JENSEITS DES LUSTPRINZIPS

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allerdings Analyse Annahme Außenwelt Befriedigung beiden Beobachtung Besetzung besondere bestimmten Bewußtsein Beziehung Charakter Dauerspur direkte drängen Eindruck Einflüsse Energie Entstehung Entwicklung Erlebnis Eros Erregung Erregungsvorgang erst Fortpflanzung Freud Funktion gebundenen Gegensatz geschlechtlichen geschlechtlichen Fortpflanzung gewisse glaube großen Herrschaft des Lustprinzips höheren Tiere Ichtriebe Keimplasma Keimzellen Kind könnte konservativen Kopulation Kranken Kriegsneurosen lebenden Substanz Lebens Lebenstriebe libidinösen Libido Libidotheorie lich Lust und Unlust Lustgewinn Lustprinzip machen Masochismus möglich muß Narzißmus narzißtische natürlichen Tod neuen Neurosenlehre Objekt organischen Organismen Organismus Primärvorgang Protisten Protozoen Prozesse psychischen Systeme Psychoanalyse Psychoneurose Reaktionsbildungen Realitätsprinzip reizaufnehmende Reizschutz Rindenschicht Sadismus Sammlung kleiner Schriften schen Seelenlebens seelischen Appa seelischen Apparates Sekundärvorgang Selbsterhaltungstriebe Sexual Sexualtriebe Sigm Soma später Spekulation Spiel Stärke Stelle sterben Studien über Hysterie System Bw Tatsachen Tendenz Theorie Todestriebe traumatischen Neurose Träume Triebe Triebregungen Übertragungsneurose Unbewußten unlustvolle unserer Unsterblichkeit Upanishaden Verdrängten Verschmelzung zweier viel vielleicht Vielzelligen Vorgänge W-Bw weiter Widerstand wieder Wiederholung Wiederholungszwang wissen Wunscherfüllung Zellen Ziel

Popular passages

Page 11 - Das war also das komplette Spiel, Verschwinden und Wiederkommen, wovon man zumeist nur den ersten Akt zu sehen bekam, und dieser wurde für sich allein unermüdlich als Spiel wiederholt, obwohl die größere Lust unzweifelhaft dem zweiten Akt anhing.
Page 28 - Die Unbestimmtheit all unserer Erörterungen, die wir metapsychologische heißen, rührt natürlich daher, daß wir nichts über die Natur des Erregungsvorganges in den Elementen der psychischen Systeme wissen und uns zu keiner Annahme darüber berechtigt fühlen. So operieren wir also stets mit einem großen X, welches wir in jede neue Formel mit hinübernehmen.
Page 4 - Hypothese begründen, daß jede die Schwelle des Bewußtseins übersteigende psychophysische Bewegung nach Maßgabe mit Lust behaftet sei, als sie sich der vollen Stabilität über eine gewisse Grenze hinaus nähert, mit Unlust nach Maßgabe, als sie über eine gewisse Grenze davon abweicht, indes zwischen beiden, als qualitative Schwelle . . . eine gewisse Breite ästhetischer Indifferenz besteht . . ."-1). Das war, wie mir scheint, ein noch unausgereifter Gedanke; aber die „Stabilitätsidee"...
Page 39 - Es ist wie ein Zauderrhythmus im Leben der Organismen; die eine Triebgruppe stürmt nach vorwärts, um das Endziel des Lebens möglichst bald zu erreichen, die andere schnellt an einer gewissen Stelle dieses Weges zurück, um ihn von einem bestimmten Punkt an nochmals zu machen und so die Dauer des Weges zu verlängern.
Page 24 - Für den lebenden Organismus ist der Reizschutz eine beinahe wichtigere Aufgabe als die Reizaufnahme; er ist mit einem eigenen Energievorrat ausgestattet und muß vor allem bestrebt sein, die besonderen Formen der Energieumsetzung, die in ihm spielen, vor dem gleichmachenden, also zerstörenden Einfluß der übergroßen, draußen arbeitenden Energien zu bewahren.«9 Die Bedrohung durch diese Energien ist die durch Chocks.
Page 34 - Ein Trieb wäre also ein dem belebten Organischen innewohnender Drang zur Wiederherstellung eines früheren Zustandes, welchen dies Belebte unter dem Einflusse äußerer Störungskräfte aufgeben mußte, eine Art von organischer Elastizität, oder wenn man will, die Äußerung der Trägheit im organischen Leben
Page 11 - Das Kind hatte eine Holzspule, die mit einem Bindfaden umwickelt war. Es fiel ihm nie ein, sie zum Beispiel am Boden hinter sich herzuziehen, also Wagen mit ihr zu spielen, sondern es warf die am Faden gehaltene Spule mit großem Geschick über den Rand seines verhängten Bettchens, so daß sie darin verschwand, sagte dazu sein bedeutungsvolles o — o — o — o und zog dann die Spule am Faden wieder aus dem Bett heraus, begrüßte aber deren Erscheinen jetzt mit einem freudigen >Da<.
Page 11 - Dieses brave Kind zeigte nun die gelegentlich störende Gewohnheit, alle kleinen Gegenstände, deren es habhaft wurde, weit weg von sich in eine Zimmerecke, unter ein Bett usw. zu schleudern, so daß das Zusammensuchen seines Spielzeuges oft keine leichte Arbeit war. Dabei brachte es mit dem Ausdruck von Interesse und Befriedigung ein lautes, langgezogenes o — o — o — o hervor, das nach dem übereinstimmenden Urteil der Mutter und des Beobachters keine Interjektion war, sondern „Fort
Page 58 - Man könnte mich fragen, ob und inwieweit ich selbst von den hier entwickelten Annahmen überzeugt bin. Meine Antwort würde lauten, daß ich weder selbst überzeugt bin, noch bei anderen um Glauben für sie werbe. Richtiger: ich weiß nicht, wie weit ich an sie glaube.
Page 20 - Annahme finden, daß es im Seelenleben wirklich einen Wiederholungszwang gibt, der sich über das Lustprinzip hinaussetzt.

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