Aristoteles und Athen, Volume 1

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Weidmann, 1893 - Aristoteles. De Republica Atheniensium - 428 pages
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Page 377 - ... zu loben, das Schlechte zu tadeln, und zu dieser panegyrischen Haltung gesellt sich ein weicher, oft elegischer Ton, die leise Trauer um die verlorene Schönheit. Und da diese Stimmung, der vergleichbar, wie sie die Ruinenstätten in uns wecken, echt ist, wirklich gewonnen auf dem alten Boden, ... so hat das Werk sehr stark auf die Vorstellungen eingewirkt, die in Deutschland und weit darüber hinaus von der hellenischen Geschichte herrschen...
Page 171 - ... einer der klug und kalt geworden ist, aber das ancien régime nicht verleugnen will, das er doch für verloren ansieht, mahnt die stürmische Jugend der partei zu der resignation, die nur dem alter ansteht.
Page 377 - Sie ist" - wie Wilamowitz treffend bemerkt hat (Staat und Gesellschaft der Griechen, S. 377) - „ein Werk der isokratischen Stilrichtung, welche die Geschichte unter die epideiktische Beredsamkeit zählt, bestimmt, das Edle zu loben, das Schlechte zu tadeln, und zu dieser panegyrischen Haltung gesellt sich ein weicher, oft elegischer Ton, die leise Trauer um die verlorene Schönheit.
Page 99 - Bekijken we dit M) E. Meyer, FAG II 56; Judeich 1718; Bruns 20; Holm II 322; Duncker IX 25 v. ungunstig en uit de hoogte oordeelt daarentegen v. Wilamowitz: „Das „perikleische Zeitalter" mit seinen heiteren dem Cultus der Schönheit hingegebenen Griechen, in der Mitte der Maecen oder Mediceer Perikles, die geistig ebenbürtige, ihm durch eine Gewissensehe verbundene Aspasia am Arme, ist eine Erfindung des deutschen romantischen Philhellenismus, hat aber so viel Wert wie Kaulbachs Blüte Griechenlands....
Page 377 - I. 877) wahr und schön gesagt worden, dass sie gerade in dem, was sie wirksam gemacht hat, der Ausdruck der Stimmung sei, mit der das vormärzliche Deutschland die griechische Geschichte ansah. „Es ist ein Werk der isokrateischen Stilrichtung, welche die Geschichte unter die epideiktische Beredsamkeit zählt, . . . und zu dieser panegyrischen Haltung gesellt sich ein weicher, oft elegischer Ton, die leise Traner um die verlorene Schönheit.
Page 376 - ... Materials die realen Grundlagen des athenischen Staatswesens zu erforschen, eine heilsame Reaktion auf die idealisierende Verklärung alles griechischen Wesens durch den Klassizismus. Mit Recht hat Ulrich von Wilamowitz Böckh das Zeugnis ausgestellt, ihm sei die Lösung der schwierigen Aufgabe gelungen, „das Leben, wie es in der Summe der Einzelerscheinungen sich offenbart, zu erfassen, eine Maschine in der Arbeit darzustellen, deren Konstruktion er nicht kannte und die erst aus dieser Darstellung...
Page 113 - ... gegeben; das ist sicher, da Thukydides nur die drei anderen auf der ehernen Stele gelesen hat, die das Geschlecht verbannte und dabei natürlich die Personen vollzählig nennen musste. Ferner sagt Herodotos, dass Hegesistratos Tyrann von Sigeion gewesen sei. Es giebt nur die eine Lösung für beides, dass freilich in Athen nur drei Söhne des Peisistratos gewesen sind, wie Aristoteles ja auch als Nachfolger des Vaters nur drei nennt, aber der vierte Sigeion erhalten hatte und nie Athener geworden...
Page 179 - Die vergleichung der demosthenischen rede 39 mit der eines unbekannten 40 ist sehr lehrreich. Demosthenes führt eine schlechte sache und verliert sie, aber die rede ist sehr geschickt. Der andere Sachwalter hat eine, wie es scheint, gute sache ; den erfolg vermag ich nicht zu erkennen. Die sache war wol die. Der Politiker Mantias von Thorikos hatte eine ehefrau Plangon, die er liebte, von der er kinder hatte, die er aber doch verstiess, als ihr vermögen verloren gieng. Nun nahm er sich eine reiche...
Page 213 - Die ächtheit dieser rede (scil. der 4. Philippika) und der wider den brief des Philippos mache ich mich anheischig zu erweisen; nur sind es allerdings keine reden, sondern politische flugschriften, die letzte ein ebenso geschickter wie perfider zeitungsartikel, bestimmt, den eindruck zu verwischen, den der sachlich und formell meisterhafte brief des Philippos machen mußte.
Page 369 - Politik keine rolle, so steht er auch zu der vaterländischen geschichte. er hat sie stuckweise in den Politien erzählen müssen , aber das ganze ist dem Stagiriten nie zu herzen gedrungen, wir sind vielleicht, da wir in einer zeit der übertreibung des nationalen momentes in jeder richtung leben, leicht dem ausgesetzt, zu hart über die söhne anders gearteter zeiten zu urteilen, aber Platon und Demosthenes und Alexandros lebten doch in...

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