Geschichte des Königlichen theaters zu Berlin: Nach archivalien des Königl. geh. staats-archivs und des Königl. theaters

Front Cover
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Contents

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 20 - Euch deklamieren; Ihr last gewiß ein griechisch Trauerspiel? In dieser Kunst möcht' ich was profitieren, Denn heutzutage wirkt das viel. Ich hab' es öfters rühmen hören, Ein Komödiant könnt
Page 84 - Unsre Bemühung ist überhaupt jederzeit dahin gegangen, in unsern Vorstellungen die strengste Moral beizubehalten, alle leere Possen und unehrbare Zweideutigkeiten zu vermeiden und, welches der eigentliche und vernünftige Endzweck des Schauplatzes sein soll, die Zuschauer nicht sowohl zum Lachen zu reizen, als solche zu verbessern.
Page 224 - Höre Sie mal, Sie kann singen; will Sie in Berlin bleiben, so kann Sie bei meiner Oper angestellt werden. Wenn Sie rausgeht, so sage Sie doch dem Kammerlakaien, er soll mir gleich den Zicrotin herschicken, will mit ihm wegen ihr reden. Adieu!
Page 309 - Den Ihr bewundertet, Er, dessen Meisterhand Emilien erschuf, der Leidenschaft mit Witze, Geschmack mit Phantasie, wie keiner noch verband: Er, der voran an aller Deutschen Spitze So ruhmvoll und so einzig stand: — Er ist nicht mehr! Auf öffentlicher Scene, Aus voller Brust dem Edlen hingeweint, Sei unsers Danks gerechte fromme Thräne Mit Eurem Dank und Eurem Schmerz vereint!
Page 85 - Gottsched und die Neuber haben die Kluft geschlossen, welche so lange zwischen der Dicht- und Schauspielkunst, zwischen der höheren Bildung und dem volksthümlichen Theater lag.
Page 223 - ... sie an, mit großer Unbefangenheit die Gemälde an den Wänden zu betrachten, und unterstand sich sogar, dem Könige den Rücken zuzukehren. Hatte der König das bemerkt oder war die Flügelphantasie zu Ende, plötzlich winkte er der Harrenden; sie trat ehrfurchtsvoll an das Jnstrument und hörte erschreckt die kurze, nichts weniger als freundliche Frage: »Sie will mir also was vorsingen?
Page 222 - In einen Saal geführt, stand sie lange, auf die Ankunft des Königs harrend und sich räuspernd, ob sie auch noch bei Stimme sei. Ja, sie schlug auch, versuchend, einige Töne an. Was sie hörte, beruhigte sie, und vertrauensvoll sah sie endlich die Cabinetsthür des Königs sich 222 öffnen. Friedlich II. trat ein, sah die sich tief Verneigende starr und mit jenen wunderbar leuchtenden Augen an, die so große Wirkung aus
Page 344 - Wir hätten dieses Stück niemals geben sollen. Aus Achtung für Schiller nicht. Wir selbst haben damit im Angesicht des Publikums, (das ihn ohnehin nicht ganz fasset) den ersten Stein auf Schiller geworfen. Ich habe ängstlich jede Analogie vermieden, dennoch hat man gierig Schiller zu dem Gemälde sitzen lassen. Schon damit ist die Unfehlbarkeit von Schiller genommen, die UnverletzJichkeit des großen Mannes. Wie soll er nun mit seinen Werken auftreten?
Page 223 - Wirkung aus» zuüben gewohnt waren. Ohne ein Wort zu sagen, ging er zum Flügel, und schien wohl eine Viertelstunde lang gar keine Notiz von ihr zu nehmen. Dies weckte den Stolz des damals 21jährigen Mädchens, sie dachte an das „Pferdegewieher" und sehnte den Augenblick herbei, wo sie überzeugt war, die ungünstige Meinung des gefürchteten König!.
Page 172 - Armuth mit christlicher Großmuth gelassen ertragen hatte, aus dem durch Bomben eingeäscherten Dresden mit schon krankem Leibe flüchtend, in Laubegast elend starb und in Leuben armselig begraben wurde, widmeten diesen Stein einige Kenner ihrer Verdienste und Liebhaber der Kunst in Dresden, Im Jahre 1776.

Bibliographic information