Preussisches Wörterbuch: Bd. L-Z. Nachträge und Berichtigungen

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T.C.F. Enslin (A. Enslin), 1883 - German language - 555 pages
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Popular passages

Page 93 - Wurzel des litt. neriü, nerti, tauchen, untertauchen, isz-nerti, issi-netti, hervortauchen; darnach wäre neria, nergia soviel als das abwechselnd Auf- und Niedertauchende, das veränderliche Land, welches wie ein Schwimmer bald über dem Wasser sichtbar, bald unter demselben verschwunden ist; gegenwärtig freilich bietet die Nehrung diese wechselnde Erscheinung nicht mehr dar, wohl aber hat sie dieselbe geboten zur Zeit ihrer Bildung, welche bekanntlich der historischen Zeit angehört. Sehr ausführlich...
Page 116 - Amtsdiener, Kämmerer auf den ehemaligen Amtshöfen, der im Amtsbezirke die niedere Polizei ausübte, die mündlichen und schriftlichen herrschaftlichen Befehle auf den Dörfern bekannt machte, usw Ausführlicheres s.
Page 58 - Pfeifer. (Vgl. Tierrätsel 30.) Nach der Ähnlichkeit heisst Maus eine Geschwulst an der Seite tragender Kühe, die sich schnell hin und her bewegt. Kommt die Maus bis an den Hals, so muss die Kuh sterben. Mittel: Man durchsteche die Maus mit einem Pfriem. Man ziehe dem kranken Stück Vieh schnell die Zunge aus dem Halse und beisse die Spitze ab.
Page 188 - Traube oder ein steifes Leder befestigt ist, welche, oft noch mit einer Anzahl großer an Schnüren sitzender Holzkugeln oder eiserner Ringe ausgestattet, bei ihren Bewegungen ein rasselndes Geräusch verursacht.
Page 24 - Lichtmess (2. Febr.) singt, so lange muss sie nach Lichtmess schweigen. (Samland.) Wenn die Lerche vor Petri Stuhlfeier (22. Febr.), dem eigentlichen Tage ihres Eintreffens, singt, so muss sie nach diesem Tage unter dem Schlitten singen — der „Gesang" des unter dem Schlitten pfeifend knirschenden Schnees soll damit angedeutet werden — und zwar für jeden Tag vorher eine Woche. (Dönhoffstädt.) Wenn die Lerche da ist und singt, dann will die Arbeit in der Stube nicht mehr behagen und gelingen...
Page 330 - Einen und dem Ändern. Berlin 1882. S. 334.) Im Wirbelwinde fährt nach dem Volksglauben der Teufel und bringt allerlei Krankheiten mit. Wird man von einem Wirbelwinde überrascht, so darf man nur ausrufen: Pfui, pfui, Schweinsdreck!. und jede Gefahr wird abgewendet. (Dubeningken. Sprichw.
Page 233 - Sack unter die Treppe oder an die Leiter, die zur Lucht (Boden) führt und weist ihn an, den Sack aufzuhalten und gut aufzupassen, damit er den Rosemock, der da oben sich versteckt habe und mit Knütteln heruntergejagt werden solle, gewifz fange.
Page 403 - Wer ouch stylt eynem ledigen knechte, der an wip ist, us syner tobolizcn, daz ist syne tasche, adir ab her nicht tobolizen hat, wer im stylt us synem bütel, daz her dor inne hat, her buszet oueh XII.
Page 453 - ... woren hübsche tuchir vorgezogen ein schrit aber 3 von der eichen wol 7 elen hoch, do mocht niemandt eingehen ag der kirwaito und die obirsten waidolotten, sonder so imandes quam, sie die tuchir wegk zogen. Und die eiche war (wol cod.
Page 74 - Moorerde, die ausgegraben, in Häufchen ausgebrannt und mit zum Düngen der Felder und Wiesen benutzt wird. Es könnte aber auch, jedoch weniger wahrscheinlich, „Moos...

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