Brehms thierleben, allgemeine kunde des thierreichs: -3. bd. (1. abt.) Die säugethiere, von Dr. A. E. Brehm. 3 v. 1876-77

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Verlag des Bibliographischen instituts, 1886 - Zoology
 

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Page 100 - und stieg dann in halben Tönen eine volle Oktave „hinauf, die chromatische Tonleiter durchlaufend. Der „Grundton blieb stets hörbar und diente als Vorschlag „für jede folgende Note. Im Aufsteigen der Tonleiter „folgten sich die einzelnen Töne immer langsamer, im „Absteigen aber schneller und zuletzt ausserordentlich „rasch. Den Schluss bildete jedesmal ein gellender „Schrei, welcher mit aller Kraft ausgestossen wurde. „Die Eegelmässigkeit, Schnelligkeit und Sicherheit, mit „welcher...
Page 367 - Plötzlich regt es sich im Rohre; mit Gebrüll auf ihren Nacken springt der Löwe; welch ein Reitpferd! Sah man reichere Schabracken in den Marstallkammern einer königlichen Hofburg liegen als das bunte Fell des Renners, den der Tiere Fürst bestiegen?
Page 48 - Die längsten Zähne und die stärksten Arme entscheiden. Wer sich nicht gutwillig unterordnen will, wird durch Bisse und Püffe gemaßregelt, bis er Vernunft annimmt. Dem Starken gebührt die Krone, in seinen Zähnen liegt seine Weisheit. Der Leitaffe verlangt und genießt unbedingten Gehorsam und zwar in jeder Hinsicht. Ritterliche Artigkeit gegen das schwächere Geschlecht übt er nicht, im Sturme erringt er der Minne Sold.
Page 503 - Gänseheide ein Loch ausgehauen worden und von der schnatternden Schar dicht besetzt. Mein Luchs erblickte dies mit lüsternen Augen. Platt auf die Eisdecke gedrückt, schiebt er sich nur lutschend weiter heran, mit seinem Schwänzchen vor Begierde hastig hin und her wedelnd.
Page 48 - Bande und ist deshalb in beständiger Unruhe. Nach allen Seiten hin sendet er seine Blicke, keinem Wesen traut er, und so entdeckt er auch fast immer rechtzeitig eine etwaige Gefahr.
Page 48 - Aessinnen sich bemühen, ihm die höchste Gunst, welche ein Affe gewähren oder nehmen kann, zu theil werden zu lassen. Sie beeifern sich, sein Haarkleid stets von den lästigen Schmarotzern möglichst rein zu halten, und er läßt sich diese Huldigung mit dem Anstände eines Pascha's gefallen, welchem eine Lieblingssklavin die Füße kraut.
Page 48 - Im übrigen übt der Leitaffe sein Amt mit Würde aus. Schon die Achtung , welche er genießt, verleiht ihm Sicherheit und Selbständigkeit, welche seinen Untergebenen fehlt; auch wird ihm von diesen in jeder Weise geschmeichelt.
Page 360 - ... still und ruhig. Selbst die kläffenden Hunde sind verstummt, nicht aber auch lässig oder schlaff geworden in ihrem treuen Dienste. Urplötzlich scheint die Erde zu dröhnen: in nächster Nähe brüllt ein Löwe ! Jetzt bewährt er seinen Namen „Essed", dh der Aufruhrerregende; denn ein wirtlicher Aufruhr und die größte Bestürzung zeigt sich in der Seriba.
Page 87 - Es ist ein seltsamer und sehr interessanter Anblick, einen Mias gemächlich seinen Weg durch den Wald nehmen zu sehen. Er geht umsichtig einen der größeren Äste entlang in halb aufrechter Stellung, zu welcher ihn die bedeutende Länge seiner Arme und die Kürze...
Page 179 - Thierwelt ganz wohl dabei; und sobald an heiteren Tagen die Sonne zur Herrschaft gelangt, ertönt auch wieder die Stimme des Brüllaffen als Zeichen seines ungestörten Wohlbefindens. Wenn man an solchen Tagen des Morgens, sobald die Wärme der Sonnenstrahlen anfängt sich bemerkbar zu machen, einen erhöhten Standpunkt gewinnt...

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