Aristoxenus von Tarent: bd.] Vorwort. Aristoxenus theorie des rhythmus. Aristoxenus theorie des melos. Aristoxenus Symposion oder Vermischte tischreden.- 2. bd. Prolegomena. Aristoxeneae restitutionis apparatus

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A. Abel, 1883 - Music, Greek and Roman
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Page 204 - Denn bloss mit der Enharmonik haben sie sich befasst, die übrigen Tongeschlechter niemals in Erwägung gezogen. Zum Beweise dessen dient, dass ja...
Page 11 - Zeit nicht in Abschnitte zerlegen, es muss vielmehr etwas Sinnliches vorhanden sein, durch welches die Zeit zerlegt werden kann.
Page viii - Den Rhythmus nannten die Alten das männliche, das Melos » das weibliche Princip der Musik. Das Melos ohne Rhythmus »ist ohne Energie und Form; es verhält sich zum Rhythmus »wie die ungeformte Materie zum formenden Geiste. Der »Rhythmus ist das die Materie der Tonalität Gestaltende, »er bringt die Masse in geordnete Bewegung, er ist das Thä»tige und Handelnde gegenüber dem zu behandelnden Gegen»stande der Töne und Akkorde des Melos.
Page 10 - Gehen wir nun weiter auf die Analogie ein, welche zwischen dem Rhythmizomenon und der gestalteten Materie einerseits, und zwischen dem Rhythmus und der Gestalt andererseits besteht, so müssen wir sagen: die Materie, in deren Wesen es liegt, sich gestalten zu lassen, ist niemals mit der Gestalt oder Form dasselbe, sondern es ist die Form eine bestimmte Anordnung der Theile der Materie. Ebenso ist auch der Rhythmus mit dem Rhylhmizomcnon niemals identisch, sondern er ist dasjenige, welches das Rhythmizomenon...
Page 415 - ... tragischen Chorlieder blos auf jene wenigen Töne beschränkt gewesen sein sollten; aber so viel scheint wohl festzustehen: der Topos hypatoeides der alten Griechen ist die Bassstimme, sowohl im Gesänge wie bei den Instrumenten. Im Abschnitte von der Melopöie sagt PseudoEuklides p. 21: „In dem Topos tragikos oder hypatoeides zeigt sich Hoheit, Glanz und Adel, männliche Erhebung der Seele, heldenmüthige Thatkraft und ähnliche Affecte dieses Charakters.
Page 247 - Eifer widmeten, ganz und gar hintangesesetzt, so dass bei der ,.grossen Mehrzahl nicht einmal das Vermögen, die enharmonischen Intervalle •.wahrzunehmen, vorhanden ist: sie sind in ihrer trägen Leichtfertigkeit so weit „herabgekommen, dass sie die Ansicht aufstellen, die enharmonische Diesis „mache überhaupt nicht den Eindruck eines den Sinnen wahrnehmbaren Inter..
Page 477 - Ehrwürdigkeit wegen deu meisten Eifer widmeten, ganz und gar hintangesetzt, sodass bei der grossen Mehrzahl nicht einmal das Vermögen, die enharmonischen Intervalle wahrzunehmen, vorhanden ist: sie sind in ihrer leichtfertigen Trägheit soweit herabgekommen, dass sie die Ansicht aufstellen, die enharmonische Diesis mache überhaupt nicht den Eindruck eines den Sinnen wahrnehmbaren Intervalles, und class sie dieselben aus den Melodien ausschliessen.
Page 204 - Beweise dessen dient, daß ja bei ihnen bloß für die Systeme des enharmonischen Tongeschlechtes Diagramme vorliegen; für diatonische und chromatische hat man sie nie bei ihnen gefunden. Und doch sollte eben durch ihre Diagramme die ganze Ordnung des Melos klar gestellt werden.
Page 477 - Harmonik gibt, darin waren fast alle einverstanden, während man sich über die verschiedenen Arten der beiden anderen Tongeschlechter nicht einigen konnte. Die jetzt Lebenden aber haben das schönste der Tongeschlechter, dem die Alten seiner Ehrwürdigkeit wegen den meisten Eifer widmeten, ganz und gar hintangesetzt...
Page 9 - alle oder auch nur einzelne Theile derselben auf ver„schiedene Weise geordnet werden, so kann auch eine und „dieselbe als Rhythmizomenon dienende...

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