Mythologie der Griechen, Römer und nordischen Völker, mit Bezugstellen aus deutschen Dichtern, Part 1

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H. L. Brönner, 1850
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Page 182 - Du rings mich anglühst, Frühling, Geliebter! Mit tausendfacher Liebeswonne Sich an mein Herz drängt Deiner ewigen Wärme Heilig Gefühl, Unendliche Schöne! Daß ich dich fassen möcht' In diesen Arm! Ach an deinem Busen Lieg' ich, schmachte, Und deine Blumen, dein Gras Drängen sich an mein Herz. Du kühlst den brennenden Durst meines Busens, Lieblicher Morgenwind! Ruft drein die Nachtigall Liebend nach mir aus dem Nebeltal. Ich komm', ich komme!
Page 43 - Bedecke deinen Himmel, Zeus, Mit Wolkendunst, Und übe, dem Knaben gleich, Der Disteln köpft, An Eichen dich und Bergeshöhn; Mußt mir meine Erde Doch lassen stehn Und meine Hütte, die du nicht gebaut, Und meinen Herd, Um dessen Glut Du mich beneidest. Ich kenne nichts Ärmeres Unter der Sonn als euch, Götter!
Page 182 - Arm! Ach an deinem Busen Lieg' ich, schmachte, Und deine Blumen, dein Gras Drängen sich an mein Herz. Du kühlst den brennenden Durst meines Busens, Lieblicher Morgenwind! Ruft drein die Nachtigall Liebend nach mir aus dem Nebeltal.
Page 271 - Erkennst das Zeichen du, um das du rangst? Das dir ein Ruhm war und ein Glück dir schien? Was ist der Erde Glück? - Ein Schatten! Was ist der Erde Ruhm? - Ein Traum!
Page 193 - Tiefe Stille herrscht im Wasser, Ohne Regung ruht das Meer, Und bekümmert sieht der Schiffer Glatte Fläche rings umher. Keine Luft von keiner Seite! Todesstille fürchterlich! In der Ungeheuern Weite Reget keine Welle sich.
Page 220 - Der Hippogryph wird ausgespannt, Und lächelnd schwingt sich ihm der Jüngling auf den Rücken. Kaum fühlt das Tier des Meisters sichre Hand, So knirscht es in des Zügels Band Und steigt, und Blitze sprühn aus den beseelten Blicken. Nicht mehr das vorge Wesen, königlich, Ein Geist, ein Gott, erhebt es sich, Entrollt mit einem Mal in Sturmes Wehen Der Schwingen Pracht, schießt brausend himmelan Und eh der Blick ihm folgen kann, Entschwebt es zu den blauen Höhen.
Page 223 - Die ihr Felsen und Bäume bewohnt, o heilsame Nymphen, Gebet jeglichem gern, was er im stillen begehrt! Schaffet dem Traurigen Trost, dem Zweifelhaften Belehrung, Und dem Liebenden gönnt, daß ihm begegne sein Glück. Denn euch gaben die Götter, was sie den Menschen versagten Jeglichem, der euch vertraut, tröstlich und hilfreich zu sein.
Page 46 - Hier sitz ich, forme Menschen Nach meinem Bilde, Ein Geschlecht, das mir gleich sei, Zu leiden, zu weinen, Zu genießen und zu freuen sich Und dein nicht zu achten Wie ich!
Page 105 - All mein Sehnen will ich, all mein Denken In des Lethe stillen Strom versenken, Aber meine Liebe nicht. Horch! der Wilde tobt schon an den Mauern, Gürte mir das Schwert um, laß das Trauern, Hektors Liebe stirbt im Lethe nicht.

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