Die Geflügelzucht nach ihrem jetzigen rationellen Standpunkt

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Parey, 1886 - Pigeons - 880 pages
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Popular passages

Page 31 - Ueberhaupt müssen zur Zeit des Auftretens der Römer am Rhein und an der Donau die Haushühner in Mittel-Europa schon sehr gemein gewesen sein, sonst könnten sich Terracotta- und Bronze-Nachbildungen vom Haushuhn wohl nicht so häufig in keltisch-römischen Gräbern und in Ruinen römischer Gebäude — z. B. bei Trier, Basel, Salzburg („Zoolog. Garten
Page 32 - Wefen bei, und nur in fehr hohen Gebirgen oder im äußersten Norden soll es an Fruchtbarkeit verlieren; da aber, wo der Mensch sich seßhaft gemacht hat, kommt es wenigstens fort: es ist eben zum vollständigen Hausthiere geworden. Auf...
Page 278 - Vogels gelangt man selteu unbeachtet in die Nähe. Sollte dies aber dennoch im Walde der Fall sein, so fliegt der Trupp sofort in das Geäst der Bäume; auf dem freien Felde vermag sich der Puter aber durch Laufen, welches durch die Flügel unterstützt wird, so rasch zu bewegen, dass es einem Reiter schwerlich gelingt, einem fliehenden Trupp sich zu nähern. Das einfachste Mittel ist das Ausnehmen der Gelege von wilden Hennen. Zur Brütezeit gräbt die Henne ein Nest meist in den flachen Boden,...
Page 280 - Färbung des zahmen Truthuhns manchmal schon in der dritten und vierten Generation zu sehen und bleibt da ziemlich standhaft. Der Rückschlag in das Gefieder des Wildstammes nimmt aber mit jeder folgenden Generation immer mehr ab, während die Variation in das Gefieder und die Gestalt des zahmen Puters immer deutlicher und constanter wird. Sehr interessant ist es, neben der Abweichung von Gestalt und Farbe den Vogel auch von seinen früheren Gewohnheiten abgehen zu sehen. Das Leben des Truthahns...
Page 280 - Wildküchleiu recht gut ertragen, wogegen das Laufen durch feuchtes Gras den zahmen Küchlein ungemein schadet. Auch die Bastarde sollen mit wenigen Tagen schon die Feuchtigkeit gut ertragen, zu einer Zeit, wo bei den zahmen Vögeln noch nicht daran zu denken ist. Eine weitere interessante Beobachtung, die allenthalben gemacht wurde, ist die, dass die Zahl der Nachkommen mit zunehmender Zahmheit entschieden abnimmt. Die Küchlein bewahren viele Generationen hindurch eine besondere Vorliebe für die...
Page 280 - Liebliugsfutter, welches sie so geschickt abzuweiden verstehen wie die Gänse. Sobald sich späterhin die Insekten zeigen, erwacht in den Putern die Lust nach Fleischnahrung, und nun werden sie zu unermüdlichen Vertilgen!
Page 386 - ... in der Gefangenschaft künstlich aufzuziehen, und war die darauf gerichtete Bemühung zwecklos, und so lange die Lebensart eine unstäte blieb, paßte ein Vogel, der dreißig Tage zum Brüten und eine entsprechende Zeit zum Aufziehen seiner Jungen braucht, nicht wohl zum Haushalt der Weidevölker. Als sich aber an den Ufern der Seen relativ feste Niederlassungen gebildet, konnten junge Tiere leicht von Knaben aus den Nestern genommen und dann mit gebrochenen Flügeln aufgezogen werden; starben...
Page 279 - Entgegengesetzte, als wenn er leise daher schleicht, indem die Hennen einen schleichenden Menschen viel mehr scheuen, als einen, der singend sie scheinbar gar nicht suchen will. Den Singenden lassen sie oft bis auf wenige Schritte herankommen und erschrecken ihn oft durch ihr plötzliches...
Page 516 - ... Mähnentaube ist kräftiger und länger als die Feldtaube, ca. 38 Centim. lang und durch eine aus 4 — 5 Centim. langen, weichen, lockeren, in der oberen Hälfte zerschlissenen Federn gebildete üppige, vom Genick aus sich entfaltende Mähne oder Perrücke ausgezeichnet. Die meisten dieser Federn fallen nach vorn und unten bis auf die Schultern, und die der rechten und linken Halsseite schliessen unten an der Brust fast zusammen. Der FUSS muss stets und reich befiedert sein, gute Vögel haben...
Page 278 - Audubon genau beschrieben wurde, ist lebhafter als die des zahmen, und es sind als abweichende Merkmale hauptsächlich die kastanienbraunen Flügelfederspitzen, die veilchenblaue Kopfhaut und die fast karminrothen Beine des wilden Truthuhns gegenüber den gräulichen Federspitzen, der hellrotheu Kopfhaut...

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