Die Osterinsel: Roman

Front Cover
Cotta, 1894 - 443 pages
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 386 - Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
Page 428 - Die Osterinsel würde, wenn er weiter lebte, seine letzte und größte Enttäuschung werden. Uns bleibt am Ende nichts, als die innere Osterinsel. Wenig, Fräulein Malwine. Aber was will der Mensch! Er muß wollen, was er kann. Nun, und dann muß einer den andern suchen, die Osterinseln müssen sich finden, sie müssen zu grüßern und immer größern zusammenwachsen, mitten in der Welt. Anders gchts nicht!
Page 1 - Stuttgart und Berlin ----------^---^ Die nachstehend verzeichneten Romane und Novellen sind auch in leinwand gebunden zu beziehen Preis für den Einband I. Mark Geheftet Andreas'Salome,Lou, Ruth. Erzählung. 3. Aufl. M. 3.5ft — „— Aus fremder Seele. Eine Spätherbstgeschichte. 2. Auflage. M. 2.— — „— Fenitschka. Eine Ausschweifung. Zwei Erzählungen. M. 2.50 — ..— Menschenkinder
Page 74 - ... unserem Alten - dem Fahrenberg -« - »Lieber Bunsen«, sagte Overkamp, »das sind nun wieder Ihre Sorgen.« — »Jetzt ist er felsenfest überzeugt, daß er alle kriegt, seit dieser Füllgrabe ankutschiert ist, heut nachmittag. Was glauben Sie, Overkamp?« — »Mein Name ist Overkamp, nicht Habakuk. Ich gehöre weder zu den großen noch zu den kleinen Propheten, ich mache hier harte Arbeit.
Page 37 - Uebergang war zu euch, so führt euch hinüber zu dem Göttermenschen; oder zum Vollmenschen, zum reinen, zum ganzen Menschen — oder wie ihr ihn heißen wollt. Verjüngt euch wie der Phönix! Werdet euer Traum! Ueberwindet den Menschen', wie er den Affen überwand; steigt empor, empor auf der Erde Gipfel!
Page 64 - Klavier!" rief sie aus. Sie riß die Thür auf und sprang in das andre Zimmer hinein. Die Gesellschaft folgte, auch der ernsthafte vierbeinige Künstler, der seine Prüfung bestehen sollte, ohne es zu ahnen. Er ging getrost seinem Herrn nach, der sich ans Klavier setzte, legte sich einen Schritt von dessen Stuhl majestätisch nieder und begann leise — „rhythmisch", wie Schweitzer behauptete — mit dem Schweif zu wedeln. „Ich wähle sein Lieblingsstück!
Page 68 - Turas, ihm mit den Fäusten drohend. Hans setzte sich ans Klavier und begann eine schmachtende Melodie zu spielen. Die Wirkung war fast noch gewaltiger als das erste Mal. Tyras, der alle Versuche der Kleinen mit kalter Verachtung abgelehnt hatte, lag schon nach wenigen Tönen auf der Seite, und die eine Backe am Boden, den Schweis seelenvoll bewegend, heulte er mit unendlicher Empsindung; er traf auch noch häusiger den rechten Ton als vorhin.
Page 66 - Kläre mehr hören wollte; — aber wo bleibt sie denn? Warum kommt sie nicht?" In diesem Augenblick zeigte sie sich in der offenen Thür. „Er soll noch singen," sagte sie, das Gesicht verziehend.
Page 67 - O weh!" rief Adler und hielt sich die Ohren zu; es blieb aber das wunderliche Lächeln auf feinem Gesicht. „Ich halt's nicht mehr aus," rief jetzt Hans, der sich mittlerweile auch an dem Vater ausgewundert hatte; „wenn Sie erlauben, so mach' ich der Sache ein Ende und thu
Page 63 - Natürlich hat er seine eigene Richtung : er singt nicht bei allen Komponisten mit, und auch nicht jede Tonart oder jedes Tempo. Moll hat er lieber als Dur; Allegros lassen ihn kalt. Er ist für das Getragene und Elegische.

Bibliographic information