Die altchinesische Reichsreligion vom Standpunkte der vergleichende Religionsgeschichte

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Page 23 - ... parent the correlate of Heaven and giving to the spirit-tablet a place on the altar of the Supreme Being. That amounted to an act of unequivocal worship. Dr. Legge, the eminent expounder of Chinese philosophy and religion, expresses the opinion that these great seasonal occasions at the court of China " were what we might call grand family reunions, where the dead and the living met, eating and drinking together ; 60 where the living worshipped the dead and the dead blessed the living.
Page 30 - ... his lawless way. He has driven away the time-worn sires; and cultivates intimacies with wicked men. Dissolute, intemperate, reckless, oppressive, his ministers have become assimilated to him; and they form combinations and contract animosities, and depend on their power to exterminate one another. The innocent cry to Heaven. The odour of such a state is felt on high. 'Heaven loves the people, and the sovereign should reverently carry out (this mind of) Heaven.
Page 4 - Unordnung in die ganze Kette der Wesen. Die geistigen und moralischen Kräfte gebieten aber den physischen; wer Tugend und Sitte beleidigt, stört die glückliche Ordnung der Elemente, bringt Unheil über die Gesellschaft und ist ihr verantwortlich.
Page 43 - I. p. 35, i. Daher trägt auch das chinesische Wesen den Charakter einer Naturnothwendigkeit an sich und hat eine so gewaltige Kraft, dass es alles Fremde in seine Natur umwandelt, und dass keine Eroberer im Stande waren, das chinesische Volksund Staatsleben anders zu gestalten.
Page 9 - Geist (Schin) nennt man das Feine oder Zarte (Miao) in allen (den 10,000) Dingen"; oder Hi-tseu IV, 8. T. II. p. 451: „Das Unerforschliche oder Unergründliche (Putse) des Yn und Yang heisst Geist."4) Eben insofern also die Gottheit ohne Geruch und ohne Laut, dh geistig ist, kann sie mit den grobkörperlichen Sinnen nicht begriffen^ ') Vgl. Ludwig, Einleitung zum Rig-Veda p.
Page 11 - ... Naturereignisse, er lässt auch Volk und Fürst sich gegenseitig belehren, züchtigen, bestrafen2); beide sollen einander den Willen der Gottheit, der auf die Erhaltung der sittlichen Ordnung gerichtet ist, zum Bewusstsein bringen. Im Kia-iü 25, 3 lehrt Confucius: Wenn das Volk den rechten Weg (Tao, das Prinzip) verlässt, dann verwirrt auch der Schang-ti des Himmels Ordnung (Schang-ti pi i khi wei loen Thien tao). Darum mahnt derselbe Weise den Fürsten von Sung3): ,.Ehre (tsün) den Himmel,...
Page 12 - Wenn daher Confucius klagt (Lün-iü 14, 37): Keiner kennt mich; und Tseu-kung fragt: „Was will das sagen"? so darf Confucius antworten: Ich murre nicht gegen den Himmel, ich klage nicht (yen) über die Menschen, unten lerne ich, nach oben dringe ich durch (ta), der mich kennt, das ist der Himmel.
Page 25 - ... man deutlich, dass nicht nur die früheren Kaiser, sondern auch die Ahnen aller als fortdauernd, theilnehmend und wirksam in Bezug auf das Schicksal ihrer Nachkommen auf Erden gedacht werden. Sie stehen auch dort noch in demselben Unterthanenverhältnisse zu ihrem Fürsten, wie auf Erden, und üben eine Macht und einen Einfluss über ihre Nachkommen hier aus; die Ahnen der Leute aus dem Volke, indem sie sich an die Ahnen der Kaiser wenden, und diese — was übrigens hier nicht ausgedrückt ist...
Page 30 - Als Wang-sün-kia, ein Ta-fu in Wei, ihn fragte (Lün-iü 3, 13), ob es besser sei bei dem Geiste des Winkels (Ngao) oder dem des Herdes (Tsao) sich zu insinuiren, sagte Confucius: „Nicht so! wer gegen den Himmel sich verschuldet (vergeht, Tsui), hat keinen, dem г) Plath, Abb.
Page 22 - Lün-iü n, 11 fragt Ki-lu nach dem Dienste der Manen und Geister (Kuei-schin). Der Meister sagte: du vermagst noch nicht den Menschen zu dienen, wie vermagst du den Manen und Geistern zu dienen? Ich (sagt Ki-lu) erlaube mir, nach den Todten zu fragen. Er (C.) sagte: du kennst das Leben noch nicht, wie willst du den Tod kennen?

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