Kleine lyrische Gedichte, Volume 3

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F.A. Schrämbl, 1793
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Page 139 - Unsere schnellen Augenblicke Geh'n vor sich, nicht hinter sich. Das ist mein, was ich besitze, Diese Stunde, die ich nütze ; Die ich hoff ist die für mich ? Jeder Tag, ist er vergebens, Ist im Buche meines Lebens Nichts, ein unbeschriebenes Blatt! Wohl denn! Morgen, so wie heute, Steh' darin auf jeder Seite Von mir eine gute That.
Page 87 - Der Freund, der mir den Spiegel zeiget, Den kleinsten Flecken nicht verschweiget; Mich freundlich warnt, mich ernstlich schilt, Wenn ich nicht meine Pflicht erfüllt; Das ist ein Freund, so wenig er es scheinet.
Page 170 - Stätt' einst oft betrat, Indem er sich im Geist des grofsen Sabbats freute, Den er vom Himmel sich erbat, Und mich, vertraut mit den hier schlummernden Gebeinen, Zu dem und jenem Grabe rief, Und meine Zärtlichkeit oft weinend lehrte weinen, Wo einer seiner Edlen schlief. Hier liegt auch Gellert!
Page 241 - Die ganze Götterzunft, hier Faunen, dort Najaden, Und schöne Nymphen, die sich baden : Und Sand, vom Ganges hergeschickt, Und Muschelwerk und goldne Vasen Und Porzellan auf ausgeschnittnem Rasen Und buntes Gitterwerk und eines such' ich nur Ist's möglich, daß was fehlt?
Page 20 - Gefährdin schlinget, Die sie, von ihr im Scherz bekriegt, An Witz, so wie an Reiz besiegt. Ich tauschte nicht die Flotten aller Meere, Und wenn auch jedes Schiff mit Gold beladen wäre, Nicht Perus reiche Ländereyn, Für eine Locke Chloens ein.
Page 143 - Doch traue nicht! ach! öffne nicht Dich ihren Schmeicheleyn! Der Tag steigt auf; sein brennend Licht Wird dein Verderben seyn! Im Morgen meiner Lebenszeit Blüh' ich, der Knospe gleich: Noch ist mein Herz von Fröhlichkeit Und süßen Wünschen reich. Doch öffn' ich dieses der Begier, Der Wollust falschem Scherz: So trifft mich ihre Gluth, in ihr Verwelkt ein junges Herz.
Page 176 - Sphären auf, so dringt auck zu den Sphären Für dich des frommen Beters Dank . Oft schläft er mit dir ein. In deinem sanften Liede Zieht er der Engel Schutz herab, Und ruhet sanft , und wünscht im Traume dem noch Friede , Der ihm die süfse Stärkung gab . Ja du, du tröstest ihn in seiner letzten Stunde : Da stammelt er von dir im Tod Noch einen Seufzer, stirbt mit Gelierten im Munde, Und so entfleucht sein Geist zu Gott.
Page 69 - Doch sollt' ich nicht den, Der alles so schön Erschuf, erst brünstig erheben? Durch Jubelgesang Preis' ihn mein Dank , Doch mehr mein künftiges Leben!
Page 173 - Knabe, wein' um ihn! — von Lieb" und Dank beseelet , Wein' deinen Freund , mein Mädchen , du ! Wann du ihm stammelnd sonst aus ihm was vorerzählet, Wie segnend lächelt
Page 176 - Trinmph, o Geliert, dir! Wie viele tausend Segen Flohn deiner eignen Seele nach! Wie viele flogen ihr vom Himmel schon entgegen, Als sie ihr morsches Haus zerbrach! Ja, o! wer sagt es mir, was töneten für Lieder Dann unter deiner Freunde Schar, Den Engeln, Seligen im ganzen Himmel wieder, Als deine Stunde nahe war? Und welche Lieder dann, als mit dir nun dein Engel Zur himmlischen Versammlung kam, Sie deiner Tugend Lob, die deiner Menschheit Mängel So mächtig überwog, vernahm; Und dann die Stimm...

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