Blumenlese aus den neuen schweizerischen Dichtern, Volume 1

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Heinrich Kurz
Friedrich Schulthess, 1860 - Swiss poetry (German)
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Page 13 - Misston im Chore der Sphären, Trägt denn die Schöpfung ein Trauergewand ? Hebet die Blicke, die trübe sich senken, Hebet die Blicke ! des Schönen ist viel. Tugend wird selber zu Freuden uns lenken ! Freud' ist der Weisheit belohnendes Ziel.
Page 14 - Fühlet ! sie säuselt am Bächlein entlang. Kostet ! sie glüht uns im Safte der Traube, Würzet die Früchte beim ländlichen Mahl ; Schauet ! sie grünet in Kräutern und Laube, Malt uns die Aussicht in's blumigte Thal.
Page 458 - Ich bin der Iunker Durst, Und bin hergekommen, Alter Freund, mit gutem Rath Heute dir zu srommen, Fühle nur den Strahl hier an, Wie er brennt und glühet; Schaue nur die Sonne da, Wie sie flammt und sprühet. Willst du heute sicher sein Vor so großer Schwüle, Suche dir ein Oertlein aus Sonnenlos und kühle. Ia wenn du im Beutel hast Nur noch einen Heller, Wend' ihn dran und miethe dich Ein im tiessten Keller.
Page 15 - Handelt ! durch Handlungen zeigt sich der Weise, Ruhm und Unsterblichkeit sind ihr Geleit. Zeichnet mit Thaten die schwindenden Gleise Unserer flüchtig entrollenden Zeit. Den uns umschliessenden Zirkel beglücken, Nütze so viel, als ein Jeder vermag.
Page 11 - Bräute ringen Umsonst die Hände wund ; Der Waise Klagen dringen Nicht in der Tiefe Grund. Doch, sonst an keinem Orte Wohnt die ersehnte Ruh; Nur durch die dunkle Pforte Geht man der Heimat zu.
Page 223 - So aber hat der Arnold sein großes Herz erschlossen: „Gestrengen und biderben, lieben Eidgenossen! Sorgt mir um Weib und Kinder! will euch eine Gasse machen!" Und an die Feinde springt er, wie der Ahnherr an den Drachen! Da scheint der Held zu wachsen, breit, übermenschlich lang, Im schauerlichen Funkeln; mit einem Satze sprang Gen Feind des Drachentödters Kind, in gräßlicher Geberde, Und unter dem Helden bebt und jauchzt die freie Schweizererde.
Page 3 - Pflaum und Birne In ihr Körbchen legt! Dort, mit leichten Schritten, Jene goldne Quitten In den Landhof trägt! Flinke Träger springen, Und die Mädchen singen, Alles jubelt froh! Bunte Bänder schweben Zwischen hohen Reben Auf dem Hut von Stroh.
Page 15 - Wann in den Pappeln die Nachtigall schlägt, O Freund, wie bin ich so innig bewegt! Mit ihrer Töne Bedeutung vertraut, .Verscheucht sie mein Laut.
Page 14 - Sehnen? Wünscht ihr verzagend zu modern im Grab? Edleres bleibt uns noch viel zu verrichten; Viel auch des Guten ist noch nicht gethan Heiterkeit lohnt die Erfüllung der Pflichten, Ruhe beschattet das Ende der Bahn. Mancherlei Sorgen und mancherlei Schmerzen Quälen uns wahrlich aus eigener Schuld. Hoffnung ist Labsal dem wundesten Herzen, Duldende stärket gelaßne Geduld.
Page 4 - Alles jubelt sroh ! Bunte Bänder schweben Zwischen hohen Reben Aus dem Hut von Stroh. Geige tönt und Flöte Bei der Abendröte Und im Mondenglanz : Iunge Winzerinnen Winken und beginnen Deutschen Rinneltanz.

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