Zur Geschichte der Musik und des Theaters am Hofe zu Dresden, Volume 1

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R. Kuntze, 1861 - Music - 384 pages
 

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Popular passages

Page 307 - Lauter schwülstige und mit Harlekins-Lustbarkeiten untermengte Haupt- und Staats-Aktionen, lauter unnatürliche Romanstreiche und Liebesverwirrungen, lauter pöbelhafte Fratzen und Zoten waren dasjenige, so man daselbst zu sehen bekam.
Page 352 - Operisten (Locatelli) hierher beruffen, sondern wollen auch hauptsächlich durch Ihre gnädige Unterstützung Denen Deutschen Gelegenheit geben, ihre Geschicklichkeit auf der Schaubühne zu zeigen und zu verbessern. Sie wissen, mein Herr, wie sehr leider der Geschmack unserer deutschen...
Page 98 - Wie dieses Drama aus dem Italienischen mehrentheils genommen, also ist es gleichfalls auf selbige Art, und heutigem Gebrauche sich zu bequemen, wiewol auch von der Hand weg, geschrieben worden.
Page 307 - Stücke, so man aufführte, war der Streit zwischen Ehre und Liebe oder Roderich und Chimene, aber nur in ungebundener Rede übersetzt. Dieses gefiel mir nun, wie leicht zu erachten ist, vor allen andern und zeigte mir den großen Unterschied zwischen einem ordentlichen Schauspiele und einer regellosen Vorstellung der seltsamsten Verwirrungen auf eine sehr empfindliche Weise.
Page 182 - Principes de morale chretienne" , welche letztere sie selbst ihrem Sohne, dem Prinzen Anton, in die Feder diktirte, die Ergüsse einer wahrhaft frommen Seele und zärtlich liebenden Mutter, so finden wir in ihren zahlreichen italienischen Dichtungen die Reinheit, Klarheit, Zierlichkeit und Anmuth der Sprache, insbesondere den "Wohllaut, die Leichtigkeit und den Rhythmus der Arien, Canzonetten und Lieder, Vorzüge, welche Metastasio in so hohem Grade besaCs. Immerhin erscheint uns diese dichterische...
Page 209 - Słe ist unstreitig die erste welche die gedachten aus vielen Noten auf einem Tone bestehenden Passagien im Singen, und zwar mit dem besten Erfolge angebracht hat" (Herm Johann Joachim Quantzens Lebenslauf..., s.
Page 307 - Ehre und Liebe, oder Roderich und Chimene; aber nur in ungebundener Rede übersetzt. Dieses gefiel mir nun, wie leicht zu erachten ist, vor allen ändern, und zeigte mir den grossen Unterscheid zwischen einem ordentlichen Schauspiele, und einer regellosen Vorstellung der seltsamsten Verwirrungen, auf eine sehr empfindliche Weise.
Page 122 - Ausführung sehr applaudirt worden war, wurde der neben ihm stehende Bach aufgefordert, den Flügel zu versuchen. Er genügte der Aufforderung, präludirte kurz, doch mit Meistergriffen; und ehe man es sich versah, so wiederholte er das von Marchand gespielte Liedchen und veränderte es mit neuer Kunst auf eine noch nicht gehörte Art ein Dutzend Mal. Marchand, der bisher allen Organisten Trotz geboten hatte...
Page 182 - Mingotti und Mara! Einzig erscheint diese Fürstin in ihrem nie ruhenden Interesse und Eifer für alle künstlerischen Bestrebungen. Erklärlich erscheint es bei den damaligen Ansichten und Neigungen der höheren Stände, wenn wir von Maria Antonia nur Dichtungen in französischer und italienischer Sprache besitzen. Sehen wir in ihren „Sentiments ffune äme penitente sitr le psaumc miserere...
Page 323 - Wir dulden keine Person, weder männlichen noch weiblichen Geschlechts, die sich nicht wohl aufführet, ihre Kunst verstehet oder erlernen will.

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