Psychologische Studien

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Dürr, 1905 - Music - 287 pages
 

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Page 287 - Prinzip der absoluten Vergleichung, welches unter besonderen, eine solche Auffassung begünstigenden Bedingungen an die Stelle des vorigen tritt". Wie ich bei allem dem von WUNDT abweiche, oder wie ich das Gesetz der Relativität weiter zu bestimmen und zu fundamentieren suche, ergibt sich aus der obigen Darlegung.
Page 70 - Man sieht in der Lücke des Sehfeldes weder irgend etwas Helles oder Farbiges oder Dunkles, man sieht hier im strengen Sinne des Wortes nichts, und dieses Nichts kann sich nicht einmal als Lücke und Grenze des Sichtbaren geltend machen; denn wenn die Lücke des sichtbaren Sehfeldes selbst sichtbar sein sollte, so müßte sie in irgendeiner Qualität des Sichtbaren erscheinen, was sie nicht tut.
Page 204 - Einem solchen Rhythmus ordnet sich die Melodie unter, in ihm hat sie ihren Einheitspunkt, Sie ist ein in der Zeit sich verwirklichendes System von Tonrhythmen, das in einem einzigen alles beherrschenden Grundrhythmus seinen Einheitspunkt hat und in ihm als seiner Basis abschließend sich zusammensaßt. Indem sie diesen zusammensassenden Abschluß gewinnt, komml die Bewegung in sich zur Ruhe.
Page 195 - Töne zusammen, die sich zueinander verhalten wie 2" : 3, 5, 7 usw, so besteht eine natürliche Tendenz der letzteren zu den ersteren hin; es besteht eine Tendenz der inneren Bewegung, in den ersteren zur Ruhe zu kommen. Jene suchen diese als ihre natürliche Basis, als ihren natürlichen Schwerpunkt, als ihr natürliches Gravitationszentrum.
Page 195 - Wenn zwei Töne sich verhalten wie 2": 3, 5, 7, 9, 15. — wobei 2° jede Potenz von 2, einschließlich 2" — 1 bezeichnet — so ist mit dem Fortgang vom ersten zum zweiten dieser beiden Töne eine Tendenz der...
Page 121 - Tonerlebnisse", Umfassendes und aneinander Bindendes gedacht werden, je konsonanter die Töne sind; es muß eine um so größere Gegensätzlichkeit diesem Gemeinsamen gegenübertreten, je mehr die Konsonanz an Vollkommenheit abnimmt. , Alles dies nun finden wir in den Rhythmen der physikalischen Schwingungen, die den konsonanten und minder konsonanten Tönen entsprechen. Wir finden darin ein solches vereinheitlichendes Gemeinsame und eine solche Gegensätzlichkeit unmittelbar vor. Wir finden, je...
Page 195 - Wenn zwei Töne sich verhalten wie 2" : 3, 5, 7, 9, 15, — wobei 2n jede Potenz von 2, einschliesslich 2°= l bezeichnet — so ist mit dem Fortgang vom ersten zum zweiten dieser beiden Töne eine Tendenz der Rückkehr zum ersten verbunden...
Page 117 - ... Schwingungsfolge nun schliefst einen bestimmten Rhythmus in sich. Unter diesem „Rhythmus" ist hier nichts verstanden als die Weise der Aufeinanderfolge von Elementen, die dadurch bestimmt ist, dafs eine bestimmte Zahl von Elementen, in unserem Falle Schwingungen, in einer bestimmten Zeit regelmäfsig sich folgen. Den „Rhythmus" der .Folge von 100 Elementen in der Sekunde bezeichnen wir kurz als Rhythmus 100. Dann müssen wir den Rhythmus der Folge von 200 Elementen in der Sekunde als Rhythmus...

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