Prager deutsche Studien, Issues 1-3

Front Cover
C. Bellmann, 1905 - German literature
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 11 - Die deutsche Schaubühne nach den Regeln der alten Griechen und Römer eingerichtet, und mit einer Vorrede herausgegeben von JC Gottscheden, Leipzig 1741 bis 1745 (6 Teile).
Page 96 - Der Mond hatte sich endlich von den Dächern gelöset, und stand hoch im Blau — ein Glänzen und ein Flimmern und ein Leuchten durch den ganzen Himmel begann, durch alle Wolken schoß Silber, von allen Blechdächern rannen breite Ströme desselben nieder, und an die Blitzableiter, Dachspitzen und Turmkreuze waren Funken geschleudert.
Page 17 - Wiener kennen lernte, die ihn priesen. Meine Ansicht ist die aller meiner literarischen Freunde: Grillparzer an ihrer Spitze. Wenn man daher auswärts meint, Hebbel habe es Wien angetan, so irrt man sehr. Selbst manche Familien kenne ich, die nur ihr einfaches Gefühl fragen und diese Dichtungen entschieden von sich weisen. Der größte Teil unserer Wiener (der lesenden) ist zu gesund, um diese Verrenkungen anzunehmen.
Page 98 - Diese Wendung der Geschichte, dieser Punkt, von welchem aus sie sich unerwartet völlig umkehrt, und doch natürlich, dem Charakter und den Umständen angemessen, die Folge entwickelt, wird sich der Phantasie des Lesers um so fester einprägen, als die Sache, selbst im Wunderbaren, unter andern Umständen wieder alltäglich sein könnte.
Page 84 - In a word, though he never sought, yet at the same time, as he seldom shunned occasions of saying what came uppermost, and without much ceremony, he had but too many temptations in life, of scattering his wit and his humour, — his gibes and his jests about him. They were not lost for want of gathering.
Page 34 - Sammlung von Schauspielen, welche auf der kaiserlich königlichen privil. deutschen Schaubühne zu Wien aufgeführet worden.
Page 48 - Jahre meines Lebens habe ich den Glauben noch ; aber er ist mir kein Glauben mehr, sondern eine Wahrheit, wie die Wahrheiten der Mathematik; ja noch mehr, denn die Wahrheiten der Mathematik sind nur die unseren Verstandesgesetzen entsprechenden Gesetze; diese Wahrheit aber ist unbedingt, oder Gott ist nicht Gott.
Page 26 - Wie so oft der Geist des Zwiespalts zwischen Menschen tritt, anfangs als ein so kleines, wesenloses Ding, daß sie es nicht sehen, oder nicht wert halten, es mit einem Hauch des Mundes, mit einer Falte des Gewandes wegzufegen - wie es dann heimlich wächst, und endlich als unangreifbarer Riese wolkig, dunkel zwischen ihnen steht: so war es auch hier.
Page 46 - Als Schriftsteller bin ich nur Dilettant, und wer weiß, ob ich es auf diesem Felde weiter bringen würde, aber als Maler werde ich etwas erreichen."13) Er blieb auch der Malerei bis ans Ende treu; nach seinem „Tagebuch über Malerarbeiten
Page 15 - Schiller, so groß er ist, hat durch den falschen Glanz, den er der keuschen Muse geben zu müssen geglaubt hat, viel zu dem nachfolgenden Übel beigetragen; noch immer wird Götzendienst mit Schiller getrieben, und ich fürchte, nicht mit dem großen Schiller, sondern mit dem fütternden.

Bibliographic information