Westslawischer Märchenschatz: ein charakter-Bild der Böhmen, Mährer und Slowaken in ihren Märchen, Sagen, Geschichten, Volksgesängen un Sprüchwörtern ; mit Musikbeilagen

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C. B. Lorck, 1857 - Czech literature - 320 pages
 

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Popular passages

Page 202 - Welcher böse Geist hat das gesponnen ! Und in demselben Augenblicke war das Garn von der Spindel geschwunden. Als das Mädchen heimkam, und von der Mutter hörte, was geschehen sei, gestand es ihr Alles und begann von der schönen Frau zu erzählen. Das war eine Waldfrau, rief die Mutter entsetzt.
Page 213 - Ja doch, schon besann ich mich und vergessen hub' ich dich.« Koulelo se, koulelo cervené jablicko : komu ty se dostanes, má zlatá holcicko? Komu ty se dostaneä, ätesti tobe preju, väak ja odsud pry£ musim, zejtra odsud jedu. Es kugelte, es kugelte ein rothes Aepfelein — ach wer erhält, ach wer erhält dich, goldnes Mädchen mein? Und wer dich auch erhalten mag, stets sei das Glück mit dir! Ich aber, ach ! muss von hier fort, muss morgen schon von hier.
Page 194 - Hier ein Fuß, da ein Fuß, bei welchem fangt Ihr mich früher !" Die Hunde bellten wie besessen. Die Knechte verdroß es bereits, daß er ihnen keine Ruhe lasse, und Einer stand auf, nahm ein Bündel Heu, und schleuderte den lieben Schotet mit dem Bündel von der Leiter hinab.
Page 220 - Wasser frisch; Mag dennoch nicht Deine, mag dennoch nicht dein, Nicht eine Stunde sein." Ich hab wohl ein Netzchen, das fischt gar gut, Ich fang...
Page 220 - So werd' ich ein Häschen voll Schnelligkeit Und laus in die Felder, die Felder breit. Mag doch nicht die Deine, mag dennoch nicht Dein, Nicht eine Stunde sein.
Page 220 - Mein wirst Du, o Liebchen! (Mährisch.) Fürwahr, mein Liebchen, ich will nun frei'n, Ich führ' als Weibchen Dich bei mir ein. Mein wirst Du, o Liebchen, fürwahr Du wirst mein, Und wolltest Du's auch nicht sein. „So werd' ich ein Täubchen von weißer Gestalt, Ich will schon entfliehen, ich flieg' in den Wald. Nag doch nicht die Deine, mag dennoch nicht Dein, Nicht eine Stunde sein.
Page 21 - Bruder März, setz' Dich obenan !" Der Monat März setzte sich obenan und schwang den Stab über dem Feuer. In dem Augenblicke loderte das Feuer höher, der Schnee begann zu thauen. Bäume trieben Knospen, unter den Buchen grünte Gras, in dem Grase keimten bunte Blumen und es war Frühling. Unter Gesträuch verborgen blühten Veilchen, und eh' sich Marufchka dessen versah, gab es ihrer so viele, als ob wer ein blaues Tuch ausgebreitet hätte.
Page 278 - Sternchen mit dem trüben Schein, Könntest du doch weinen! Hättest du ein Herzelein, O du goldnes Sternchen mein. Möchtest Funken weinen. Weintest mit mir, weintest laut Nächte durch voll Leiden, Daß sie mich vom Liebsten traut. Um das Gold der reichen Vraut Mich vom Liebsten scheiden. Guckgu. Da ich von der Liebsten ging, Läutete man zum Gebete, Und der Guckguck rief dazu Von der Eiche: „Guckgu, guckgu!
Page 21 - Bitte schön, Ihr Hirten, sagt mir, wo ich deren sinde!" Da erhob sich der Eismonat, schritt zu dem jüngsten Monat, gab ihm den Stab in die Hand, und sprach : „Bruder März, setz' Dich obenan !" Der Monat März setzte sich obenan und schwang den Stab über dem Feuer. In dem Augenblicke loderte das Feuer höher, der Schnee begann zu thauen. Bäume trieben Knospen, unter den Buchen grünte Gras, in dem Grase keimten bunte Blumen und es war Frühling. Unter Gesträuch verborgen blühten Veilchen,...
Page 234 - Ei, schmollte mein Vater nicht wach und im Schlaf, So sagt' ich ihm, wen ich im Gärtelein traf. Und schmolle nur, Vater, und schmolle nur fort, Ich traf den Geliebten im Gärtelein dort. Ei, zankte mein Vater nicht wieder sich ab. So sagt' ich ihm, was der Geliebte mir gab. Und zanke nur, Vater, mein Väterchen Du, Er gab mir ein Küßchen und eines dazu. Ei. klänge dem Vater nicht staunend das Ohr, So sagt

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