Bewusstseinsvorgang und Gehirnprozess: Eine Studie über die energetischen Korrelate der Eigenschaften der Empfindungen

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Springer Berlin Heidelberg, 1920 - Social Science - 219 pages
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Wir gehen aus von der Tatsache, daB eine feste Be ziehung besteht zwischen unseren BewuBtseinszustanden und bestimmten Zustanden unseres Korpers, insbesondere unseres Nervensystems mit seinen Sinnesapparaten, wobei dem Gehirn, vor allem dem GroBhirn, eine fiihrende Rolle zuzuerkennen ist. Letztere Zustande lassen sich mit physi kalischen und chemischen Methoden untersuchen, und ob wohl wir da noch weit von einem vollstandigen oder auCh nur annahernden EinbHck entfemt sind, ist doch soviel sicher, daB die Gehimprozesse physikalisch-chemische Vor gange sind und als so1che den Energiegesetzen unterliegen. Zwischen diesen Vorgangen, deren Erforschung in das Arbeitsgebiet der Physiologie fant, und unseren BewuBt seinsvorgangen, bestehen, wie die Erfahrung lehrt, streng gesetzmaBige Beziehungen. Die Reizung der Netzhaut durch strahlende Energie von bestimmter Wellenlange und Amplitude bewirkt einen zum Tei! schon jetzt durch physi kalische Methoden nachweisbaren Erregungsvorgang in der Netzhallt und dem Sehnerven, der sich durch verschiedene Gehimteile (auBere Kniehocker und Sehhugel, obere Vier hugel) bis in die GroBhirnrinde fortsetzt. und diesem Er regungszustand entspricht bei vollig unversehrter Him rinde regelmaBig ein bestimmter BewuBtseinszustand, und zwar eine Lichtempfindung, deren Farbe von der Wellen lange, deren Starke von der Amplitude der a]s Reiz wirken den . Atherschwingungen abhangig ist. 1st die Leitung der':' artig unterbrochen, daB die Erregung sich nicht bis in die 4* - 4 - GroBhirnrinde fortsetzen kann, oder ist die letztere in hin reichend ausgedehnter \Veise im Bereich der "Sehrinde" und tiber diesen Bereich hinaus zerstort, so tritt der ent sprechende BewuBtseinszustand, die betreffende Gesichts empfindung nicht ein.

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absolute Differenz Aufmerksamkeit Auge ausgelösten äußeren Reiz Bedeutung Bedingungen beiden Beobachtung besonders bestimmten betreffenden Betzschen Riesenzellen Bewußtsein Bewußtseinsinhalts Bewußtseinsvorgang bezeichnen Beziehung binokular dungen Dunkelheit durchaus ebenmerklichen Eigenschaften Eindruck elementarer Sinnesorgane Empfindungsfeld energetische Korrelat Energie Engramme engraphischen Empfänglichkeit entsprechen Entwicklung Erregungen Erregungsintensität ersten Fällen Fechner findung Fläche Frage ganze Gefühlston Gehirn Gehirnprozeß Gesichtsempfindungen Gesichtsfeld gewissen gleich größere Großhirn Großhirnrinde Grund hell Helligkeit Hering Hirnrinde homophonen infantile Amnesie Intensität Jahren Kapitel Keimdrüsen keit konnte Körper läßt Lautheit leicht lich Lichtempfindung Lokalzeichen Maße Menschen Merkfähigkeit merksamkeit Mneme mnemischen Empfindungen möglich Nerven Nervenzellen nervösen Netzhaut Nissls Obertöne Ontogenese Organe Originalempfindung physiologischen Qualität reizbarer Substanz Reizintensität Reizung relative Differenz Richard Semon Schichten Schluß Sehding sehen Sehfeld Semon Sinne Sinnesapparate Sinnesgebieten Sinnesorgane spezifische spezifische Energie stark Teil topogenen Eigennoten unsere Untersuchungen Verdunkelung verfügbare Substanz Vergleich verschiedenen Versuche Versuchspersonen viel Vividität Vividitätssteigerung Weise weitere weniger Wettstreit wieder wissenschaftlichen wohl Zellen Zentralnervensystem Zunahme Zustand zwei zweiäugig

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