Berliner gedichte. 1763-1806

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Ludwig Geiger
Paetel, 1890 - German literature - 197 pages
 

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Page xxxiv - Und endlich, was das meiste, Füll uns mit deinem Geiste, Der uns hier herrlich ziere Und dort zum Himmel führe.
Page xxx - Ein jeder kann bei mir glauben, was er will, wenn er nur ehrlich ist. Was die Gesangbücher angeht, so steht einem jeden frei zu singen: „Nun ruhen alle Wälder" oder dergleichen dummes und thörichtes Zeug mehr.
Page xxxii - Wenn ich schlase, wacht sein Sorgen Und ermuntert mein Gemüth, Daß ich alle liebe Morgen Schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen Hätte mich sein Angesicht Nicht geleitet, wär ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.
Page xxxii - Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater seinem Kinde Sein Herz niemals ganz entzeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde Tut und aus der Bahne weicht: Also hält auch mein Verbrechen Mir mein frommer Gott zu gut, Will mein Fehlen mit der Rut Und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.
Page 59 - Iüngling', ein! Ernennt durch tapfres Streben euch selbst zu Herrn und Fürsten jeder Kunst ; so wird die Kirche sichtbar sich erheben. Ihr habt der Liebe Muth, der Götter Gunst, ihr schautet die Natur im Heiligthume; entflammt die ganze Welt zu Einer Brunst!
Page xxxi - Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum, daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade! Ein Wohlgefalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlaß, all Fehd hat nun ein Ende.
Page xxxii - Durch die Welt zur Himmelspfort, Daß er mir mein Herz erfülle Mit dem hellen Glaubenslicht, Das des Todes Macht zerbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.
Page 30 - Nichts halfen deine Scharen, gesandt zum Mord auf hundert ehrnen Kielen, und zahlenlos geheurte deutsche Sklaven, Zeugen tobender Ohnmacht, beschämten Dräuens. Verstummt sind deine Donner; dein Krieger traurt in drei gefangnen Heeren. — Du bist besiegt. Du stürzest, Stolze, furchtbar; stürze hilftos, und welke dem Fluch entgegen, fort meines Schutzes unwert! Dein Frevel sei der Nachwelt ernste Lehre; wenn ein Tyrann nach freier Menschen Habe geizet, denk er Vritanniens Los und zittre!
Page 32 - Fremdling; laßt mich an eurer Brust Geheimer Leiden bittre Schmerzen, Langsam verzehrenden Kummer lindern. Was säum ich? — Doch die eiserne Fessel klirrt Und mahnt mich Armen, daß ich ein Deutscher bin. Euch seh ich, holde Szenen, schwinden, Sinke zurück in den Schacht, und weine.
Page 59 - Italiener zur Natur, und Rom Wird wach und Hellas, dessen Götter sanken. Bleibt jung, gedenkt der Ahnen ; das Fantom Der trägen, todten Meng' ist nur ein Splitter, So dämmen will der Zeiten Riesenstrom.

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