Friedrich Hölderlin in seinen Gedichten

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G. Kiepenheuer, 1922 - 46 pages
 

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Page 23 - Heroen und Menschen und Sterbliche sonst. Denn weil die Seligsten nichts fühlen von selbst, muß wohl, wenn solches zu sagen erlaubt ist, in der Götter Namen teilnehmend fühlen ein Andrer, den brauchen sie; jedoch ihr Gericht ist, daß sein eigenes Haus zerbreche der und das Liebste wie den Feind schelt...
Page 32 - Doch gut Ist ein Gespräch und zu sagen Des Herzens Meinung, zu hören viel Von Tagen der Lieb Und Taten, welche geschehen.
Page 25 - Namen teilnehmend fühlen ein Andrer, den brauchen sie; jedoch ihr Gericht ist, daß sein eigenes Haus zerbreche der und das Liebste wie den Feind schelt und sich Vater und Kind begrabe unter den Trümmern, wenn einer wie sie sein will und nicht Ungleiches dulden, der Schwärmer.
Page 27 - Wo noch der Wanderungen Und süß der Leiden Erinnerung Aufrauscht am sichern Gestade, Daß da und dorthin gern Er sehn mag bis an die Grenzen, Die bei der Geburt ihm Gott Zum Aufenthalte gezeichnet Dann ruht er, seligbescheiden, Denn alles, was er gewollt, Das Himmlische, von selber umfängt Es, unbezwungen, lächelnd Jetzt, da er ruhet, den Kühnen. Halbgötter denk ich jetzt, Und kennen muß ich die Teuern, Weil oft ihr Leben so Die sehnende Brust mir beweget.
Page 44 - Großes zu finden, ist viel, ist viel noch übrig, und wer so Liebte, gehet, er muß, gehet zu Göttern die Bahn.
Page 20 - Und schön ists, wie er drauf, Nachdem er die Berge verlassen, Stillwandelnd sich im deutschen Lande Begnüget und das Sehnen stillt Im guten Geschäfte, wenn er das Land baut, Der Vater Rhein, und liebe Kinder nährt In Städten, die er gegründet.
Page 23 - Es haben aber an eigner Unsterblichkeit die Götter genug und bedürfen die Himmlischen eines Dings, so sinds Heroen und Menschen und Sterbliche sonst. Denn weil die...
Page 21 - Wer war es, der zuerst Die Liebesbande verderbt Und Stricke von ihnen gemacht hat? Dann haben des eigenen Rechts Und gewiß des himmlischen Feuers Gespottet die Trotzigen, dann erst Die sterblichen Pfade verachtend Verwegnes erwählt Und den Göttern gleich zu werden getrachtet.
Page 51 - MENSCHENBEIFALL Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll, Seit ich liebe ? warum achtetet ihr mich mehr, DA ich stolzer und wilder, Wortereicher und leerer war? Ach ! der Menge gefällt, was auf den Marktplatz taugt, Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen; An das Göttliche glauben Die allein, die es selber sind.
Page 51 - Menschenbeifall. Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll, Seit ich liebe? warum achtetet ihr mich mehr, Da ich stolzer und wilder, Wortereicher und leerer war?

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