Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, Volume 18Georg Westermann, 1855 - Languages, Modern |
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Adjektiv Adverb agſ allgemein alten Archiv f. n. Sprachen aulularia Ausdruck avare Bedeutung bekannt besonders Bewußtsein bezeichnet bloß Buch Bühne Charakter Charles XII chose daher dån deutschen Dialect Dichter Dichtung dieß dramatischen einzelnen Empfindungen engl englischen Sprache ersten Euclio folgenden Form französischen freilich ganze Gedanken Gedichte gedruckt Geist Geiz Geizhals Geizigen Geld Geschichte geschrieben gewiß giebt Göthe groß großen Grund Guzkow Harpar heißt Hept Interjektionen Jonson Karl XII Kausativ keltischen Sprache Kind Klettenberg komischen König Konjunktion konnte Kritik Krüniz lassen läßt Leben lekteren lich Liebe Lieder machen Mann Marot meisten Menschen Molière muß namentlich Natur Person plattd Plattdeutsch Plautus Poesie Poeste Präposition qu'il Rede sagt Scenen Schas Schaß Schauspiel scheint schen Schlegel Schluß schreiben Schüler ſchw Schweden Seele Shakspeare Shakspeare's ſich soll Spate steht Stück Substantiv Theater Theil überseht unsere Urtheil Verbs Verbum Verf Verhältniß Verse viel Volk Voltaire Weise weiß Werke wieder wohl Wort Zeitwörtern
Popular passages
Page 122 - Da pfeift es und geigt es und klinget und klirrt, Da ringelt's und schleift es und rauschet und wirrt, Da pispert's und knistert's und flistert's und schwirrt; Das Gräflein, es blicket hinüber, Es dünkt ihn, als läg er im Fieber.
Page 40 - Geist bliebe: so sieht man, die ganze Welt ist zu diesem großen Geiste allein Körper: alle Auftritte der Natur an diesem Körper Glieder, wie alle Charaktere und Denkarten zu diesem Geiste Züge - und das Ganze mag jener Riesengott des Spinoza „Pan! Universum!
Page 42 - Wie vor einem Meere von Begebenheit, wo Wogen in Wogen rauschen, so tritt vor seine Bühne! Die Auftritte der Natur rücken vor und ab ; würken ineinander, so disparat sie scheinen; bringen sich hervor und zerstören sich, damit die Absicht des Schöpfers, der alle im Plane der Trunkenheit und Unordnung gesellet zu haben schien, erfüllt werde - dunkle kleine Symbole zum Sonnenriß einer Theodizee Gottes.
Page 45 - Wenn ein Engel der Vorsehung menschliche Leidenschaften gegen einander abwog, und Seelen und Charaktere gruppierte, und ihnen Anlässe, wo jedes im Wahn des Freien handelt, zuführt, und er sie alle mit diesem Wahne, als mit der Kette des Schicksals zu seiner Idee leitet - so war der menschliche Geist, der hier entwarf, sann, zeichnete, lenkte.
Page 114 - Um Gottes willen! rief er aus, was ist das? Das ist meine Hand! Er sah Ottilien an und wieder auf die Blätter; besonders der Schluß war ganz, als wenn er ihn selbst geschrieben hätte. Ottilie schwieg, aber sie blickte ihm mit der größten Zufriedenheit in die Augen. Eduard hob seine Arme empor. Du liebst mich!
Page 14 - Lied muß gehört werden, nicht gesehen; gehört mit dem Ohr der Seele, das nicht einzelne Sylben allein zählt und mißt und wäget, sondern auf Fortklang horcht und in ihm fortschwimmet.
Page 43 - Meister, eben weil er nur und immer Diener der Natur ist. Wenn er die Begebenheiten seines Drama dachte, im Kopf wälzte, wie wälzen sich jedesmal Örter und Zeiten so mit umher! Aus Szenen und Zeitläuften aller Welt findet sich, wie durch ein Gesetz der Fatalität, eben die hieher, die dem Gefühl, der Handlung, die kräftigste, die idealste ist...
Page 110 - Das erfaßt ich behend und entrann dem Tod Und da hing auch der Becher an spitzen Korallen, Sonst wär er ins Bodenlose gefallen.
Page 110 - Macht, Und wie einen Kreisel mit schwindelndem Drehen Trieb mich's um, ich konnte nicht widerstehen. Da zeigte mir Gott, zu dem ich rief, In der höchsten, schrecklichen Not, Aus der Tiefe ragend ein Felsenriff, Das erfaßt ich behend und entrann dem Tod.
Page 111 - Und schaffst du den Becher mir wieder zur Stell, so sollst du der trefflichste Ritter mir sein und sollst sie als Ehgemahl heut noch umarmen, die jetzt für dich bittet mit zartem Erbarmen.


