Der buddhismus: seine Dogmen, Geschichte und Literatur

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Kaiserliche Akademie der Wissenschaften, 1860 - Buddha (The concept) - 380 pages
 

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Page 289 - ... und Literatur" auf den Seiten 289-292 sagt. Ich behalte dabei die in der deutschen Uebersetzung des Wassiljewschen Werkes befolgte Schreibweise der Sanskritnamen, obwohl sie mit der von mir in dieser Abhandlung beobachteten nicht übereinstimmt, bei. „ Wenn gleich die Crävaka's [dh Altbuddhisten] in der Folge sich nachgiebiger gegen die Lehre des Mahäjäna zeigten, so sahen sie nichts desto weniger ursprünglich die Anhänger derselben als exoterische Häretiker an — Obschon ihre Einwürfe...
Page 290 - ... des letzten Punktes sagten sie, dass das Mahäjäna nicht von dem Buddha ausgesprochen sei, weil es nicht in den drei Pitaka's der Crävaka's enthalten sei, dass diese Lehre einen ändern Pfad zum Heile zeigt, indem sie zur Sühnung der Sünden das Lesen der Dhärani's, das Abwaschen in der Gangä usw. vorschlägt, gleich den Vedänta's die Ursachen und Folgen, den Glauben an die vier Wahrheiten und die drei Kostbarkeiten verwirft, und gleich dem Lokäjata \ lehrt, dass alles leer sei. Wenn gleich...
Page 152 - Genuss, welche stufenweise daraus hervorgehen, mag er nun seine Vernunft in eine analytische Prüfung vertiefen oder seinen Geist auf einen Punct concentriren oder, in Gleichgültigkeit gegen Freude, in Abwesenheit aller Empfindungen versinken. In der Samapatti wird allen möglichen Vorstellungen der Zugang verschlossen , es offenbart sich eine gränzenlose Erkenntniss , in welcher Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen, die Verschmelzung mit dem Nichts und daraus die Production der Negation...
Page 292 - Wundertaten xu erklären, welche die (Jrävaka's selbst dem (j.'äkjamuni in seinem historischen Leben zuschrieben ; wie hätte er so zu handeln vermocht, sagen die Mahäjänisten, wenn er nur ein einfacher Sterblicher gewesen wäre ? Was die Tilgung der Sünden durch Abwaschen in der Gangä betrifft, so sagen die Mahäjänisten, dass es als Folge des Eides oder Wunsches des Drachen Anudätta zugelassen [dh von ausscn entlehnt] sei.
Page 292 - Mahäjänisten sagen, dass sie eben so sehr Buddhisten sind, wie auch die £rävaka's, weil sie den Buddha als ihren Lehrer betrachten, weil sich ihre Lehre nicht im Widerspruch mit der Substanz von dessen Lehre befindet und nicht von den vier Regeln abweicht, über welche der Buddhismus sich geeinigt hat. — Die sechzehn Arten der Wahrheit bei den...
Page viii - ... Übrige betrifft , so kann es nicht treffender ausgedrückt werden, als mit den Worten Wassiljew's in der Vorrede zu seiner Geschichte des Buddhismus: „Je mehr sich ein Gelehrter in das Gebiet einer Wissenschaft vertieft , desto weniger bleibt er von seinen Forschungen befriedigt. Im Verhältniss zu seiner Vertiefung erheben sich in seinem Haupte immer neue Fragen , welche er beim Anfang der Beschäftigung nicht einmal ahndete ; er begreift eher als ein anderer Leser, dass der vorausgesetzte...
Page 148 - ... beachten, sich nur in geringem Grade bemerkbar macht, so heisst es Hina-Sila, wenn in höherem, Madhyama-Sila, wenn in vollendetem, Pranita-Sila. 3) Zu keiner Zeit können die Kräfte des Geistes so mächtig sein, als wenn sie sich auf ein einziges Ziel concentriren und im Verhältniss zu der Kühe der Heiligkeit, welche das Wesen besitzt, das diese Gedanken concentrirt, pflegen auch seine Kräfte höher zu sein.
Page viii - ... ein Gelehrter in das Gebiet einer Wissenschaft vertieft , desto weniger bleibt er von seinen Forschungen befriedigt. Im Verhältniss zu seiner Vertiefung erheben sich in seinem Haupte immer neue Fragen , welche er beim Anfang der Beschäftigung nicht einmal ahndete ; er begreift eher als ein anderer Leser, dass der vorausgesetzte Abschluss nur ein scheinbarer ist und dass noch manches Wort, mancher Ausdruck gesichert werden müsste, welcher einem anderen auch nicht einmal auffällt. Ich bin überzeugt,...
Page 308 - Systeme gleichmässig an, dass es keine kleinere Form als diese gibt und dass sie weder gespalten noch getheilt werden kann; sie weichen von einander nur darin ab: ob eine Mo631 nade aus Theilen besteht, | oder nicht — und wenn dabei auch (im ersten Fall) gesagt wird, dass die Monade aus acht Elementen gebildet sei, dh acht Seiten habe, so sagt doch Niemand, dass sie eine Verkettung (Verbindung) sei; denn sie hat keine andern Monaden, welche sie hätten zusammensetzen können; ja sogar der Begriff...
Page viii - ... wird indess noch vieler Mühen bedürfen, bis er druckfertig sein wird; und hoffentlich werden dazu auch die Zeit und die Kräfte ausreichen. Was das Übrige betrifft, so kann es nicht treffender ausgedrückt werden, als mit den Worten Wassiljew's in der Vorrede zu seiner Geschichte des Buddhismus: „Je mehr sich ein Gelehrter in das Gebiet einer Wissenschaft vertieft, desto weniger bleibt er von seinen Forschungen befriedigt. Im Verhältniss zu seiner Vertiefung erheben sich in seinem Haupte...

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