Archiv für Litteraturgeschichte

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Richard Gosche, Franz Schnorr von Carolsfeld
B.G. Teubner., 1881 - German literature
Originally devoted to the history of literature in general. Beginning with v. 3 the history of German literature is the principal subject treated.
 

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Popular passages

Page 303 - Ich komme jung von Schulen, in der gewißen Überzeugung, daß mein ganzes Glück in den Büchern bestehe. Ich komme nach Leipzig, an einen Ort, wo man die ganze Welt in kleinen sehen kan. Ich lebte die ersten Monate so eingezogen, als ich in Meisen nicht gelebt hatte. Stets bey den Büchern, nur mit mir selbst
Page 246 - and it shall be written in eight and six. Worauf Bottom (Zettel) erwidert: No, make it two more, let it be written in eight and eight.
Page 587 - Nicht allen hat er gelebt! Aber eine Zeit wird kommen, da wird er allen geboren, und alle werden ihn beweinen. Er aber steht geduldig an der Pforte des zwanzigsten Jahrhunderts und wartet lächelnd, bis sein schleichend Volk ihm nachkomme.
Page 586 - nun unersetzlich geworden. Jedem Lande ward für jedes trübe Entbehren irgend eine freundliche Vergütung. Der Norden ohne Herz hat seine eiserne Kraft; der kränkelnde Süden seine goldene Sonne; das finstere Spanien seinen Glauben; die darbenden Franzosen erquickt der spendende Witz, und Englands Nebel verklärt die Freiheit. Wir hatten Jean Paul.
Page 196 - Röslein auf der Heiden. 15 Und der wilde Knabe brach 's Röslein auf der Heiden; Röslein wehrte sich und stach, Half ihr (ihm) doch kein Weh und Ach,
Page 586 - freudig willkommen, von dem trauernde Väter einst weinend geschieden. Und eine Krone ist gefallen von dem Haupte eines Königs; und ein Schwert ist gebrochen in der Hand eines Feldherrn; und ein hoher Priester ist gestorben.
Page 138 - sie zwischen den bessern Momenten Lücken haben und sie auf heterogene oder mechanische Beschäftigungen verfallen, war ihm immer fremd. Es ging, in buchstäblichem Verstande, kein Moment für seine geistige Thätigkeit verloren. Auch hat dies natürlich ihn früher aufreiben müssen. Auf diese Weise wird Schiller mir immer die merkwürdigste Erscheinung im Leben bleiben.
Page 143 - In frischem Duft, in ew'gem Lenze, Wenn Zeiten und Geschlechter fliehn, Sieht man des Ruhms verdiente Kränze Im Lied des Sängers unvergänglich blühn. An Tugenden der Vorgeschlechter Entzündet er die Folgezeit, Er sitzt, ein unbestochner Wächter, Im Vorhof der Unsterblichkeit. Der Kronen schönste reicht der Richter Der Thaten — durch die Hand der Dichter.
Page 391 - Unsere Einbildungskraft, durch ihre Natur gedrungen sich zu erheben, durch die phantastischen Bilder der Dichtkunst genährt, bildet sich eine Reihe Wesen hinauf, wo wir das unterste sind, und alles ausser uns herrlicher erscheint,
Page 211 - zu haben, ihm den Genuss aller! In jedem Traume führe der blutige Bräutigam ihm die Braut vor das Bette; und wenn er dennoch den wollüstigen Arm nach ihr ausstreckt, so höre er plötzlich das Hohngelächter der Hölle und erwache!

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