Geschichte der preussischen politik: th., 1.-4. bd. Friedrich der Grosse. 1874-86

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Veit & comp., 1874 - Prussia (Germany)
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Page 45 - die Dekoration des Gebäudes wird eine andere sein, aber die Fundamente, die Mauern bleiben unversehrt." Dieser Bau, an dem der Vater treu und rastlos sein lebelang gearbeitet, stand fest und fertig in sich da; aber er war bisher unscheinbar und schmucklos, schien denen, die darin wohnten, 10 düster und kaseruenhaft.
Page 5 - ... in den Wirklichkeiten die träge Macht der Gewohnheit, der Vorurteile, des Glaubens und des Aberglaubens, des Widerstandes derer, die opfern, des zäheren derer, die gewinnen sollten. Und wo war der Punkt, in dem sich die treibenden Elemente, die zerstreute Bewegung vereinigen, 15 wo die Maschine, durch die sie wirken, mit der sie diese Welt von Verkommenheiten und Unmöglichkeiten aus den Angeln heben" sollten? Auch in der politischen Welt giebt es eine Wahrheit der Dinge. Sie bewegt die Geschicke...
Page 42 - Regierung. In dem ersten Erlaß, dem Patent vom 1. Juni, das den Landesbehörden den Regierungswechsel verkündete, heißt es: „wir wollen nicht, daß ihr euch bestreben sollt, uns mit Kränkung unserer Unterthanen zu bereichern, sondern vielmehr, daß ihr sowohl den Vorteil des Landes als unser besonderes Interesse zu eurem Augenmerk nehmt, in Maßen wir zwischen beiden keinen Unterschied setzen.
Page 120 - Schwanken, dessen Wirkungen voraussah, wie ohne Mittelglieder denkend, — - selbst sie im entscheidenden Augenblick noch zweifelnd, widerstrebend, vor dem ungeheuren Wagnis erschreckend, dem er dann sich hingab, als verstehe es sich von selbst, daß er sich und alles einsetze; auch da, wie 25 Gustau Adolf, von dem sein treuer Kanzler sagt: „sein Entschluß ist wie ein Fatum, eine göttliche Schickung, der dunkle Drang des Genius.
Page 286 - Stärken, ihm, wenn der Ausdruck erlaubt ist, ebenbürtig. Auch sie wußte, was sie wollte, und sie wollte es mit aller Leidenschaft, um jeden Preis, rücksichtslos. Sie glaubte an ihre Sache; sie wagte es darauf, unbeirrt um die Bedenken, ob sie durchzuführen sei, die die...
Page 104 - Es ist nicht zu vermuten, daß je ein König von Preußen mit kaltem Blut Düsseldorf in fremden Händen sehen wird, und Kurpfalz wird nicht immer einen König von Frankreich finden, der ihn schützt." In der endgültigen Fassung seiner Antwort begnügte er sich mit einem kurzen Hinweis, um sofort auf die Bündnisfrage, auf die Alternative einzugehen: Allianz mit der Pfalz oder mit Preußen. Der große Unterschied zwischen beiden, so führte er aus, werde dem Kardinal nicht entgehen: „Les interets...
Page 46 - Zauber emporhebt und hinreißt. Man fühlt den belebenden Hauch des freien Geistes, der Humanität, wahrer Toleranz, ein Erwachen, wie wenn der Frühling beginnt. Nun gilt es nicht mehr allein stummen Gehorsam und starre Pflicht; die Freudigkeit des Dienstes, der Wetteifer der Ehre, der Ehrgeiz, unter des jungen 2tonarchen Augen das Höchste zu leisten, entflammt Alles um ihn her.
Page 59 - Rechtsansprüchen, die man ihm streitig machen will; denn „es giebt kein Tribunal über Könige, das Schlachtfeld ist ihr Gericht, mit den Waffen in der Hand müssen sie plaidiren und wo möglich den neidischen Gegner zwingen, der Gerechtigkeit ihrer Sache Raum zu geben".
Page 174 - ... alles Gute angeboten wird, so ist doch diesem Anerbieten die bedenkliche Klausel beigefügt, daß man einen der Gefahr entsprechend großen Gewinn verlange, nicht undeutlich auf ein Stück unsrer Erblanden abzielend. Und das alles wird gesagt, als ob es ohne Preußens Beistand um unser Haus geschehen wäre und wir gleichsam noch froh sein müßten, durch den Verlust eines ansehnlichen Stücks den Ueberrest zu retten.
Page 82 - Kendal eine vidimierte Abschrift des Testamentes besessen, dass sie das ihr in demselben vermachte Legat von 40,000 Pfd. St. an Lord Chesterfield, den Gemahl ihrer Nichte, abgetreten habe, dass von diesem 1736 eine Klage an das Oberhaus, „auf Verlegung des Testaments", gebracht sei, dass Georg II. die 40,000 Pfd. St. gezahlet habe, um dem Fortgang der Klage vorzubeugen.

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