Die Religion und die Philosophie in ihrer weltgeschichtlichen Entwickelung und Stellung zu einander nach den Urkunden

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F. Hirt, 1852 - Philosophy - 235 pages
 

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Page 78 - Nur durch das Morgenthor des Schönen „Drangst du in der Erkenntniss Land. „An höhern Glanz sich zu gewöhnen, „Uebt sich am Reize der Verstand. „Was bei dem Saitenklang der Musen „Mit süssem Beben dich durchdrang, „Erzog die Kraft in deinem Busen, „Die sich dereinst zum Weltgeist schwang.
Page 41 - Es ist die reine Unbestimmtheit und Leere; es ist nichts in ihm anzuschauen, wenn von Anschauen hier gesprochen werden kann, oder es ist nur dies reine leere Anschauen selbst; es ist ebensowenig etwas in ihm zu denken, oder es ist eben nur dies leere Denken
Page 78 - Angesicht, in hehrer Majestät, „Nur angeschaut von reineren Dämonen, „Verzehrend über Sternen geht, „Geflohn auf ihrem Sonnenthrone, „Die furchtbar herrliche Urania, „Mit abgelegter Feuerkrone „Steht sie — als Schönheit vor uns da. „Der Anmuth Gürtel umgewunden, „Wird sie zum Kind, dass Kinder sie verstehn." \ Und er fügt die bedeutungsvollen Worte hinzu: „Was wir als Schönheit hier empfunden, „Wird einst als Wahrheit uns entgegengehn.
Page 119 - Was ihr gethan habt Einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir gethan," und „Was ihr nicht gethan habtEinem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht gethan 1 )." Dergestalt ist die Liebe die wahre Seele des Christlichen Lebens, und
Page 117 - geistigen Wiedergeburt, in welcher eben der uns inwohnende göttliche Geist, der reine Gottmensch und wahrhafte Sohn Gottes, lebendig in uns auferstehet, oder Christus in uns geboren wird. So lehret Christus selber bei Johannes, indem er die bereits angeführten Worte redet zu Nikodemus: „Es sei denn, dass Jemand von Neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen
Page 79 - Es ist in dir, du bringst es ewig hervor." Demnach ist denn auch der Künstler, insofern er die Idee seines Werkes aus sich hervorbringt, ein wirklicher Schöpfer recht aus der Tiefe des Menschengeistes; die Gestalt aber und
Page 109 - aus Begierde des Fleisches, noch aus Begierde eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind 5 )." Und so redet Christus selber zu Nikodemus: „Wahrlich, wahrlich sage ich dir: Es sei denn/ dass Jemand von Neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen;" „es sei denn, dass Jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er in das Reich Gottes nicht kommen.
Page 123 - bildet in einem Volksleben die Nöthigung zur Philosophie. Also besteht die grundwesentliche Verschiedenheit der Religion und der Philosophie nur in der Form, wie Hegel richtig lehrt: „Der Gehalt ist derselbe, aber wie Homer von einigen Sternen sagt, dass sie zwei Namen haben, den einen in der Sprache der Götter, den ändern in
Page 117 - bin die Auferstehung und das Leben" 2 ). Und demgemäss schreibt auch Johann Angelus kühn und treffend: „Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren, „Und nicht in dir: du bleibst noch ewiglich verloren
Page 69 - der Frevler, und dass Frevler sind, denen widerfährt gleich dem Thun der Gerechten. Ich sprach: Auch das ist eitel! Und so lobte ich die Freude, weil Nichts gut ist für den Menschen unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und fröhlich zu sein').

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