Studien zur Geschichte der sächsisch-böhmischen Beziehungen in den Jahren 1464-1471

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Wilhelm Baensch, 1881 - Bohemia (Czech Republic) - 144 pages
 

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Page 52 - Fürsten unterstützt wurden; aber ihren Zweck erreichten sie nicht, da der Kaiser sich nicht geneigt zeigte, seinerseits jemanden mit ihnen zu senden. Mit Empfehlungsschreiben und Credenzbriefen für den Bernauer Propst Heinrich Ordemann und für Dr. Valentin Bernbeck, die Vertreter der Häuser Brandenburg und Bayern bei der Curie, zog die Gesandtschaft weiter und langte am 21.
Page 51 - des Markgrafen Albrecht, aus denen wir diesen Tag kennen, sprechen fast noch schärfer als bisher seine entschiedene Abneigung gegen jedes wider Georg gerichtete Bündnis aus: „und ist endlich und specialiter unsre Meinung, das wir uns wider den König und die Krone zu Böhmen in keiner Weise verbinden wollen", so schliesst die den Käthen mitgegebene Instruction.
Page 11 - und seine Gemahlin in ihren Gewaltthaten unbeirrt fortfuhren. Inzwischen war der Conflict zwischen Georg^ und der Curie ausgebrochen und Heinrich ein Mitglied des Herrenbundes geworden; schon hieraus liess sich entnehmen, in welchem Sinne das Endurtheil Georgs ausfallen würde, und Heinrich nahm daher gern die durch die päpstlichen Bullen des Jahres 1465 sich ihm bietende Gelegenheit
Page 5 - aber von Anfang an für Georg war, mit der Curie, jener gefährlichen Weltmacht, gegen die ja nur ein Defensivkrieg, niemals ein Angriff möglich war, auf gutem Fusse zu bleiben, so war dies doch nur auf dem Boden eben jener Basler Compactaten denkbar; mit ihnen wäre die Basis gefallen, auf der das moderne böhmische Königthum ruhte.
Page 17 - will, auf unsere Kinder erben, dass wir nie anders an Papst und Kaiser, unsern rechten Herren und obersten Häuptern, auch an unsern gebornen Freunden, Bundesgenossen und Zugewandten gethan haben, denn frommen Fürsten wohl ansteht" usw Aber, heisst es dann schliesslich, einen Einungsentwurf, der vom Kaiser ausgehe, gebe es nicht; er beruhe auf falscher Vorspiegelung. 38
Page 25 - 4) Dagegen solle insofern einstweilen Nachsicht geübt werden, als es den Priestern zu gestatten sei, das Sacrament unter beiderlei Gestalt zu reichen; jedoch hätten sie bei Ertheilung des Abendmahls und im Beichtstuhl darauf aufmerksam zu machen, dass das Sacrament unter einerlei Gestalt ebenso vollkommen sei, als unter beiderlei, und warum es sogar den Vorzug verdiene.
Page 13 - die Verbrennung der Kirche zu Schönberg vergleiche SS. rer. Sil. IX, 170 Anm. Nicht uninteressant sind die Rechnungen über die bei Gelegenheit des Plauenschen Zuges vom 6. bis zum 16. Februar verausgabten Gelder (mit der falschen Jahreszahl LXV) in HSt A. Loc. 4335, Rechnung der Amtleuthe Sachssen, Meissen und Voitland 1467 (hinter fol. 382).
Page 10 - Mann von geringem Scharfsinn erwiesen oder diplomatische Höflichkeitsfloskeln für baare Münze genommen. ") Auf die allgemeinen Verhältnisse Deutschlands, die hier in Frage kommen, werden wir unten etwas näher einzugehen haben. Was die Wettiner anlangt, so trug im Anfange des Jahres 1466 ein besonderer Anlass viel dazu bei, die Beziehungen Ernsts und Albrechts zu Böhmen
Page 14 - mit Schloss und Herrschaft Flauen; die Belehnung sollte ein Ersatz für die von den Herzögen auf die Eroberung des Schlosses verwandten Kosten sein. 2S ) Wenn Herzog Albrecht, nicht der Kurfürst, diese Lehen empfing, so hatte dies seinen Grund darin, dass ersterer bereits seit den Egerer Verträgen von 1459 Lehnfürst der Krone Böhmen war.
Page 22 - verächtliche Zurechtweisung" des Kaisers, wie Jordan 267 meint, enthält das Schriftstück nicht eigentlich. Herzog Albrecht, der damals am kaiserlichen Hofe die Sache der Fürsten vertrat, sandte dem Bruder eine Abschrift des Schreibens, die Ernst am 22. Nov. 1466 an den Obermarschall Hugold von Schleinitz beförderte, damit dieser Albrecht für seine weiteren Verhandlungen mit dem Kaiser

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