Beiträge zur kenntnis des sprachgebrauchs im volksliede des XIV. und XV. jahrhunderts

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Mayer & Müller, 1908 - Folk songs, German - 129 pages
 

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Page 110 - ist anders nicht icann herczen laid, so man ir mues enperen 38, 6. Dieser Spruch des Mönchs von Salzburg hat allgemein literarisches Interesse, weil er genau denselben Gedanken enthält wie ihn Dante im Inferno ausgesprochen hat: Nessun maggior dolore, Que ricordarsi del tempo felice Nella miseria; e ciò sa il tuo dottore.
Page 315 - et graces, par où elle se compare à la principale beauté de la poésie parfaitte, selon l'art: comme il se void es villanelles de Gascongne et aux chansons qu'on nous rapporte des nations qui n'ont cognoissance d'aucune science, ny mesme d'escriture." Dazu stimmt vollkommen das Urteil, das er über die zwei von ihm wiedergegebenen Liedchen, den Gesang eines
Page 343 - deren Überlieferungen im Elsaß aufzusuchen er [nämlich Herder] uns antrieb, die ältesten Urkunden als Poesie gaben das Zeugnis, daß die Dichtkunst überhaupt eine Welt- und Völkergabe sei, nicht ein Privaterbteil einiger feinen, gebildeten Männer *). Ich verschlang das alles.
Page 355 - mithin der Natur deutlicher und bestimmter lehrte, was ich dunkel davon schon längst gedacht und empfunden hatte." Der also angejubelte Boie freilich betrachtete die Sache schon etwas kühler 2 ). „Ich sehe viel Übertriebenes wie Sie," schreibt er seinerseits unterm 12.
Page 346 - Nichts verlindert und nichts verwitzelt, Nichts verzierlicht und nichts verkritzelt" [Hans Sachsens poet. Send.]. Alles ist einfach und natürlich, und gerade „eigentlichster Wert der sogenannten Volkslieder ist der, daß ihre Motive unmittelbar von der Natur genommen sind" [Sprüche in Prosa Nr. 674]. Das gibt ihnen eben den „unglaublichen Reiz, selbst für uns, die wir auf einer höheren Stufe der Bildung stehen
Page 346 - Rausch der Begeisterung verflogen ist, kommt es ihm später (1829) freilich „bei stiller Betrachtung sehr oft wundersam vor. daß man die Volkslieder so sehr anstaunt, und sie so hoch erhebt" [WA I, 42, l S. 307]. Eindringlich und mit vollem Recht warnt er deshalb vor einem Zuviel.
Page 176 - Die Unsterblichkeitsfrage ist, abgesehen von meinen Reimereien, so poetisch wie jede andere, sobald sie mit einem wahren Gefühlsverlaufe verbunden ist." Und CF Meyers Vorschlag, die Lieder des Zyklus über die ganze Sammlung zu verstreuen, um ihnen den dogmatisch bestimmten Ton zu nehmen, verdroß ihn; mit Recht, nur so konnte eine so tief errungene
Page 320 - d'un style simple, touchant, et d'un goût un peu antique, l'air doit répondre au caractère des paroles; point d'ornement, rien de maniéré, une mélodie douce, naturelle, champêtre, et qui produise son
Page 332 - wenig es die edelste Dichtung beschimpft, daß sie im Munde des Volkes tönet. Volk heißt nicht Pöbel auf den Gassen, der singt und dichtet niemals, sondern schreit und verstümmelt.
Page 167 - geschrieben ... sind sie mit wenigen Ausnahmen die äußerlichen konventionellen Produkte einer Stimmung und Zeit, welche mehr nach stofflicher und kompakterer Tätigkeit hindrängte, während doch kein Erlebnis hinter mir lag, welches mich das innere Bedürfnis und den Wert wahrer Lyrik hätte empfinden und schätzen lassen können. Denn nach dem ersten Rausche der Jugend kann meiner Meinung nach nur das intensive

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