Von der Ursache, dem Princip und dem Einen

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Dürr'schen Buchhandlung, 1902 - 161 pages
 

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Page 41 - ... in gewissen Abstufungen die ganze Materie erfüllt, so ist der Geist offenbar die wahre Wirklichkeit und die wahre Form aller Dinge. Die Weltseele ist also das...
Page 2 - Vernunft schau' ich die Weiten, Die keine That, nicht Maass noch Kechnung zwingen; Die Masse, Kraft und Zahl kann ich durchdringen, Die Untres, Obres wie die Mitte leiten. Nicht blinder Wahn, der Zeit, des Schicksals Tücke, Nicht offne Wut, noch Hasses gift'ges Flüstern, Nicht Bosheit, roher Sinn und freches Trachten Vermögen je, den Tag mir zu verdüstern, Mir zu verschleiern meine hellen Blicke, Noch meiner Sonne Glanz mir zu umnachten.
Page 97 - Dies bewegt sich nicht räumlich, weil es nichts ausser sich hat, wohin es sich begeben könnte; ist es doch selber alles. Es wird nicht erzeugt, denn es ist kein anderes Sein, welches es ersehnen oder erwarten könnte; hat es doch selber alles Sein. Es vergeht nicht; denn es giebt nichts anderes, worin es sich verwandeln könnte, — ist es doch selber alles.
Page 31 - Die universelle Vernunft ist das innerste, wirklichste und eigenste Vermögen und ein potentieller Teil der Weltseele; sie ist ein Identisches, welches das All erfüllt, das Universum erleuchtet und die Natur unterweist, ihre Gattungen, so wie sie sein sollen, hervorzubringen. Sie verhält sich demnach zur Hervorbringung der Dinge in der Natur, wie unsere Vernunft sich zur entsprechenden Hervorbringung der Gattungsbegriffe im Verstande verhält. Sie wird von den...
Page 32 - Wir nennen sie den inneren Künstler, weil sie die Materie formt und von innen heraus gestaltet, wie sie aus dem Innern des Samens oder der Wurzel den Stamm hervorlockt und entwickelt, aus dem Innern des Stammes die Äste treibt, aus dem Innern der Äste die Zweige gestaltet, aus dem Innern dieser die Knospen bildet, von innen heraus wie aus einem...
Page 115 - Edelsteines, der so kostbar wäre, dass er alles Gold der Erde aufwöge, als an der Vielheit der Tausende von Tausenden solcher Groschen wie die, von denen du einen in der Börse hast.
Page 97 - So ist denn also das Universum ein Einiges, Unendliches, Unbewegliches. Ein Einiges, sage ich, ist die absolute Möglichkeit, ein Einiges die Wirklichkeit; ein Einiges die Form oder Seele, ein Einiges die Materie oder der Körper; ein Einiges die Ursache; ein Einiges das Wesen, ein Einiges das...
Page 98 - Teil nicht mehr an, als ein noch so viel kleinerer, und deshalb ist in der unendlichen Dauer die Stunde nicht vom Tage, der Tag nicht vom Jahr, das Jahr vom Jahrhundert, das Jahrhundert vom Moment verschieden; denn die Augenblicke und die Stunden haben nicht mehr Sein als Jahrhunderte, und jene haben zur Ewigkeit kein geringeres Verhältnis als diese.
Page 53 - Wagner : la semenaa ; vielleicht la reminisceraa. stanz der Dinge und zugleich die göttliche Wesenheit sei; und ein Araber, Namens Avicebron, ist derselben Meinung, wie er in einem Buche, „Quelle des Lebens
Page xxiv - Wurzelnd ruhst du, o Berg, tief mit der Erde verwachsen, Aber dein Scheitel ragt zu den Gestirnen empor. Geist, von des Weltalls Höhn mahnt dich die trennende Grenze, Die dich, beiden verwandt, scheidet von Hades und Zeus, Daß du dein Recht nicht verlierst und träg in Niedern beruhend Sinkst vom Staube beschwert dumpf in des Acheron Flut.

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