Der edelstein

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G. J. Göschen, 1844 - Fables - 233 pages
 

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Popular passages

Page 136 - Priamelvierzeiler dieser Zeit meist von durch und durch gesunder Natürlichkeit, seine Empfindung nüchtern und praktisch; seltener streift er Uhlands stille Tiefen des Gemütes. Einen hausbackenen guten Vierzeiler hat Boner 76, 55 überliefert, vielleicht selbst improvisiert. wer umb ein phenning git ein phunt, und ein phert umb einen hunt, und umb ein helbling kriegen kan: der dunkt mich niht ein wiser man.
Page 132 - ... erkorn: da vuort in hin ein engel guot; der ander in der helle gluot wart gevüeret, da er sach der armen seien ungemach.
Page xii - geistlichen", inneren Leben, bei vielleicht noch weit gründlicherer Menschen- und Weltkenntniß , denselben Haß gegen die Schule und Gelehrsamkeit, dasselbe Vorherrschen der Betrachtungen über Gewalt und Druck, über Arm und Reich, über den Krieg wegen Mein und Dein, der nun die Erde überzieht, dieselbe...
Page 148 - Wer den mantel keret dar, da er des windes wirt gewar, und überkraft entwichen kan, der mag wol deste baz gestan (Boner 83, 55).
Page xiii - ... Dichtung möge man nun nicht in der Welt; wer seine Worte künstlich zu flechten wisse, der dünke sich nun ein guter Fechter. Wer das Schwert wohl gebrauchen könne, dem sei es nütze, mancher aber trage Speer, Messer und Schwert, die in seiner Hand wenig frommten. Wem schlichte Worte nicht nütze seien, der ziehe auch keinen Nutzen von den gezierten. Mancher predige jetzt hohe Weisheit, der sich doch selber nicht verstehe. Man kann den Gegensatz des natürlichen Sittenpredigers gegen die verschrobenen...
Page 5 - ... wirt des rouches dicke vil, der tuot in den ougen we. wer denn dä zuo niht bläset me, unz ez , enzündet werde wol und hitze geb reht als e?
Page 164 - ... er verge;;en gar, die im der vogel hat gegeben. er wart betrüebt als umb fin leben, und geloubte, da; unmüglich was, 30 und wart gevli;;en fer üf da;, wie er den vogel möcht gevän.
Page xiii - Kern, ein kleiner Garten bringe heilsame Frucht. Einfache Worte und einfache Dichtung möge man nun nicht in der Welt; wer seine Worte künstlich zu flechten wisse, der dünke sich nun ein guter Fechter. Wer das Schwert wohl gebrauchen könne, dem sei es nütze, mancher aber trage Speer, Messer und Schwert, die in seiner Hand wenig frommten. Wem schlichte Worte nicht nütze seien, der ziehe auch keinen Nutzen von den gezierten.
Page 9 - VON EINEM WOLFE UND EINEM SCHAFE. VON UNRECHTEM GEWALTE. Ein wolf von durfte dar zuo kam da£ er den weg zem wa;;er nam, da; felbe ouch einem fchäf befchach : n giengen beide in einen bach.
Page xiv - Sprichworts, wie wir es beim Freidank finden, den Boner vielfach benutzt: es ist nicht ein einziges, nicht eine einzelne Nutzanwendung, die er macht, sondern immer eine Reihe von Sprüchen, die häufig nicht die Hauptwahrheit der Erzählung allein ins Licht stellen, sondern mehrere und so viele sie au die Hand giebt, die eben deshalb auch häufig nicht an das Ende zusammengestellt sind, sondern ungeduldig die Geschichte unterbrechen und als Nutzanwendungen auf einzelne Züge und Handlungen in der...

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