Mögliche Auswirkung der neuen Eigenkapitalvereinbarung Basel II auf den Mittelstand

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GRIN Verlag, Jun 18, 2010 - Business & Economics - 18 pages
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Diese Arbeit zeigt die mögliche Auswirkung der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung Basel II auf den Mittelstand. Vorab wird in Kapitel 2 ein Überblick über den Strukturwandel auf Kapitalmärkten geschaffen. Es wird gezeigt, wie sich die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland im internationalen Vergleich finanzieren. Des Weiteren wird auf die strukturellen Probleme der Kreditinstitute eingegangen, wobei Themen wie Übernahmen und Filialabbau im Vordergrund stehen. In Kapitel 3 wird die Berechnung der zukünftigen Ausfall-wahrscheinlichkeit der Kreditnehmer mit Hilfe von Ratingverfahren erläutert. Der Kern der Arbeit, die Baseler Eigenkapitalvereinbarung, wird in Kapitel 4 behandelt. Die Entwicklung von Basel I zu Basel II steht hier im Vordergrund. Kreditinstitute müssen Kredite von Unternehmen pauschal mit 8 % Eigenkapital unterlegen. Dadurch dass eine pauschale Regelung gutes Risikomanagement in Kreditinstituten nicht fördert, sondern durch eine Begrenzung der Geschäftsmöglichkeiten sogar eher benachteiligt, wurde eine neue Eigenkapitalvereinbarung geschaffen. Die neue Eigenkapitalvereinbarung mit dem Namen Basel II beurteilt die Kreditnehmer individuell und somit entsteht eine individuelle Eigenkapital Unterlegung der Kreditinstitute. Basel II beruht auf drei gegenseitig ergänzenden Säulen. Diese Säulen werden in Kapitel 4.2.1. erläutert. Die Eigenkapitalunterlegung kann mit dem Standardansatz oder mit dem IRB-Ansatz berechnet werden. Alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Faktoring, Leasing, synthetische Verbriefungen als Förderinstrument der Kreditanstalt für Wiederaufbau und Privat Equity werden in Kapitel 5 thematisiert. In Kapitel 6 wird Basel II kritisch betrachtet und die Ängste des Mittelstandes werden aufgegriffen. Viele kleine und mittelständische Unternehmen befürchten drastische Erhöhungen der Kreditkonditionen. Diese würden negative Folgen nach sich ziehen. Insbesondere darf dabei nicht vergessen werden, das 99,8% der Unternehmen zum Mittelstand gehören, 59,5 % des Umsatzes von mittelständischen Unternehmen erwirtschaftet werden, 70,2 % der Arbeitnehmer bei kleinen bis mittelständischen Unternehmen tätig sind, 81,9 % aller Ausbildungsplätze gestellt werden, 64,2 % der Bruttowertschöpfung von kleinen und mittelständischen Unternehmen ausgehen und 51,5 % der gesamtwirtschaftlichen Investitionen von kleinen bis mittelständischen Unternehmen getätigt werden.
 

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