der alten Ueberreste bedingten Beobachtung einer organisch entwickelten bedeutungsvollen Nationalbildung hervorgeht.
Page 244 - Redetheile inniger zu stätigen und harmonischen Massen. Der Zwang des Bedürfnisses verschwand, freie Schönheit trat als ein höchstes Gesetz an die Stelle vieler andern, und man konnte von der griechischen Dichtersprache beinahe sagen wie von dem goldnen Zeitalter: Erlaubt ist, was gefällt.
Page 29 - Natur bekümmert. Für unser Studium geben unter den alten Nationen schon die Römer eben keinen erwünschten Stoff, wie sie denn gleich ursprünglich manchen jener einseitigen Richtungen folgten, die sich in den letzten Jahrhunderten den schätzbarsten Völkern aufgedrängt haben.

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