Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig: Bd. König Philipp von Schwaben, 1197-1208

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Duncker & Humblot, 1873 - Germany
Betrifft die Handschrift Cod. 322 der Burgerbibliothek Bern (Bd. 1, Nr. 23: f. 126rb; Nr. 24b: f. 85vb-86ra; Nr. 25: f. 121r).
 

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Page 28 - Besitzungen, viele starte und uneinnehmbare Burgen, so viele Dienstmannen, daß ich deren Zahl niemals genau angeben konnte, und Städte und Dörfer mit überaus reichen Insassen. Ich besaß einen großen Schatz an Gold und Silber und kostbaren Steinen und auch das heilige Kreuz, die Lanze, die Krone, die Gewänder und alle Insignien des Kaisertums. Niemand tonnte zum Könige erwählt werden, der nicht mehr meiner Unterstützung als ich seines Wohlwollens bedurft hätte i)".
Page 223 - Wo habt ihr Päpste je gelesen — schrieben die Anhänger Philipps — wann habt ihr Kardinäle je gehört, daß eure Vorgänger oder ihre Boten in die Wahlen der römischen Kirche eingegriffen, die Rolle der Wähler gespielt oder als Richter über die Wahl die Stimmen der Wähler gewogen haben? Wir glauben, ihr werdet darauf keine Antwort finden. Gehen bei der Wahl eines römischen Königs die Wahlen auseinander, so giebt es doch keinen höheren Richter, dessen Spruch den Zwiespalt beseitigen könnte,...
Page 28 - Schatz an Gold und Silber und kostbaren Steinen, und auch das heilige Kreuz, die Lanze, die Krone, die Gewänder und alle Insignien des Kaisertums. Niemand konnte zum König erwählt werden, der nicht mehr meiner Unterstützung als ich seines Wohlwollens bedurft hätte 139 ". Die unverhüllte Habgier auf der einen Seite, das eitle Prunken auf der andern, Zeichen gleicher Barbarei.
Page 4 - Die Schwierigkeit, aber auch der Reiz der Forschung in mittelalterlicher Geschichte liegt nicht zum geringsten darin, daß die Ueberlieferung von den persönlichen Stimmungen der Handelnden so gut wie gänzlich schweigt und dem Forscher überläßt, an der Hand der an sich starren Tatsachen rückwärts den Uebertegungen nachzuspüren, aus welchen allein das Handeln selbst geflossen sein kann.
Page 428 - Philipp sich das Spiel: da stürzte der Mörder mit dem Rufe: <Jetzt soll es auch kein Spiel sein!> auf den ruhenden König zu; das Schwert fährt nieder; mit durchschnittenem Halse taumelt der König noch einige Schritte vorwärts und stürzt dann leblos zu Boden.
Page 279 - Daß ein solches Verfahren ein unredliches war und den deutschen Clerus entwürdigen mußte, wird Niemand leicht bestreiten; aber man wird sich ebensowenig der Erkenntniß verschließen dürfen, daß Innocenz selbst den Bischöfen, von welchen er das förmliche Versprechen der Untreue gegen das Reich und ihren König verlangte, die Versuchung nahe legte, auch ihn wieder zu betrügen.
Page 66 - in der Mitte zwischen Gott und den Menschen: zwar unter Gott, aber über den Menschen; weniger als Gott, doch mehr als ein Mensch"").
Page 135 - ... gegenüber denselben Anschein erweckt hatte, wie dem Papste, seinem Legaten und Otto gegenüber? Wir glauben daher, nicht zu weit zu gehen, wenn wir in der Klausel den Willen Johanns sehen, keinen definitiven Bruch mit Otto herbeizuführen, dem augenblickliche Hülfe wenig nützen konnte. Dass man in England „das Schmachvolle einer solchen Unterwerfung unter das Machtgebot Frankreichs und der Preisgebung des doch hauptsächlich im englischen Interesse nach Deutschland geschickten Otto IV. wohl...
Page 187 - König aus, erteilte den Segen und sprach endlich mit verlöschten Kerzen den Bann über alle aus, die sich ihm ferner widersetzen möchten
Page 193 - ... bloß Böhmer V) nr. 27. Winkelmann, Philipp von Schwaben s. 175. 2) Winkelmann, Philipp s. 149. 3) Böhmer V nr. 35—38. 4) Böhmer V nr. 41 und 43. 5) Böhmer V nr. 45 a. Winkelmann, Philipp s. 173. 6) Annal. S. Stephani Fris. MG. SS. XIII 55. partei zu richtern hätte machen sollen. Aber die drei bischöfe „nahmen die miene an, als ob sie an die echtheit der vollmachten glaubten", und luden Siegfried und Lupold vor. Voller empörung sandte Siegfried das Vorladungsschreiben an den papst...

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