Lucius Annaus Seneca des philosophen Werke, Volumes 14-17

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Verlag der J.B. Metzler'schen Buchhandlung, 1855
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Popular passages

Page 1729 - Die Götter sind nicht stolz, nicht missgünstig, sie reichen den Aufsteigenden die Hand. Du wunderst dich, dass der Mensch zu den Göttern gehe! Gott kommt zu den Menschen ; ja was noch näher ist, er kommt in die Menschen. Es ist kein gutes Gemüth ohne Gott. Same des Göttlichen ist in die menschlichen Körper ausgestreut. Nimmt ein guter Ackersmann ihn auf, so geht dem Ursprung Aehnliches hervor, so wächst empor, was gleich ist dem, woraus es gekommen; empfängt ihn ein schlechter, so tödtet...
Page 1831 - Wer muthig ist, ist ohne Furcht; wer ohne Furcht ist, ist ohne Traurigkeit, wer ohne Traurigkeit ist, ist glücklich104). Niemand gerathe in Schrecken, ohne Beeinträchtigung des Wohlbefindens, und wer sich fürchte, sey einem Tollen ähnlich. Die Einen würden von der Furcht schnell erlöst, die Andern heftiger gestört und zum Wahnsinn getrieben.
Page 1959 - Dieses All, das du siehst, das die göttliche und menschliche Welt umfaßt, bildet eine Einheit: wir sind Glieder eines großen Körpers. Die Natur hat uns als Verwandte erzeugt, da sie uns aus denselben Stoffen und zu denselben Zwecken gemacht hat. Sie hat alles nach Recht und Billigkeit gestaltet. Nach ihrem Gesetz ist es schlimmer, Schaden anzurichten als zu erleiden. Nach ihrem Befehl sollen unsere Hände hilfsbereit sein. Jenen Vers sollten wir in Herz und Mund...
Page 1759 - als ob Du wegen einer sehr wichtigen Angelegenheit Dich zu bedenken hättest. Das Leben ist nichts Wichtiges. Alle Deine Sklaven leben, alle Thiere sogar; wichtig ist es, ehrenhaft, weise, muthvoll zu sterben.
Page 2077 - Wenn die Anschauung der Seele des Tugendhaften uns doch vergönnt wäre", ruft er Epist. 115 aus, o, wie schön, wie heilig in sanfter Hoheit strahlend würden wir sie erblicken! Wenn Jemand diese Gestalt schaute, höher und glänzender als Alles, was das Auge in dieser Menschenwelt zu schauen gewohnt ist, würde er nicht, wie bei der Begegnung einer Gottheit, staunend innehalten und in stillem Gebet flehen, dass ihm der Anblick ohne Sünde gegönnt sein möge? Und wenn sie ihn dann mit der einladenden...
Page 1937 - ... meine Hand gemacht . . . und auf ihn schau ich, den Leidenden, der niedergeschlagenen Geistes . . ." Soll ich nun noch antichristliche Stellen in Seneca zitieren? Lp. 3l,3:,unuiu bouum «8t, <moä de»t»e vit»e o»n8» et Klm»meiitinu e8t, 8idi üüere.
Page 1952 - Mordtaten an einzelnen verpönen wir: aber Kriege und das glorreiche Verbrechen gemordeter Völker? Nicht Geiz, nicht Grausamkeit kennt ein Maß. Und so lange die Vergehen verstohlen und von einzelnen begangen werden, sind sie weniger schädlich und weniger ungeheuer; nun aber werden Grausamkeiten nach Senatsbeschlüssen und Volksverordnungen geübt, und was für den einzelnen verboten ist, wird von Staats wegen befohlen.
Page 1959 - Billigkeit und Recht gegründet; nach ihrer Einrichtung ist es ein größeres Unglück zu schaden als verletzt zu werden; nach ihrem Befehl sollen die Hände der Helfenden bereit sein. Jener Vers soll uns im Herzen und Munde sein: ich bin ein Mensch, nichts Menschliche« acht
Page 2024 - Also wollen wir leben, also sprechen: gerüstet und unverdrossen sinde uns das Schicksal. Das ist ein hoher Sinn, der sich Gott ergibt; dagegen niedrig und unedel ist derjenige, der widerstrebt und von der Weltorduung übel denkt und lieber die Götter bessern will als sich.
Page 1839 - Ietzt aber nennt man jedes Bad ein schmutziges Loch, wenn es nicht so eingerichtet ist, daß es das volle Tageslicht durch weite Fenster...

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