Völkerkunde

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Duncker & Humblot, 1874 - 570 pages
 

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Popular passages

Page 325 - Der Einfluß der physischen Welt auf die moralische, das gcheimnißvolle Ineinanderwirken des Sinnlichen und Außersinnlichen giebt dem Naturstudium, wenn man es zu höheren Gesichtspunkten erhebt, einen eigenen, noch zu wenig erkannten Reiz.
Page 250 - Sed et levioribus delictis pro modo poena ; equorum pecorumque numero convicti multantur. Pars multae regi vel civitati, pars ipsi qui vindicatur vel propinquis ejus exsolvitur.
Page 325 - Thiere, den Gebirgsthälern, die den Dichter umgaben, und der Luft, die ihn umwehte. Wer fühlt sich nicht, um selbst nur an nahe Gegenstände zu erinnern, anders gestimmt in dem dunkeln Schatten der Buchen ; auf Hügeln, die mit einzeln stehenden Tannen bekränzt sind; oder auf der Grasflur, wo der Wind in dem zitternden Laube der Birke säuselt?
Page 447 - Völkerfluth eine Mauer zu ziehen, und sie erstarken während der Bewältigung, oder es gilt, wenn sie aus Schwäche unterliegen, die Regel, dass der Verdrängende rüstiger gewesen sein müsse, als der Verdrängte. Stürzt selbst eine edle Cultur in Trümmer, werden ihre Herrlichkeiten vom Erdreich bedeckt, und geht zuletzt der Pflug über das verschüttete Mosaikgetäfel, eins hatte jedenfalls der siegreiche Barbar vor dem bedrängten Römer voraus, nämlich seine Jugend und die Anwartschaft auf...
Page 121 - Anzahl von Wurzelgruppen, denen allein der Gebrauch ihren unabänderlichen Sinn verliehen hat und 'erschwert dadurch unnöthig den Erwerb der Sprache selbst.
Page 325 - Urvölker verdankten größtentheils ihren eigenthümlichen Charakter der Gestalt der Pflanzen und Thiere, den Gebirgsthälern, die den Dichter umgaben, und der Luft, die ihn umwehte.
Page 400 - An den Chinesen haben wir eine ungezählte Menge von Erfindungen bewundert, und von ihnen uns angeeignet, aber wir verdanken ihnen nicht eine einzige Theorie, nicht einen einzigen tieferen Blick in den Zusammenhang und die nächsten Ursachen der Erscheinungen.
Page 324 - Menschheit großenteils von klimatischen Verhältnissen ab. Wie mächtig hat der griechische Himmel auf seine Bewohner gewirkt! Wie sind nicht in dem schönen und glücklichen Erdstriche zwischen...
Page 144 - Würde sich etwa ein gewaltiger Denker der Vorzeit von der Vermutung haben leiten lassen: durch Reibung werde Wärme erzeugt, sollte nicht auch das Feuer durch die höchste Steigerung der Reibungswärme gewonnen werden können? — so hätte in ihm die Wahrheit gedämmert, dass die leuchtende Wärme sich durch nichts als ihre Quantität und ihre Wirkung auf die Sehnerven von der dunklen Wärme unterscheide, und sein darauf begründeter Entzündungsversuch durch Reibung wäre ein Ja in der Natur auf...
Page 352 - S. 67. sondern sogar vier Casusendungen mehr als die lateinische, und ausser Einheit und Mehrheit noch einen Dual. Das Verbum, an Zeiten so reich wie das lateinische, hat ebenfalls Endungen für den Dual, ja drei Geschlechtsformen für die dritte Person, sonst aber ausser den Activ- und Passiv-, noch Reflexiv-, Reciprocal-, Determinativ- und Continuativformen 1). Was die Gabe der Sprachbildung betrifft, so müssen also vor dem erfinderischen Australier selbst die hochgesitteten Polynesier, ja noch...

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