Neubau des Deutschen Reiches

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Beck, 1924 - Germany - 104 pages
 

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Popular passages

Page 18 - Die Kunst des Regierens ist nicht das erste, sondern das einzige Problem der großen Politik. Alles andere folgt aus ihr. Diese Kunst hat die Weltgeschichte gemacht. Sie hat winzige Völker auf die Höhe der Entscheidungen gehoben und große vernichtet.
Page 1 - Sind wir endlich dort, wohin uns unser Volkscharakter verweist? Prahlerisch im Glück, würdelos im Unglück...
Page 7 - In Weimar betranken sich die bekanntesten Helden dieses Possenspiels an dem Tage, wo in Versailles unterzeichnet wurde, und es geschah nicht viel später, daß mit großen Ämtern ausgestattete Führer des Proletariats sich in einer Berliner Schiebervilla mit Nachttänzerinnen betranken, während Arbeiterdeputationen vor der Tür warteten.
Page 8 - Republik, keine Staatsform, sondern eine Firma. In ihren Satzungen ist nicht vom Volk die Rede, sondern von Parteien, nicht von Macht, von Ehre und Größe, sondern von Parteien, keine Rechte, sondern Parteien, kein Ziel, keine Zukunft mehr, sondern Interessen von Parteien. So ist der deutsche Parlamentarismus. Seit fünf Jahren keine Tat, kein Entschluß, kein Gedanke, nicht einmal eine Haltung."1...
Page 15 - Sie haben die gleiche leicht entzündliche Begeisterung, den gleichen Tatendrang, dieselbe Ehrlichkeit und dieselbe Beschränktheit. Weder die einen noch die andern ahnten etwas von der Schwere staatsmännischer Aufgaben in einem durch und durch verwüsteten Lande; sie sahen auf kühle Erwägungen verächtlich herab und sie hatten wenig Lust, sich ernsthaft um prosaische Einzelheiten der Währung, der Arbeitslage, der Verwaltung, der Finanzen und auswärtigen Beziehungen zu kümmern. Es war genug,...
Page 5 - Deutschland soll — das ist unser fester Wille als Sozialisten — seine Kriegsflagge für immer streichen, ohne sie das letzte Mal siegreich heimgebracht zu haben.
Page 25 - Die Deutschen sind ein monarchisches Volk, durch ihren altgermanischen Zug der Gefolgstreue und Unterordnung unter den innerlich anerkannten Führer.
Page 7 - Aus der Angst um den Beuteanteil entstand auf den großherzoglichen Samtsesseln und in den Kneipen von Weimar die deutsche Republik, keine Staatsform, sondern eine Firma. In ihren Satzungen ist nicht vom Volk die Rede, sondern von Parteien, nicht von Macht, von Ehre und Größe, sondern von Parteien, keine Rechte, sondern Parteien, kein Ziel, keine Zukunft mehr, sondern Interessen von Parteien.
Page 15 - Dies und die kindlichen wirtschaftlichen Ansichten und Utopien sind so verzweifelt deutsch im übelsten Sinne, so michelhaft und provinzial, und schneiden die völkische Bewegung und damit die in ihr ruhende gewaltige Stoßkraft so vollkommen von allem ab, was durch Begabung, Erfahrung, Macht und Beziehungen politisch und wirtschaftlich ernst zu nehmen ist, daß...
Page 6 - Millionen Leichen umsonst gefallener Helden, über dem in Elend und Seelenqual vergehenden Volke wird nun in Weimar mit lächelndem Behagen die Diktatur des Parteiklüngels aufgerichtet, derselben Gemeinschaft beschränktester und schmutzigster Interessen, welche seit 1917 unsere Stellung untergraben und jede Art von Verrat begangen hatte...

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