Die altgermanische poesie nach ihren formelhaften elementen beschrieben

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W. Hertz, 1889 - German language - 549 pages
 

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Popular passages

Page 238 - Reinen und im Rechten, Will ich menschlichen Geschlechten In des Ursprungs Tiefe dringen, Wo sie noch von Gott empfingen Himmelslehr in Erdesprachen Und sich nicht den Kopf zerbrachen; Wo sie Väter hoch verehrten, Jeden fremden Dienst verwehrten.
Page 536 - Es trägt Verstand und rechter Sinn Mit wenig Kunst sich selber vor; Und wenn's euch Ernst ist, was zu sagen, Ist's nötig, Worten nachzujagen?
Page 108 - Artus der meienbaere man, swaz man ie von dem gesprach, zeinen pfinxten daz geschach, odr in des meien bluomenzit. *> waz man im süezes luftes git!
Page 240 - Anfangs wollt ich fast verzagen, Und ich glaubt ich trüg es nie, Und ich hab es doch getragen Aber fragt mich nur nicht, wie?
Page 482 - je willkürlicher das Netz gewebt ist, das der kühne Fischer auswirft, desto glücklicher ist der Fang. Man ermuntre nur jeden, seinen Gang so weit als möglich fortzusetzen, und jeder sei willkommen, der mit einer neuen Phantasie die Dinge überspinnt.
Page 61 - Tiefe noch gar nicht bewust, sie weiss nicht, warum diese Thaten geschehen, aber sie weiss, wie sie geschehen; darum hat sie nichts zu erläutern, die Motive sind nicht breit dargelegt, aber die leise Hindeutung darauf trifft desto stärker. Alles in der Mitte liegende, verbindende ist ausgelassen, die Thaten stehen streng nebeneinander, wie Berge, deren Gipfel bloss erleuchtet sind: und, betrachtet man diese Härte bei dieser Erhabenheit, und das vordringende Dramatische in diesen Liedern, so ist...
Page 240 - Adjectiva, Verba, Adverbia), die einen einheitlichen Sinn ergeben und auch durch ein einzelnes Wort der gleichen Kategorie (schwächer) wiedergegeben werden können".
Page 434 - Wörtehen mir noch heute An den Bräutgam mir zur Seite: Freu dich nicht zu deiner Jungfrau, Nicht zu sehr, ich will dich bitten, Freu...
Page 437 - Zustanden hergenommen sind . . . Mir ist auf der Welt nichts zuwiderer als die weithergeholten Deutungen dichterischer Werke. Ein guter Dichter ist im stande zu sagen, was er will; und was er mit Absicht verbirgt, soll man nicht gewaltsam hervorziehen, am wenigsten aber als Hauptsache in den Vordergrund...
Page vii - Wenn ein Wandersmann über öde Heiden Sonne und Last des Tages getragen hat und in der Dämmerung durch enggewundne Gartenpfade heimzieht, legt er an ihres Grases Tau den Staub seiner Füße abstreifend mit schon erfrischten Gliedern und sorgenfreier die letzten Schritte zurück.

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